BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die steuerliche Absetzbarkeit von Fahrzeugkosten hängt stark von der Nutzung des Fahrzeugs ab. Während beruflich genutzte Fahrzeuge zahlreiche steuerliche Vorteile bieten, sind die Möglichkeiten bei privater Nutzung stark eingeschränkt. Unternehmer und Selbstständige profitieren von klaren Abschreibungsregeln und der Möglichkeit, ein Fahrtenbuch zu führen, um die Kosten genau nachzuweisen.

Die steuerliche Behandlung von Fahrzeugkosten ist ein komplexes Thema, das stark von der Nutzung des Fahrzeugs abhängt. Wird ein Fahrzeug überwiegend beruflich genutzt, können diverse Kostenarten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Dazu zählen unter anderem die Abschreibung, die Kfz-Haftpflichtversicherung und die laufenden Betriebskosten. Bei rein privater Nutzung sind die Möglichkeiten zur steuerlichen Absetzung hingegen stark eingeschränkt. Eine Ausnahme bildet die Kfz-Haftpflichtversicherung, die auch von Privatpersonen als Sonderausgabe abgesetzt werden kann.
Für Unternehmer und Selbstständige, die ein Fahrzeug dem Betriebsvermögen zuordnen, gelten klare Abschreibungsregeln. Die gesetzliche Nutzungsdauer beträgt in der Regel acht Jahre, unabhängig davon, ob es sich um einen Neuwagen oder ein jüngeres Gebrauchtfahrzeug handelt. Für Lkw und Busse wird eine kürzere Nutzungsdauer von fünf Jahren angesetzt. Wichtig ist hierbei, dass die steuerlich anerkannte Grenze für betriebliche Fahrzeuge bei 40.000 Euro liegt. Kosten, die darüber hinausgehen, gelten als unangemessen und sind steuerlich nicht abzugsfähig.
Wer ein privates Fahrzeug gelegentlich beruflich nutzt, hat die Möglichkeit, entweder die tatsächlichen Kosten anteilig abzusetzen oder auf das sogenannte Kilometergeld zurückzugreifen. Letzteres ist einfacher in der Handhabung, da pro beruflich gefahrenem Kilometer ein Pauschalbetrag angesetzt werden kann. Ein Fahrtenbuch ist in diesem Fall nicht notwendig, jedoch auch nicht erlaubt, um höhere Kosten geltend zu machen. Für Selbstständige und Unternehmer, die das Fahrzeug sowohl privat als auch geschäftlich nutzen, ist das Fahrtenbuch hingegen oft unverzichtbar, da es den exakten Nachweis über den beruflichen Nutzungsanteil ermöglicht.
Arbeitnehmer können Fahrtkosten zur Arbeitsstätte mit der sogenannten Entfernungspauschale absetzen. Diese beträgt 0,30 Euro pro einfachen Kilometer zwischen Wohnort und Arbeitsplatz, unabhängig vom tatsächlichen Verkehrsmittel. Die Pauschale gilt für bis zu 4.500 Euro jährlich. Wer höhere tatsächliche Kosten nachweisen kann, darf auch darüber hinausgehen, muss dies aber entsprechend belegen. Die Pauschale deckt mehrere Ausgaben ab, darunter Kraftstoff, Reparaturen und sogar die anteilige Kfz-Steuer.

- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!
- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
Stellenangebote

Marketing Tech & Content Automation Experte (w/m/d) mit Fokus auf KI-Tools & MarTech-Systeme

Duales Studium (DHBW) - Data Science und künstliche Intelligenz (m/w/d) 2026

IT Application Specialist (m/w/d) – ERP & KI-gestützte Prozessintegration

Projektmanager Frontend & KI-Lösungen (m/w/d)

- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Steuerliche Behandlung von Fahrzeugkosten: Ein umfassender Leitfaden" für unsere Leser?
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Steuerliche Behandlung von Fahrzeugkosten: Ein umfassender Leitfaden" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Steuerliche Behandlung von Fahrzeugkosten: Ein umfassender Leitfaden« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!