LONDON (IT BOLTWISE) – Im ADAC-Test sind nach Angaben des Automobilclubs fast die Hälfte der untersuchten Winterreifen durchgefallen. Getestet wurden 32 Modelle in zwei Dimensionen, darunter 185/65 R15 für Kleinwagen und 225/50 R17 für die Mittelklasse. Die Kandidaten mussten sich dabei Fahr- und Bremsprüfungen auf trockener und nasser Strecke sowie auf schnee- und eisbedeckter Fahrbahn stellen. Besonders auffällig sind die Sicherheitslücken: Bei mehreren Reifen stuften die Tester mindestens eine Kategorie als sicherheitsrelevant ein.

Der ADAC ordnet Winterreifen in einer Situation ein, in der es nicht um Fahrkomfort im Sommer geht, sondern um reproduzierbare Brems- und Traktionseigenschaften bei wechselnden Untergründen. In dem Test, der sich auf insgesamt 32 Reifenmodelle in zwei verschiedenen Größen konzentrierte, kam es zu einem klaren Ergebnis: Fast die Hälfte fiel durch. Damit rückt weniger die Frage „Wer verkauft am meisten?“ in den Vordergrund, sondern die technische Umsetzung entlang der jeweiligen Kälte- und Nässeanforderungen – also genau dort, wo viele Autofahrer im Alltag nur selten systematisch prüfen, ob ein Reifen wirklich zu ihrem Einsatzprofil passt.
Die Prüfungen liefen laut Testaufstellung in zwei Dimensionen ab: 185/65 R15 für Kleinwagen sowie 225/50 R17 für Fahrzeuge aus dem Segment der Mittelklasse. Diese Aufteilung ist mehr als eine organisatorische Maßnahme, denn Reifen in unterschiedlichen Breiten- und Flankenprofilen reagieren typischerweise auch anders auf Wasserfilm, auf Profilblock-Temperierung und auf den Aufbau des Kontaktpatches. Entsprechend bewertete der ADAC nicht nur das Fahrverhalten, sondern auch Bremsleistungen auf trockener sowie nasser Fahrbahn und zusätzlich auf schnee- und eisbedeckten Strecken. Ergänzend flossen Umweltaspekte ein, etwa die erwartbare Laufleistung, der Reifenabrieb und die Effizienz – Faktoren, die im technischen Sinn mit Materialhärte, Verschleißmechanismen und dem Zusammenspiel aus Karkasse und Lauffläche zusammenhängen.
Bei den 16 Modellen für Kleinwagen zeigte der Test ein besonders heterogenes Bild. Von den Kandidaten lagen die Preise rund um 46 bis 80 Euro pro Stück; nur zwei Modelle erhielten ein „gut“. Mehr als die Hälfte empfahl der ADAC dagegen ausdrücklich nicht. Sechs Reifen wurden als „ausreichend“ eingestuft, drei davon – darunter auch das günstigste Modell – erhielten die Note „mangelhaft“. Entscheidend ist dabei nicht nur die Endnote, sondern das Muster, das sich aus den Kategorien ergibt: Der ADAC vermittelt den Eindruck, dass bei kleineren Dimensionen nicht die höchste Priorität in der Entwicklung für die Fahrsicherheit gesetzt wird. Sichtbar wird das unter anderem daran, dass gut ein Drittel der Reifen bei milderen Temperaturen Schwächen auf trockener Fahrbahn zeigte – ein Detail, das in der Praxis relevant ist, wenn Winterreifen über Monate auch auf „nicht ganz winterlichen“ Tagen unterwegs sind.
Für die technische Einordnung lohnt sich außerdem der Blick darauf, wie „Fahrsicherheit“ in solchen Tests operationalisiert wird. Während Fahrerinnen und Fahrer Trockenfahrten oft als unkritisch wahrnehmen, wirken sich Temperaturfenster und Gummimischung auf das Reibwertniveau aus. Auch Blocksteifigkeit, Profilgestaltung und die Art, wie Wasser aus dem Kontaktbereich verdrängt wird, spielen bei Nässe eine andere Rolle als auf Schnee. Genau deshalb kann ein Reifen in einer Disziplin überzeugen und in einer anderen deutlich fallen. Dass der ADAC bei „mangelhaft“-Reifen explizit auf fehlende Ausgewogenheit verweist, unterstreicht diesen Punkt: Wenn in mindestens einer Fahrkategorie die Leistungen so schlecht ausfallen, dass sie als sicherheitsrelevant einzustufen sind, ist das aus System-Sicht nicht mehr „ein kleines Problem“, sondern ein Reifegradfehler im Gesamtkonzept.
