PEKING / LONDON (IT BOLTWISE) – Die chinesische Halbleiterfirma Cambricon verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatzsprung von 4.300%. Diese Entwicklung unterstreicht Chinas Bestrebungen, unabhängiger von US-amerikanischen Technologien zu werden, insbesondere angesichts der Exportbeschränkungen, die NVIDIA betreffen.

Die chinesische Halbleiterfirma Cambricon hat im ersten Halbjahr dieses Jahres einen beeindruckenden Umsatzanstieg von 4.300% verzeichnet, was die wachsende Konkurrenz für NVIDIA in China verdeutlicht. Diese Entwicklung ist Teil eines größeren Trends, bei dem China versucht, seine Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu verringern und lokale Alternativen zu fördern. Die geopolitischen Spannungen und die Exportbeschränkungen der USA haben NVIDIA daran gehindert, seine H20-Chips nach China zu verkaufen, was eine Marktlücke für lokale Wettbewerber wie Cambricon geschaffen hat.
Cambricon, das von zwei als „Genie-Brüder“ bekannten Gründern ins Leben gerufen wurde, hat seinen Hauptsitz in Peking und ist teilweise in Staatsbesitz. Trotz des enormen Wachstums bleibt der Umsatz von Cambricon mit 2,88 Milliarden Yuan (etwa 402,7 Millionen US-Dollar) im Vergleich zu NVIDIAs 46,7 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal relativ gering. Dennoch zeigt der Erfolg von Cambricon, dass chinesische Unternehmen wie Huawei und SMIC schnell aufholen, sowohl in Bezug auf Produktqualität als auch Produktionskapazität.
Die USA haben in diesem Jahr strengere Exportkontrollen gegen China verhängt, die den Verkauf von H20-Chips, die weniger leistungsfähig als NVIDIAs KI-Chips sind, zeitweise verboten haben. Diese Beschränkungen wurden im Juli aufgehoben, was jedoch den chinesischen Unternehmen Zeit gab, in Innovationen zu investieren. Experten warnen, dass das Verbot solcher Chips den chinesischen Markt in die Hände lokaler Akteure wie Huawei und Cambricon treiben könnte, was die Dominanz der USA im Bereich der Künstlichen Intelligenz gefährden könnte.
Die Nachfrage nach NVIDIAs H20-Chips bleibt trotz der regulatorischen Hürden bestehen. NVIDIA hat in seinem zweiten Quartal keine H20-Verkäufe an chinesische Kunden gemeldet, erwartet jedoch, dass sich die geopolitischen Probleme in naher Zukunft lösen könnten, was zu einem Umsatz von 2 bis 5 Milliarden US-Dollar führen könnte. Die Einführung des leistungsstarken Blackwell-Chips in China könnte NVIDIAs Position stärken, sofern die US-Regierung zustimmt. Diese Entwicklungen zeigen, dass der Wettbewerb im Chipmarkt weiter zunimmt und die Innovationskraft der chinesischen Industrie wächst.


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