LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-Regierung stoppt die Bearbeitung von PERM-Anträgen für mehrere große Tech-Firmen. Ziel ist, angeblichen Missbrauch des Visa- und Green-Card-Systems zu unterbinden und US-Arbeitsplätze zu schützen. Die Maßnahme kann jedoch tausende im Land lebende ausländische Fachkräfte ausbremsen, weil der Weg zur dauerhaften Aufenthaltserlaubnis stockt. Gleichzeitig gibt es Gegenargumente eines betroffenen Unternehmens zur Einordnung der eigenen H-1B-Anträge.

USA stoppen PERM-Anträge für ausgewählte Tech-Firmen – Risiko für tausende IT-Fachkräfte
USA stoppen PERM-Anträge für ausgewählte Tech-Firmen – Risiko für tausende IT-Fachkräfte (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die US-Regierung verändert mit einem neuen Schritt die Einwanderungspraxis für qualifizierte Arbeitskräfte in der Technologiebranche: Sie setzt die Bearbeitung von Anträgen im Rahmen des Permanent Labour Certification (PERM)-Programms für bestimmte Arbeitgeber aus. PERM ist im Green-Card-Verfahren eine Schlüsselschnittstelle, weil ein US-Arbeitgeber damit nachweisen muss, dass für eine konkrete Stelle keine ausreichenden US-Arbeitskräfte verfügbar sind und die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte Lohnniveau sowie Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der jeweiligen Branche nicht beeinträchtigt. Praktisch bedeutet das: Viele Unternehmen stellen zunächst über temporäre Visa wie H-1B ein und versuchen danach, über PERM und nachgelagerte Schritte die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis anzustoßen. Genau dort setzt die aktuelle Maßnahme an – und sie trifft damit nicht nur potenzielle Neueinstellungen, sondern auch Menschen, die bereits seit Jahren auf die Abarbeitung einer langen Antragswarteschlange hoffen.

Im Zentrum der politischen Begründung steht eine hart formulierte Kritik an der Systemnutzung durch große Tech-Konzerne. Vizepräsident JD Vance warf mehreren Unternehmen vor, das bestehende Visaregime missbräuchlich zu verwenden, um US-Beschäftigte zu verdrängen, und sprach dabei davon, es handle sich um „indentured servants“. In der Darstellung der Regierung geht es um den Vorwurf, dass Arbeitskräfte mit niedrigeren Lohnniveaus eingesetzt würden und US-Arbeitnehmende dadurch unter Druck gerieten. Auch Arbeitsminister Keith Sonderling ordnete die Maßnahme in eine breiter angelegte Linie ein, die auf das Beenden „systemischer“ Betrugsmuster zielt; zudem machte er geltend, dass ein Jobwechsel in Richtung dauerhafter Ansiedlung letztlich über die Kosten auf dem US-Arbeitsmarkt abgebildet werde. Die entscheidende praktische Folge ist nicht eine sofortige Arbeitsverweigerung, sondern der Stopp der PERM-Verarbeitung: „Wir werden keine neuen oder anhängigen permanent labour certification applications“ für die genannten Firmen akzeptieren bzw. bearbeiten, heißt es in der Ankündigung.

Betroffen sind nach Angaben der Regierung unter anderem Microsoft sowie weitere große IT- und Beratungsunternehmen: Adobe sowie mehrere Firmen aus dem Umfeld klassischer Software- und IT-Services (Cognizant, Infosys, Tata Consultancy Services, Wipro, HCL Technologies, Capgemini). Auffällig ist die Zusammensetzung: Neben einem US-amerikanischen Schwergewicht finden sich mehrere international ausgerichtete Player in der Liste, wobei Capgemini in der Ankündigung als französisch eingeordnet wird und die übrigen genannten Service-Anbieter aus Indien stammen. Für Unternehmen wie Meta oder Amazon wird die Maßnahme dagegen ausdrücklich nicht als direkt relevant dargestellt, obwohl sie ebenfalls stark auf H-1B-gestützte Rekrutierung setzen. Daraus lässt sich technisch und organisatorisch ein erster Kontrast ableiten: Während die H-1B-Visa weiterhin als temporärer Einstieg dienen, klemmt der Übergang in Richtung Green Card an der PERM-Stufe – und damit werden Prozesse über Jahre hinweg verlangsamt oder neu bewertet. Für Personalabteilungen und Recruiting-Teams ist das in der Regel ein Wechsel vom „Workforce-Planungsmodus“ in Richtung „Compliance- und Risiko-Steuerung“, weil Timelines, Staffing-Modelle und Budgets neu verhandelt werden müssen.