Bei der Kleinwagen-Gruppe setzte sich der „Continental WinterContact TS 870“ als Testsieger durch, für rund 80 Euro. Laut Bewertung überzeugte er rundum, ließ sich präzise auf trockenem Untergrund fahren, zeigte auf Nässe „hohe Reserven“ und machte auch auf Schnee „eine gute Figur“. Der zweitplatzierte „Michelin Alpin 7“ erhielt ebenfalls ein „gut“ und kostete ebenfalls etwa 80 Euro. Im direkten Vergleich lag er allerdings in allen Disziplinen jeweils etwas hinter dem Conti. Diese Rangfolge ist für die Kaufentscheidung deshalb interessant, weil sie zeigt, dass „gut“ nicht automatisch bedeutet, „nahezu gleichwertig“: Zwei Reifen können beide empfehlenswert sein, aber die feinere Abstufung hängt von den Messgrößen in jeder Kategorie ab.
Noch deutlicher wird der Spannungsbogen bei den 16 Modellen der größeren Dimension 225/50 R17. Hier reichten die Preise von 61 bis 165 Euro, und die Verteilung der Noten blieb ebenfalls problematisch: Vier Reifen schafften „gut“, sechs „befriedigend“. Sechs Modelle fielen als „mangelhaft“ durch – und das wieder mit demselben Kernpunkt der mangelnden Ausgewogenheit. Der ADAC formuliert das so, dass die Leistungen in mindestens einer Fahrkategorie so schlecht seien, dass sie als sicherheitsrelevant einzustufen wären. Unter den „mangelhaft“-Fällen lagen die Preise bei 61 bis 116 Euro, was indirekt zeigt, dass der Preis allein die Sicherheitsqualität nicht ausreichend vorhersagt. An der Spitze der größeren Klasse stand der „Pirelli Cinturato Winter 3“ für 149 Euro. Besonders auf nasser Straße ermittelten die Tester eine starke Performance, die nicht weit von der Bestnote „sehr gut“ entfernt gewesen sei. Knapp dahinter folgte der „Continental WinterContact TS 870“ für 150 Euro, außerdem erhielten „gut“ der „Goodyear UltraGrip Performance 3“ (148 Euro) sowie der „Michelin Alpin 7“ (165 Euro).
Für Technik-affine Autofahrer und Flottenverantwortliche lässt sich aus dem Test vor allem eine praktische Konsequenz ableiten: Die Auswahl sollte nicht nur nach Budget oder nach einer einzelnen Disziplin erfolgen, weil die ADAC-Bewertung gerade bei den Durchgefallenen eine strukturelle Schwäche in mindestens einer Kategorie herausarbeitet. Das gilt insbesondere für die Realität moderner Winter: Viele Fahrten laufen im Wechsel aus Nässe, überfrierender Restfeuchte und „zu warmen“ Phasen, in denen Winterreifen dennoch ihr Reibwertniveau halten müssen. Wenn ein Reifen in milderen Temperaturen auf trockener Fahrbahn sichtbar nachlässt oder auf Nässe Reserven nicht bringt, steigt das Risiko, dass das Fahrzeugverhalten in kritischen Momenten nicht der Erwartung entspricht. Zugleich zeigt der Test, dass gute Modelle verfügbar sind – entscheidend ist nur, dass man sie gezielt anhand belastbarer Ergebnisse auswählt und nicht anhand von Etiketten.
Auch wirtschaftlich steckt in dem Ergebnis eine Botschaft: Winterreifen sind inzwischen länger Teil der Fahrzeug-Planung als früher, weil Laufleistung und Abrieb nicht nur Umweltaspekte sind, sondern auch die Gesamtkosten pro Kilometer beeinflussen. Der ADAC hat in seiner Bewertung daher nicht nur Fahr- und Bremsleistung betrachtet, sondern auch Umweltfaktoren wie erwartbare Laufleistung, Abrieb und Effizienz. Für Hersteller heißt das: Gute Kaltperformance allein reicht nicht. Für Käufer heißt das: Der „beste“ Reifen ist der, der über die relevanten Untergründe hinweg konsistent abschneidet. Gerade weil fast die Hälfte der geprüften Modelle in diesem Test durchfiel, lohnt sich für die nächste Saison eine methodische Auswahl – statt sich auf eine einzelne Eigenschaft oder eine Preisgrenze zu verlassen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "ADAC-Test zeigt: Viele Winterreifen schneiden schwach ab – woran es liegt" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "ADAC-Test zeigt: Viele Winterreifen schneiden schwach ab – woran es liegt" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »ADAC-Test zeigt: Viele Winterreifen schneiden schwach ab – woran es liegt« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!