LONDON (IT BOLTWISE) – Seit Anfang 2026 gelten für den freiwilligen Nutri-Score strengere Bewertungsmaßstäbe. Dadurch rutschen zahlreiche zuvor mit A oder B gekennzeichnete Produkte in die schwächeren Kategorien D oder E. Besonders betroffen sind viele ultra-verarbeitete Snacks und Getränke. Im Kern verschiebt die neue Berechnung die Gewichtung stärker auf Zucker und Salz, während Ballaststoffe und Eiweiß positiv einfließen.

Nutri-Score ab 2026: Ultra-verarbeitete Produkte geraten häufiger in D/E
Nutri-Score ab 2026: Ultra-verarbeitete Produkte geraten häufiger in D/E (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Mit dem Jahresbeginn 2026 verschärft sich der Nutri-Score-Algorithmus für die freiwillige Lebensmittelkennzeichnung spürbar. Praktisch bedeutet das: Produkte, die bislang in den besseren Bereichen A oder B landeten, erhalten häufiger eine schlechtere Einstufung bis hin zu D und E. Die Neuausrichtung zielt darauf ab, die Zusammensetzung verarbeiteter Lebensmittel transparenter zu machen und im Regal stärker zu differenzieren. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich damit weniger die Farbskala selbst als die Berechnungslogik, nach der ein bestehendes Label entsteht.

Technisch betrachtet liegt die größte Stellschraube in der neuen Gewichtung einzelner Nährstoffkomponenten. Zucker und Salz werden im aktuellen Berechnungsmodell negativer bewertet als zuvor, während Ballaststoffe und Eiweiß eine positivere Rolle in der Gesamtbilanz spielen. Das zeigt sich besonders deutlich bei Getränken: Laut den Angaben aus dem Text führen Zusätze über Süßstoffe mittlerweile zu Punktabzügen, und Milch- sowie Joghurtgetränke werden nun explizit als Getränke eingestuft statt als allgemeine Lebensmittel. Damit werden also nicht nur Zutaten, sondern auch die Produktkategorie innerhalb der Bewertung stärker gegeneinander abgegrenzt.

Genau diese Kopplung aus Rezeptur und Modelllogik sorgt in der Branche für unterschiedliche Reaktionen. Einige Hersteller passen demnach ihre Zusammensetzungen an, um innerhalb der neuen Regeln bessere Scores zu erreichen. Andere kritisieren die Methodik oder steigen ganz aus der Nutzung des Labels aus. Da der Nutri-Score weiterhin freiwillig bleibt, entsteht ein Nebeneffekt, den viele Organisationen in der Praxis unterschätzen: Ein Teil des Marktes erklärt das Label zur Option, ein anderer Teil nutzt es aktiv. Dadurch kann sich die Sichtbarkeit der tatsächlichen Bewertungen langfristig ungleich verteilen, auch wenn die Rechenbasis für die Produkte vergleichbar wäre.

Während die Einführung vor allem in Teilen des südeuropäischen Raums politischen und industriellen Widerstand auslöst, wird der Streit dabei nicht nur an einzelnen Zutaten festgemacht. Luigi Scordamaglia, Präsident des italienischen Verbandes Federalimentare, kritisiert den belgischen Vorstoß zur Implementierung und bezeichnet die Kennzeichnung als irreführend und zu stark vereinfacht. Aus italienischer Sicht handele es sich zudem nicht um eine harmonisierte Lösung auf Ebene der Europäischen Union; stattdessen wird ein eigenes Kennzeichnungsmodell favorisiert. Auch die belgische Lebensmittelindustrie FEVIA schließt sich der Kritik an Federalimentare an und teilt Vorbehalte gegen den belgischen Nutri-Score-Vorstoß, was zeigt, wie eng das Thema mit nationalen Erwartungen an Methodenharmonisierung und Marktkommunikation verknüpft ist.