Für die Debatte liefert die Regierung zusätzliche Zahlen und Beispiele, die das behauptete Ausmaß untermauern sollen. Vance verwies dabei auf Vorgänge bei Microsoft: Er nannte Entlassungen in der Größenordnung von 6.000 US-Arbeitsplätzen und stellte diesen Angaben zufolge H-1B-Visa im Umfang von 6.300 sowie nahezu 3.000 Green Cards gegenüber. Sonderling sagte zudem, Unternehmen, die aus der PERM-Bearbeitung herausgenommen werden, hätten seit 2009 mehr als 230.000 H-1B-Visa und über 100.000 PERM-Zertifizierungen erhalten. Microsoft wiederum widersprach der Schlussfolgerung, die eigenen Visa-Einreichungen stellten faktisch neue Einstellungen als Ersatz für US-Arbeitnehmende dar: Das Unternehmen argumentierte, ein großer Anteil der H-1B-Anträge diene der Verlängerung oder Statusänderung bestehender Microsoft-Mitarbeitender, nicht dem Anwerben neuer Personen; bei den übrigen Einreichungen gehe es um Personen, die sich bereits rechtmäßig in den USA befänden. Für die Einordnung ist das wichtig: Selbst wenn die Regierung die Missbrauchsbehauptungen als politisches und wirtschaftliches Problem rahmt, hängt die tatsächliche Wirkung für einzelne Beschäftigte davon ab, wie die jeweiligen Anträge rechtlich klassifiziert sind und wo in der Prozesskette sie sich gerade befinden.

Für ausländische Fachkräfte in den USA dürfte die Wirkung daher besonders an der Schnittstelle „legal im Land, aber backlog-abhängig“ sichtbar werden. Die Regierung beschreibt eine mögliche Verschärfung der Hürden für den Übergang zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, weil die PERM-Schiene für bestimmte Arbeitgeber zum Erliegen kommen soll. Hintergrund ist die strukturelle Kapazitätsknappheit: Jährlich gibt es nur begrenzte Kontingente für neue H-1B-Visa, während gleichzeitig massenhaft Anträge eingehen und zudem ein großer Teil bereits vorhandener Visa-Inhaber auf dem Weg zur dauerhaften Residency ist. Zusätzlich spielt eine länderspezifische Deckelung eine Rolle, weil Antragstellende aus einem Land pro Jahr nur einen Anteil der employment-based Green Cards erhalten dürfen. Genau diese Kombination wird in der Quelle als Engpass sichtbar gemacht: Eine sehr große Zahl qualifizierter Personen aus Indien staut sich demnach im Beschäftigungs-basierten Green-Card-Backlog, sodass bereits in der Vergangenheit lange Wartezeiten entstanden sind. Wenn nun die PERM-Verarbeitung für bestimmte Arbeitgeber stoppt, kann sich diese Warteschlange selbst für Menschen verlängern, die bereits formal „auf dem Weg“ sind.

International spitzt sich die Debatte parallel auf diplomatischer Ebene zu. Indiens Außenministerium äußerte, die US-Suspension unterstütze nicht die gemeinsamen Ziele beider Länder; zugleich betonte es, Talent-Mobilität bringe beiden Volkswirtschaften Vorteile, unter anderem durch Innovation, Forschung und Produktivität. Auch die politische Wortwahl wurde zurückgewiesen: Vance’ Vergleich ausländischer Arbeitskräfte mit „indentured servants“ wurde als verletzend und mit belastenden historischen Bezügen verbunden kritisiert. Historisch verweist die Quelle auf Beispiele kolonialer Zwangsarbeit, bei der Millionen indischer Arbeitskräfte in verschiedenen Regionen als Arbeitskräfte eingesetzt wurden. Für Unternehmen ergibt sich daraus eine doppelte Herausforderung: Sie müssen kurzfristig ihre Einwanderungs- und HR-Prozesse anpassen, während sie gleichzeitig die strategische Personalplanung in einem Kontext neu bewerten, in dem politische Rahmensetzungen die Migrationstimeline stärker beeinflussen können als reine Standort- oder Recruiting-Entscheidungen. Gleichzeitig bleibt in der Praxis offen, wie lange die Aussetzung dauern soll und ob es auf administrativer oder gerichtlicher Ebene zu Klärungen kommt, die den betroffenen Prozesspfad wieder öffnen oder dauerhaft verändern.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - USA stoppen PERM-Anträge für ausgewählte Tech-Firmen – Risiko für tausende IT-Fachkräfte - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "USA stoppen PERM-Anträge für ausgewählte Tech-Firmen – Risiko für tausende IT-Fachkräfte".
Stichwörter Adobe AI Arbeitsmarkt Artificial Intelligence Backlog Einwanderung Green-card H1b KI Künstliche Intelligenz Microsoft Perm Softwareentwicklung Unternehmen USA Visa-regime
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

TechCrunch Disrupt 2026: Letzte Tage für Pass-Rabatte in San Francisco


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "USA stoppen PERM-Anträge für ausgewählte Tech-Firmen – Risiko für tausende IT-Fachkräfte" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "USA stoppen PERM-Anträge für ausgewählte Tech-Firmen – Risiko für tausende IT-Fachkräfte" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »USA stoppen PERM-Anträge für ausgewählte Tech-Firmen – Risiko für tausende IT-Fachkräfte« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    2.894 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs