LONDON (IT BOLTWISE) – Große Banken geraten beim Datenschutz unter Druck: Eine Prüfung zeigt, dass 80% der Bank-Webseiten fehlerhafte Consent-Banner einsetzen und externe Dienste oft schon vor der Einwilligung laden. Gleichzeitig steigt die Bedrohung durch KI-gestütztes Phishing deutlich an – mit neuen Wellen gegen bekannte Institute. Auf der regulatorischen Seite treiben Datenschutzbehörden Reformen, während Banken sich bereits auf DORA und zusätzliche Leitlinien zur generativen KI vorbereiten. Der Text ordnet ein, was diese Kombination für Security-, Compliance- und IT-Teams jetzt praktisch bedeutet.

Datenschutz und IT-Sicherheit treffen in der Finanzbranche gerade aufeinander wie selten: In einer Auswertung zu den 25 größten Geldhäusern zeigt sich ein erstaunlich breites Muster an Schwächen. Vier von fünf Instituten weisen demnach kritische Fehler beim digitalen Datenschutz auf – von fehlerhaften Einwilligungsmechanismen bis hin zu unerlaubtem Tracking. Besonders auffällig ist, dass 80% der geprüften Bank-Webseiten auf fehlerhafte Consent-Banner setzen und 76% ohne Zustimmung nicht notwendige Cookies speichern. Ebenso kritisch: 80% laden externe Dienste, noch bevor Nutzer überhaupt ihre Einwilligung erteilen konnten.
Technisch betrachtet ist das weniger ein „Formfehler“ als eine Architekturfrage. Consent-Banner wirken zwar wie Frontend-UI-Elemente, aber die eigentliche Entscheidung fällt in der Pipeline zwischen Seitenaufruf, Tag-Ausführung und CDN/Script-Loadern: Wenn Skripte von Drittanbietern bereits beim ersten Rendern geladen werden, kann selbst ein korrekt gestaltetes Banner rechtlich und technisch zu spät sein. Ebenso problematisch sind Cookie-Setups, die vor der Zustimmung auf „strictly necessary“ umstellen müssten, aber stattdessen Marketing- oder Analyse-Cookies aktivieren. Dazu kommen lückenhafte Datenschutzerklärungen, die nur 5 Institute zur Bestnote „A“ brachten.
Der Markt verschiebt sich parallel: Angreifer professionalisieren ihre Kampagnen, und KI beschleunigt den Prozess. Laut den im Text genannten Warnungen erreichen KI-gestützte Phishing-Kampagnen inzwischen eine Klickrate von 54%, während bei herkömmlichen Angriffen nur 12% berichtet werden. Das ist ein wichtiger Unterschied für Security-Teams, weil daraus eine neue Priorisierung folgt: Nicht nur Erkennung im Mail-Filter, sondern auch Prozesshärtung in Nutzerwegen (Sicherheitskommunikation, Replay-Schutz, Betrugsresilienz bei TAN-Flow). Zudem wird in den Berichten auf mehrere Phishing-Wellen verwiesen, die unter Zeitdruck stehende App-Registrierungen simulieren und über gefälschte Portale Zugangsdaten und TANs abgreifen.
Auch bei Drittanbietern zeigt sich das Risiko als Verstärker. Erst am 10. Juli 2026 wurden Daten von einem Dienstleister des Discounters Lidl genannt – unter anderem Kundennamen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Genau solche Datensätze sind ein „Fuel“ für personalisierte Smishing-Attacken, weil sie die Ansprache plausibel machen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Empfänger die gefälschten Links anklicken. Daneben kritisieren Branchenberichte die Dominanz von Google-Diensten bei eingebundenen externen Tools. Das ist als Vergleich zu verstehen: Wer stark in Richtung globaler Werbe- und Analyse-Ökosysteme ausrollt, erhöht die Komplexität bei Einwilligung, Datenflüssen und Nachweispflichten, insbesondere wenn Consent erst später greift.
