LONDON (IT BOLTWISE) – INTERPOL meldet eine deutliche Zunahme von Cyberkriminalität im Asien-Pazifik-Raum, angetrieben durch Digitalisierung, Lücken in der Cyberhygiene und hochgradig industrialisierte Betrugsmaschen. Besonders Phishing steht dem Bericht zufolge für die häufigsten und zugleich finanziell schmerzhaftesten Vorfälle. Ransomware, KI-gestützte Deepfakes und Erpressung nehmen parallel zu, während gleich mehrere Angriffswege wie DDoS und unsichere Schnittstellen zusammenwirken. Unternehmen sehen sich damit einem Bedrohungsmix gegenüber, der stärker als zuvor auf soziale Manipulation und technische Schwachstellen zielt.

Die neue Lageeinschätzung von INTERPOL für Asien und den südlichen Pazifik wirkt wie ein Warnsignal für die gesamte Region: Die Kombination aus rasanter Digitalisierung und sehr unterschiedlichem Reifegrad bei der IT-Sicherheit verschiebt das Risiko sichtbar zugunsten der Angreifer. Laut dem Asia and South Pacific Cyberthreat Assessment Report 2025/2026 wächst nicht nur die Menge an Vorfällen, sondern vor allem die „industrielle“ Skalierbarkeit des Vorgehens. Damit rückt Cyberkriminalität stärker in den Bereich operativer Geschäftsrisiken: Wo Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen Daten austauschen, wird der Angriffspfad breiter—und gleichzeitig schwerer zu überwachen.
Im Zentrum steht dabei Phishing, das INTERPOL als weit verbreitetste und finanziell besonders schädigende Form beschreibt. Bemerkenswert ist die regionale Verteilung: Ein Drittel der Länder meldet mehr als 10.000 Fälle im Zeitraum von Januar 2024 bis März 2025. Für die betroffenen Organisationen bedeutet das, dass Abwehr nicht allein „technisch“ sein kann—sondern ein solides Zusammenspiel aus Identitäts- und Zugriffsmanagement, Mailschutz, Schulungsprogrammen und Vorfallprozessen braucht. Der Bericht unterstreicht zudem, dass in mehr als der Hälfte der Mitgliedsstaaten Cyberkriminalität mindestens 30% aller registrierten Delikte ausmacht. Diese Größenordnung deutet auf strukturelle Lücken hin, nicht auf isolierte Fehlkonfigurationen.
Technisch lassen sich mehrere Treiber erkennen, die sich gegenseitig verstärken. Der Bericht beschreibt, dass Banking-Trojaner und Information Stealer zur zweit häufigsten Kategorie aufrücken, wobei Malware-Familien wie RedLine, Lumma, LokiBot, Negasteal und ZBot besonders präsent seien. Gleichzeitig steigt die Zahl der DDoS-Angriffe deutlich: INTERPOL nennt für 2024 einen Zuwachs von 92% gegenüber dem Vorjahr. Auch bei Datenschutzvorfällen zeichnet sich ein klarer Trend ab: Systemintrusionen machen rund 80% der Verstöße aus. Diese Verteilung ist relevant für die Abwehrarchitektur, weil sie eher auf kompromittierte Systeme und unzureichend geschützte Zugänge hindeutet als auf reine „Ausnahme“-Ereignisse. Wer nur auf reaktives Blocking setzt, trifft die Ursache zu selten.
Ein besonders problematischer Aspekt ist die Vermischung von KI-gestützter Täuschung mit klassischen Angriffswegen. INTERPOL verweist auf KI- und Deepfake-basierte Scams, bei denen Angreifer zum Beispiel Geschäftsexekutive imitieren, um finanzielle Transaktionen zu autorisieren. Parallel dazu werden Ransomware-as-a-Service-Modelle wirksam, die Einstiegshürden senken und kriminellen Teams planbares Vorgehen ermöglichen. Für 2024 schätzt INTERPOL mehr als 135.000 Ransomware-bezogene Angriffe in der Region. Gerade für Unternehmen mit verteilten Identitäten, komplexen Freigabeworkflows und heterogenen Lieferketten erhöht das den Druck, Sicherheitskontrollen auch dort durchzusetzen, wo es organisatorisch weh tut: bei Berechtigungen, bei Freigabeprozessen und bei der schnellen Verifikation von „Change Requests“ in Krisensituationen.