Interessant ist dabei, dass wissenschaftliche Ergebnisse im Text eher die inhaltliche Logik als den politischen Rahmen stützen. Genannt wird eine Untersuchung, die 13.025 ultra-verarbeitete Produkte in Italien analysierte und zu dem Ergebnis kommt, dass 64,3 % dieser Produkte im Nutri-Score mit D oder E bewertet werden müssen. Besonders kritisch schnitten Snacks ab: 87 % fielen in die schlechteren Kategorien. Parallel dazu verweist der Text auf eine Langzeitstudie der Harvard University im Rahmen „NUTRITION 2026“ mit über 200.000 Teilnehmenden. Dort steht weniger der Verarbeitungsgrad im Mittelpunkt, sondern die Nährstoffdichte; laut den im Text genannten Korrelationen sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 14-18 % und für Typ-2-Diabetes um 33-34 %, während die allgemeine Sterblichkeit in der beobachteten Gruppe um 7-11 % abnimmt. In diesem Kontext wird auch die NOVA-Klassifikation, die Lebensmittel primär nach dem Verarbeitungsgrad einteilt, kritisch hinterfragt.

Die Konsequenz für Unternehmen liegt damit auf zwei Ebenen: Produktentwicklung und Dateninterpretation. Wenn Zucker und Salz stärker in die Gesamtbilanz einfließen, entsteht ein Innovationsdruck, der über „Marketing-Optimierung“ hinausgeht. Forschungseinrichtungen suchen deshalb nach Rezepturansätzen, die gleichzeitig geschmacklich funktionieren und die Score-Berechnung verbessern. Als Beispiel nennt der Text eine Weiße Wurst, bei der ein Teil des herkömmlichen Fettes durch Insektenmehl ersetzt wird; durch den Austausch von 10-20 % des Fettanteils soll der Proteingehalt steigen und die Nutri-Score-Bewertung besser ausfallen. Gleichzeitig wird aber auch ein praktisches Problem beschrieben: In ersten Tests soll die resultierende grauliche Färbung ein limitierender Faktor sein. Genau solche Trade-offs sind in der Praxis häufig der Grund, warum sich Kennzeichnungskriterien trotz klarer Rechenlogik nicht automatisch „mitdrehen“ lassen.

Für den weiteren Marktverlauf bleibt schließlich entscheidend, wie Hersteller das freiwillige Label strategisch einsetzen. Die neue Berechnung kann die Wahrnehmung verschieben: Produkte, die zuvor als relativ günstig im Score galten, erscheinen nun häufiger in D/E. Gleichzeitig bleibt laut Text die Auswahl im Supermarkt trotz wissenschaftlicher Argumente nicht automatisch einfacher, weil die Bewertung die Nährstoffdichte stärker betont und damit mit dem bisherigen Gefühl für „ultra-verarbeitet“ nicht zwingend deckungsgleich ist. Unternehmen, die im Handel präsent bleiben wollen, müssen daher nicht nur Rezepte anpassen, sondern auch ihre Daten- und Etikettierungsprozesse so aufsetzen, dass Änderungen in der Berechnungslogik schnell in verlässliche Produktkommunikation übersetzt werden.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik intelligenter Schreibtisch Roboter | für Kinder & Erwachsene, mit Emotionen Interaktionen und Animationen, Spielzeug Unterhaltung Begleiter Haustier Persönlicher Assistent, für mehr Spaß
1.501 Bewertungen
Eilik intelligenter Schreibtisch Roboter | für Kinder & Erwachsene, mit Emotionen Interaktionen und Animationen, Spielzeug Unterhaltung Begleiter Haustier Persönlicher Assistent, für mehr Spaß
  • NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Nutri-Score ab 2026: Ultra-verarbeitete Produkte geraten häufiger in D/E - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Nutri-Score ab 2026: Ultra-verarbeitete Produkte geraten häufiger in D/E".
Stichwörter AI Algorithmen Artificial Intelligence Ballaststoffe Eiweiß Ernaehrung Kennzeichnung KI Künstliche Intelligenz Lebensmittelindustrie Nährstoffdichte Nährwerte Nutri-score Salz Ultra-verarbeitete Lebensmittel Zucker
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Nutri-Score ab 2026: Ultra-verarbeitete Produkte geraten häufiger in D/E" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Nutri-Score ab 2026: Ultra-verarbeitete Produkte geraten häufiger in D/E" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Nutri-Score ab 2026: Ultra-verarbeitete Produkte geraten häufiger in D/E« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    677 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs