NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Immobilienmarkt in den USA zeigt Anzeichen einer Abkühlung, da die Preise trotz hoher Nachfrage sinken. Experten warnen vor einer möglichen Stagnation, während die Inflation die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigt.

Der Immobilienmarkt in den USA steht vor einer bedeutenden Herausforderung, da die Preise trotz einer anhaltend hohen Nachfrage sinken. Dies ist eine bemerkenswerte Entwicklung, da der Markt in den letzten Jahren als Motor für Wohlstand galt. Die hohen Immobilienpreise und steigenden Hypothekenzinsen haben jedoch die Erschwinglichkeit für viele Amerikaner beeinträchtigt und die Fähigkeit des Marktes, Wohlstand zu schaffen, ins Stocken gebracht.
Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist, dass die Immobilienpreise zwar weiterhin auf einem hohen Niveau verharren, jedoch hinter der Inflationsrate zurückbleiben. Dies ist das erste Mal seit Jahren, dass die Immobilienpreise nicht mit der allgemeinen Inflation Schritt halten können. Laut Nicholas Godec von S&P Dow Jones Indices ist dies ein historisch bedeutsamer Wendepunkt, da während des pandemiebedingten Booms die Immobilienwerte zweistellige jährliche Wachstumsraten verzeichneten, die die Inflation bei weitem übertrafen.
Die neuesten Daten des S&P Cotality Case-Shiller-Index zeigen, dass der 20-Städte-Index im Juni um 0,3 % im Vergleich zum Vormonat gefallen ist, was den vierten monatlichen Rückgang in Folge markiert. Auf Jahresbasis stieg der 20-Städte-Index um 2,1 %, was jedoch einen Rückgang gegenüber dem Anstieg von 2,8 % im Vormonat darstellt. Gleichzeitig stieg der Verbraucherpreisindex im Juni um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Umkehrung ist von historischer Bedeutung, da sie eine Erosion des realen Vermögens der amerikanischen Hausbesitzer widerspiegelt.
Die schwachen Preise deuten darauf hin, dass die zugrunde liegende Nachfrage nach Wohnraum gedämpft bleibt, obwohl der Frühling und Sommer traditionell die Hochsaison für den Hauskauf sind. In diesem Jahr war die Verkaufssaison jedoch ein Flop. Während die Verkäufe bestehender Häuser kürzlich leicht gestiegen sind, bleiben sie dennoch gedämpft und die Preise stagnieren. Auch der Verkauf neuer Häuser geht zurück, wobei die Preise sinken.
Analysten von EY-Parthenon sind noch pessimistischer und prognostizieren, dass die Immobilienpreise bis zum Jahresende aufgrund der niedrigen Nachfrage und steigender Bestände negativ werden könnten. Die Anzahl der Hausangebote ist im Vergleich zum Vorjahr um 25 % gestiegen, und die Bestände sind seit 21 Monaten in Folge gestiegen. Bauunternehmen sind ebenfalls vorsichtig, da die Nachfrage unter Druck steht und die Baukosten weiterhin hoch sind.
Insgesamt deutet die aktuelle Entwicklung darauf hin, dass der Immobilienmarkt in eine Phase der Stagnation eintreten könnte, da das Einkommenswachstum verlangsamt und die hohen Kreditkosten die Nachfrage weiterhin einschränken. Während vorgeschlagene Änderungen im regulatorischen Umfeld das Vertrauen der Bauherren verbessern könnten, werden die hohen Baukosten aufgrund höherer Zölle und umfangreicher Bestände die Bauaktivitäten weiterhin einschränken.

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