TALLINN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Festnahme eines Ukrainers im Zusammenhang mit der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines sorgt für diplomatische Zurückhaltung. Außenminister Johann Wadephul betont die Wichtigkeit rechtsstaatlicher Verfahren, während Estland die Abhängigkeit Europas von russischem Gas kritisiert. Die italienische Justiz entscheidet bald über die Auslieferung des Verdächtigen nach Deutschland.

Die Festnahme eines ukrainischen Staatsbürgers, der im Verdacht steht, an der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines beteiligt gewesen zu sein, hat in der internationalen Politik für Aufsehen gesorgt. Der CDU-Politiker Johann Wadephul äußerte sich bei einem Treffen mit seinem estnischen Amtskollegen Margus Tsahkna in Tallinn zurückhaltend zu den möglichen politischen Konsequenzen. Wadephul betonte die Bedeutung rechtsstaatlicher Verfahren und erklärte, dass eine Bewertung erst nach Abschluss der Ermittlungen erfolgen könne.
Estlands Außenminister Tsahkna nutzte die Gelegenheit, um die Abhängigkeit Europas von russischem Gas zu kritisieren. Er betonte, dass die Sicherheit Europas gefährdet sei, solange die Energieversorgung von Russland abhängig bleibe. Tsahkna forderte ein Ende der Energieimporte aus Russland, um die europäische Sicherheit zu stärken.
In Italien steht die Entscheidung über die Auslieferung des 49-jährigen Serhij K. nach Deutschland bevor. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, an der Sprengung der Pipelines beteiligt gewesen zu sein. Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe und behauptet, zum Zeitpunkt der Anschläge in der Ukraine gewesen zu sein. Die italienische Justiz wird in der kommenden Woche über seine Auslieferung entscheiden.
Die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 hat die geopolitischen Spannungen in Europa weiter verschärft. Die Ermittlungen der deutschen Behörden haben ergeben, dass eine Gruppe von Personen Sprengsätze an den Pipelines nahe der Ostseeinsel Bornholm platziert hat. Die Festnahme von Serhij K. könnte neue Erkenntnisse über die Hintergründe der Sabotage liefern und die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine auf die Probe stellen.

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