Marktseitig zeigt der Bericht zudem, dass Cyberkriminalität zunehmend von transnationalen Syndikaten „industrialisiert“ wird. In Ländern wie Kambodscha, Laos, Myanmar und den Philippinen seien großflächige Scam-Zentren entstanden, die laut INTERPOL teils mit Zwangsarbeit arbeiten und in der Investment-Betrugslogik Menschen nach dem Aufbau freundschaftlicher oder romantischer Beziehungen weltweit adressieren. Diese Struktur erinnert an Vorläufer moderner Fraud-Ökosysteme, bei denen Skalierung weniger aus Technik, sondern aus Prozessdesign und Personaleinsatz entsteht. Als Vergleich aus der Sicherheitsindustrie: Anbieter wie Microsoft setzen seit Jahren stark auf Identity-Absicherung und Telemetrie (etwa über Threat-Detection und Signale aus Office-Workloads), während Google Cloud mit Sicherheitsdiensten ebenfalls versucht, Anomalien in Authentifizierungs- und Zugriffsströmen früh zu erkennen. Der Bericht legt nahe, dass alleinige Produktfeatures nicht genügen—sondern End-to-End-Kontrollen und gemeinsame Leitlinien.
Dass auch Drittsysteme und „Weichstellen“ eine große Rolle spielen, wird durch weitere Hinweise gestützt: misconfigurierte Systeme, schwache Verschlüsselung, unsichere APIs und unzureichendes Monitoring sollen Einfallstore sein. Zusätzlich beschreibt INTERPOL, dass Ransomware-Gruppen regulatorische Verpflichtungen von Unternehmen als Druckmittel nutzen, um die Einwilligung zu Erpressungsforderungen zu beschleunigen. Genau hier liegt der regulatorische und datenschutzbezogene Hebel: Wenn Meldefristen, Incident-Response-Pflichten und Vertragsbedingungen auf Ransomware treffen, kann sich ein Sicherheitsereignis in eine Compliance- und Kommunikationskrise verwandeln. Experten empfehlen in solchen Fällen typischerweise einen „Plan vor dem Angriff“: klare Eskalationswege, forensiktaugliche Log-Strategien und vorbereitete Informationsketten—damit die Organisation im Ernstfall handlungsfähig bleibt.
Neal Jetton, INTERPOL Cybercrime Director, formuliert den Kern der Strategie: Die Bedrohung entwickle sich schnell, und Angreifer nutzten KI, Ransomware-as-a-Service sowie ausgefeilte Social-Engineering-Techniken „auf industrieller Skala“. Daraus folgt als operative Leitlinie für Unternehmen und Behörden, was der Bericht ebenfalls einfordert: Stärkung der operativen Zusammenarbeit, Informationsaustausch und Cyber-Resilienz. Historisch ähneln die Muster früherer Wellen—zuerst Exploit-Ausnutzung, dann Automatisierung und schließlich die Einbettung von Betrugslogik in reale Geschäftsprozesse. Neu ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der KI-gestützte Überzeugungsarbeit mit technischen Angriffsketten verschmilzt. Für die kommenden Quartale ist deshalb mit einer weiteren Verschiebung hin zu kombinierten Angriffen zu rechnen, in denen DDoS, Credential-Theft, Deepfake-Kommunikation und Erpressung als orchestrierter Ablauf auftreten. Wer KI-Entwicklung betreibt, sollte diese Erkenntnis auch für die eigene Governance nutzen: Modelle dürfen intern nicht nur „funktionieren“, sondern müssen sicher beobachtbar, missbrauchsresistent und im Incident-Fall schnell abschaltbar sein—damit Künstliche Intelligenz nicht selbst zum Angriffsvektor wird.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "INTERPOL warnt: Phishing, Ransomware und KI-Betrug nehmen im APAC-Raum zu" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "INTERPOL warnt: Phishing, Ransomware und KI-Betrug nehmen im APAC-Raum zu" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »INTERPOL warnt: Phishing, Ransomware und KI-Betrug nehmen im APAC-Raum zu« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!