SAN JOSE / LONDON (IT BOLTWISE) – Drei Ingenieure aus dem Silicon Valley stehen im Mittelpunkt eines Skandals um den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. Die Vorwürfe betreffen den unbefugten Transfer sensibler Daten nach Iran, was die Sicherheitsmaßnahmen großer Tech-Unternehmen in Frage stellt.

In einem aufsehenerregenden Fall wurden drei Ingenieure aus dem Silicon Valley von einer Bundesjury angeklagt, Geschäftsgeheimnisse von Google und anderen Technologiefirmen gestohlen und sensible Daten nach Iran transferiert zu haben. Die Angeklagten, Samaneh Ghandali, ihre Schwester Soroor Ghandali und Mohammadjavad Khosravi, wurden in San Jose verhaftet und vor einem Bundesgericht vorgeführt.
Die Anklage beschreibt die Angeklagten als iranische Staatsangehörige, wobei Soroor mit einem Studentenvisum in den USA war, während Samaneh die US-Staatsbürgerschaft erlangte und Khosravi als rechtmäßiger ständiger Einwohner in den USA lebte. Khosravi diente zuvor in der iranischen Armee, was die Brisanz des Falls erhöht.
Die Vorwürfe umfassen Verschwörung zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, Diebstahl und versuchten Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sowie Behinderung der Justiz. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass die Angeklagten ihre Positionen in führenden Technologieunternehmen ausnutzten, um Hunderte vertraulicher Dateien zu erlangen, darunter Materialien zur Prozessorensicherheit und Kryptographie.
Google entdeckte den angeblichen Diebstahl durch routinemäßige Sicherheitsüberwachungen und leitete den Fall an die Strafverfolgungsbehörden weiter. Das Unternehmen hat seine Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, um seine vertraulichen Informationen zu schützen, einschließlich der Einschränkung des Zugriffs auf sensible Informationen und der Implementierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Die Angeklagten sollen die gestohlenen Dateien über eine Drittanbieter-Kommunikationsplattform an Kanäle mit ihren Vornamen weitergeleitet haben, bevor sie das Material auf persönliche Geräte, die Geräte der anderen und nach Iran kopierten. Die Methode, mit der die vertraulichen Daten übertragen wurden, war darauf ausgelegt, eine Entdeckung zu vermeiden und ihre Identitäten zu verschleiern.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich Technologieunternehmen gegenübersehen, um ihre wertvollen Geschäftsgeheimnisse zu schützen. Die potenziellen Strafen für die Angeklagten sind erheblich, mit bis zu 10 Jahren Gefängnis für jede Anklage des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen und bis zu 20 Jahren für die Behinderung der Justiz.
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