SINGAPUR / LONDON (IT BOLTWISE) – In einer Welt, in der Cyberangriffe immer raffinierter werden, versucht Google Cloud, mit KI-Technologien die Verteidigungsstrategien zu revolutionieren. Trotz jahrzehntelanger Fortschritte in der Cybersicherheit bleibt die Herausforderung bestehen, grundlegende Sicherheitsprobleme zu lösen. Google Cloud setzt auf KI, um diese Herausforderungen zu meistern und den Verteidigern einen Vorteil zu verschaffen.

In der modernen Welt der Cybersicherheit, in der Bedrohungen immer raffinierter werden, versucht Google Cloud, mit seinen KI-Technologien die Verteidigungsstrategien grundlegend zu verändern. Mark Johnston, Direktor des Google Cloud Office of the CISO für den asiatisch-pazifischen Raum, betonte in Singapur, dass trotz fünf Jahrzehnten der Entwicklung in der Cybersicherheit die Verteidiger oft noch im Nachteil sind. Eine alarmierende Statistik zeigt, dass in 69 % der Vorfälle in Japan und im asiatisch-pazifischen Raum externe Parteien die betroffenen Organisationen über Sicherheitsverletzungen informieren mussten.
Die Herausforderungen der Cybersicherheit sind nicht neu. Bereits 1972 stellte der Pionier James B. Anderson fest, dass Systeme sich nicht selbst schützen können. Diese grundlegenden Sicherheitsprobleme bestehen trotz technologischer Fortschritte weiterhin. Google Cloud hat festgestellt, dass über 76 % der Sicherheitsverletzungen auf einfache Fehler wie Konfigurationsfehler und kompromittierte Anmeldedaten zurückzuführen sind. Ein aktuelles Beispiel ist eine Zero-Day-Schwachstelle in Microsoft SharePoint, die kontinuierlich ausgenutzt wurde.
In diesem hochdynamischen Umfeld beschreibt Kevin Curran, ein führender Experte der IEEE, die aktuelle Situation als einen Wettlauf zwischen Verteidigern und Angreifern, die beide KI-Tools einsetzen, um sich gegenseitig zu überlisten. Während KI den Verteidigern hilft, große Datenmengen in Echtzeit zu analysieren und Anomalien zu erkennen, profitieren auch Angreifer von diesen Technologien, indem sie Phishing-Angriffe automatisieren und Netzwerke nach Schwachstellen durchsuchen.
Google Cloud setzt auf Projekte wie das „Big Sleep“-Initiative von Project Zero, das große Sprachmodelle nutzt, um Schwachstellen in realem Code zu identifizieren. Diese Initiative hat bereits beeindruckende Ergebnisse erzielt, indem sie zahlreiche Schwachstellen in verschiedenen Paketen aufdeckte. Diese Entwicklung zeigt den Übergang von manueller zu halbautonomer Sicherheitsarbeit, bei der KI viele Aufgaben im Sicherheitslebenszyklus übernimmt.
Dennoch birgt die Automatisierung auch Risiken. Eine übermäßige Abhängigkeit von KI-Systemen könnte dazu führen, dass menschliches Urteilsvermögen vernachlässigt wird, was neue Schwachstellen schaffen könnte. Google Cloud hat daher Schutzmaßnahmen wie die Model Armor-Technologie eingeführt, die als intelligenter Filter fungiert, um sicherzustellen, dass KI-Ausgaben im Kontext der Geschäftsanforderungen bleiben.
Die Integration von KI in die Cybersicherheit bietet sowohl beispiellose Chancen als auch erhebliche Risiken. Während die Technologien von Google Cloud echte Fähigkeiten in der Erkennung von Schwachstellen und der Bedrohungsanalyse zeigen, hängt der Erfolg letztlich davon ab, wie durchdacht Organisationen diese Werkzeuge implementieren und gleichzeitig menschliche Aufsicht und grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beibehalten.


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