BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Millionen Deutsche stehen vor einer möglichen Zugangssperre zu ihren Banking-Apps, da Banken wie die ING den Support für ältere iOS- und Android-Versionen einstellen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Sicherheitsrisiken zu minimieren und die Kunden vor Cyberkriminalität zu schützen. Nutzer müssen ihre Geräte aktualisieren, um den Zugang zu ihren Konten nicht zu verlieren.

In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der mobile Apps eine zentrale Rolle im Alltag spielen, verschärfen Banken ihre Sicherheitsanforderungen. Banken wie die ING haben angekündigt, den Support für ältere Versionen von iOS und Android einzustellen. Diese Entscheidung betrifft Millionen von Nutzern, die nun gezwungen sind, ihre Geräte zu aktualisieren, um weiterhin Zugang zu ihren Banking-Apps zu haben. Der Schritt ist Teil einer breiteren Strategie, um Sicherheitsrisiken zu minimieren und Kunden vor Cyberkriminalität zu schützen.
Die Bedrohung durch veraltete Betriebssysteme ist erheblich. Schätzungen zufolge sind weltweit etwa eine Milliarde Android-Geräte im Umlauf, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Diese Geräte stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da sie anfällig für Angriffe durch Cyberkriminelle sind. Eine manipulierte Webseite kann ausreichen, um Schadsoftware zu installieren und sensible Banking-Daten auszuspähen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt seit langem vor den Gefahren veralteter Systeme.
Die Entscheidung der Banken, den Support für alte Systeme einzustellen, ist auch eine Reaktion auf die Vorgaben der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2), die hohe Sicherheitsstandards vorschreibt. Auf veralteten Systemen lassen sich diese Standards nicht mehr garantieren. Nutzer, die ihre Geräte nicht aktualisieren, riskieren nicht nur den Verlust des App-Zugangs, sondern auch rechtliche Konsequenzen. Rechtsexperten warnen, dass die Nutzung eines unsicheren Smartphones im Schadensfall als grob fahrlässig gewertet werden könnte.
Für Nutzer älterer Smartphones ist es daher entscheidend, ihre Betriebssystemversion zu überprüfen und gegebenenfalls ein Update durchzuführen. Sollte das Gerät keine Updates mehr erhalten, bleibt oft nur der Wechsel zu einem neueren Modell. Bis dahin sollten Nutzer größte Vorsicht walten lassen, Apps nur aus offiziellen Stores laden und verdächtige Links meiden. Als Alternative bietet sich das Online-Banking über einen gesicherten Computer an, auch wenn dies mit Komforteinbußen verbunden ist.
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