HAMBURG / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt: Die Ablehnung der halbjählichen Zeitumstellung nimmt ab. 71 Prozent fordern die Abschaffung, das sind fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2016. Besonders junge Erwachsene sind weniger skeptisch, während Frauen häufiger Probleme nach der Umstellung berichten. Befragte nennen vor allem Müdigkeit, Einschlaf- und Schlafstörungen sowie Konzentrationsprobleme.

Die Forderung nach einer Abschaffung der Zeitumstellung wird leiser, aber nicht leise genug, um die Diskussion in Deutschland und der EU abzuschließen. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit in Hamburg sprechen sich 71 Prozent für die Abschaffung der halbjählichen Umstellung von Sommer- und Winterzeit aus. Damit liegt die Ablehnung fünf Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und erreicht laut DAK den niedrigsten Stand seit 2016. Gerade diese zeitliche Dynamik ist interessant, weil sie zeigt, dass Akzeptanz nicht nur von der Bekanntheit der Maßnahme abhängt, sondern offenbar auch von dem, was Menschen gesundheitlich nach der Umstellung konkret erleben.
Im Detail verschiebt sich die Stimmung deutlich nach Altersgruppen. Am stärksten sinkt die Ablehnung bei den 18- bis 29-Jährigen: Dort geht sie von 66 Prozent auf 50 Prozent zurück. Gleichzeitig fällt auf, dass in dieser Altersgruppe mit 39 Prozent die größte Zustimmung zum Wechsel von Sommer- und Winterzeit gemeldet wird. Auch bei den Gesundheitswirkungen zeichnen sich Unterschiede ab: Neun von zehn der Befragten mit berichteten Problemen? Genau lässt sich der Anteil über die gesamte Bevölkerung nicht berechnen, aber die Umfrage liefert klare Ankerpunkte. So hatten 29 Prozent der Befragten den Angaben zufolge schon einmal Probleme nach der Umstellung – entweder gesundheitlich oder psychisch. Frauen berichten mit 36 Prozent deutlich häufiger betroffen zu sein als Männer mit 22 Prozent.
Für die Praxis ist vor allem die Art der Beschwerden relevant, weil sie direkt in Arbeits- und Alltagsprozesse hineinwirkt – und damit auch in technische Systeme, die Zeitstempel, Kalenderereignisse oder Service-SLAs verarbeiten. Nach DAK-Angaben nennen Betroffene am häufigsten Müdigkeit oder Schlappheit (80 Prozent). Danach folgen Einschlafprobleme oder Schlafstörungen (63 Prozent), Konzentrationsprobleme (41 Prozent) und Gereiztheit (37 Prozent). Rund jeder fünfte Betroffene verknüpft die Zeitumstellung zudem mit depressiven Verstimmungen. Das Muster beschreibt damit weniger einzelne „Nebenwirkungen“, sondern eine Kettenreaktion: verschobener Schlafrhythmus, geringere Aufmerksamkeit und damit erhöhte Fehler- oder Ausfallwahrscheinlichkeit in sensiblen Tätigkeiten – von Schichtplanung bis zu sicherheitsrelevanten Prozessen.
Technisch betrachtet ist die Zeitumstellung ein wiederkehrender Sonderfall, den Betriebssysteme, Datenbanken, Kalender und Uhrenbibliotheken jedes Jahr neu „verkabeln“. Viele Systeme verlassen sich auf Zeitzonenregeln und übernehmen die Umstellung automatisch, aber sie müssen in der Praxis dennoch Randfälle korrekt behandeln: doppelte oder fehlende lokale Zeiten rund um den Wechsel, abweichende Interpretationen in unterschiedlichen Programmiersprachen und Inkonsistenzen zwischen Geräten. Wenn parallel dazu ein relevanter Teil der Bevölkerung gesundheitliche Probleme meldet, verschiebt sich das Risiko von rein organisatorischen Unstimmigkeiten hin zu messbaren Produktivitäts- und Planungsproblemen. Interessant ist dabei der Bezug auf die EU-Ebene: Bereits 2018 hatten sich laut Angaben aus einer Online-Befragung der Europäischen Kommission 80 Prozent dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung in der EU zu beenden. Damals gingen von insgesamt 4,6 Millionen Antworten etwa 3 Millionen aus Deutschland ein.
Dass eine europaweite Lösung nach Angaben aus dem Kontext derzeit „nicht in Sicht“ ist, liegt weniger an technischen Hürden als an der politischen Einigung zwischen den Mitgliedsstaaten. Aus Engineering-Sicht bedeutet das: Auch wenn einzelne Länder oder Unternehmen die Umstellung in ihren internen Kalendern teilweise abstrahieren, bleibt die externe Realität für Kunden, Partnersysteme und grenzüberschreitende Zeitrechnungen bestehen. Für Produktteams heißt das konkret, dass Features wie Terminplanung, Lastverteilung oder zeitbasierte Automatisierungen nicht nur „am Datumswechseltag“ funktionieren müssen, sondern auch in der Woche danach robust bleiben sollten – inklusive Monitoring für ungewöhnliche Nutzungs- oder Ticketspitzen. In diesem Licht erklärt sich auch, warum Umfragen, die gesundheitliche Effekte quantifizieren, für digitale Organisationen indirekt relevant werden: Sie liefern Hinweise darauf, wann Menschen typischerweise weniger stabil reagieren.
Die Forsa-Erhebung wurde den Angaben zufolge vom 28. bis 30. September 2026 bundesweit mit 1.009 Personen durchgeführt. Zeitvergleiche beziehen sich dabei auf die jeweils im Herbst erhobenen Werte, und die Detailangaben zu Beschwerden beziehen sich auf Befragte, die schon einmal Probleme mit der Zeitumstellung hatten. Für Entscheider bedeutet das: Die gemeldete Ablehnung sinkt zwar – aber sie sinkt nicht so schnell, dass sich der Umstellungs-„Workaround“ erledigt. Außerdem zeigt die Altersdifferenz, dass sich die gesellschaftliche Haltung wandelt, ohne die gesundheitliche Betroffenheit vollständig zu nivellieren. Wenn junge Erwachsene die Zeitumstellung eher akzeptieren, dann kann das langfristig zwar den politischen Druck verändern, für Unternehmen bleibt aber die technische und organisatorische Pflicht, die Auswirkungen auf Planung und Ausführung weiterhin mitzudenken.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Zeitumstellung: Umfrage zeigt sinkende Ablehnung – mit Folgen für Gesundheit und Systeme" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Zeitumstellung: Umfrage zeigt sinkende Ablehnung – mit Folgen für Gesundheit und Systeme" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Zeitumstellung: Umfrage zeigt sinkende Ablehnung – mit Folgen für Gesundheit und Systeme« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!