Einordnung braucht zudem den historischen Kontext. In den frühen Jahren von GDPR-Umsetzungen waren Consent-Banner oft zu statisch: Cookie-Kategorien wurden „im Nachgang“ dokumentiert, während Skripte technisch schon liefen. Später kamen Consent-Management-Plattformen (CMPs) stärker in den Fokus, doch auch hier entstanden Lücken – etwa durch unvollständige Einwilligungszustände, fehlerhafte Dependenzen in Tag-Loadern oder durch unklare Rollen bei Verantwortlichkeit für Tracking-Setups. Die aktuelle Prüfung zeigt, dass diese Muster im Bankenumfeld weiterhin existieren: 72% der Banken führen unvollständige Datenschutzerklärungen und nur fünf Institute erreichen die Bestnote. Das deutet weniger auf fehlendes Bewusstsein, sondern auf Umsetzungs- und Governance-Probleme hin.
Regulatorisch kommt der Druck zusätzlich: Die Datenschutzbehörden drängen auf Modernisierung, und im Text werden „Stuttgarter Impulse“ mit zehn Vorschlägen genannt, die auf mehr Rechtssicherheit durch bessere Koordination und ein zentrales Digitalportal zielen. Parallel schiebt der Bundesrat eine Reform des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) an; Ziel sei unter anderem die Institutionalisierung der Konferenz unabhängiger Datenschutzbehörden und die Umsetzung eines „One-Stop-Shop“-Prinzips. Für Unternehmen ist das relevant, weil sich damit Zuständigkeiten und Verfahren verändern können. In der Praxis bedeutet das: Datenschutz-Funktionen müssen ihre Nachweisketten (Policies, DPIAs, technische Logs) so gestalten, dass sie in künftigen Koordinationsmodellen belastbar bleiben.
Gleichzeitig adressiert der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) Leitlinien zu Anonymisierung und Web Scraping im Bereich generativer KI; die öffentliche Konsultation läuft bis zum 30. Oktober 2026. Das verbindet zwei Themen, die in der Finanzbranche bisher oft getrennt betrachtet wurden: KI-Entwicklung und Datenverarbeitung jenseits klassischer Web-Analytics. Wenn Web Scraping für Trainings-, Retrieval- oder Quality-Zwecke genutzt wird, entsteht eine zusätzliche Angriffsfläche: technische Erlaubnis, rechtliche Grundlage und Ergebnisqualität müssen zusammenpassen. In Kombination mit der im Text genannten Bedrohungslage ergibt sich ein klarer Handlungsdruck für Security & Compliance: weniger „Sandboxing“ ohne echte Nachweismöglichkeiten, mehr Ende-zu-Ende-Kontrollfähigkeit über Datenherkunft, Prozesse und Zugriff.
Für die nächste Phase sind zwei Regellandschaften entscheidend: DORA und die laufenden Anpassungen bei Identitäts- und Zahlungsprozessen. Laut Bericht bereiten sich Finanzinstitute auf die vollständige Umsetzung des Digital Operational Resilience Act (DORA) vor; ein Seminar am 11. September 2026 soll Schwierigkeiten bei IKT-Risikomanagement-Frameworks adressieren. Parallel stellt die Sparkasse ihre „S-ID-Check“-App zum Jahresende 2026 ein und integriert Zahlungsfreigaben ab Ende Januar 2027 in „S-pushTAN“, wobei Neuanmeldungen ab Mitte Januar 2026 nicht mehr möglich sind. Historisch betrachtet sind solche Migrationen klassische Trigger für Fehlkonfigurationen; daher ist die zukünftige Implikation eindeutig: Banken sollten DORA-Resilienztests, Consent-/Tracking-Audits und die Absicherung der Authentifizierungswege enger verzahnen, statt sie als getrennte Projekte zu behandeln.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bankensicherheit unter Druck: 80% der Websites mit Datenschutzfehlern" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bankensicherheit unter Druck: 80% der Websites mit Datenschutzfehlern" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bankensicherheit unter Druck: 80% der Websites mit Datenschutzfehlern« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!