LONDON (IT BOLTWISE) – Cyberangriffe haben eine neue Geschwindigkeit erreicht, da Angreifer nun in der Lage sind, Daten in nur 72 Minuten zu stehlen. Diese Entwicklung ist viermal schneller als im Vorjahr und wird durch den verstärkten Einsatz von KI und Schwachstellen in Identitätsmanagern begünstigt.

Die Geschwindigkeit, mit der Cyberangriffe heute ablaufen, hat sich dramatisch erhöht. Ein aktueller Bericht zeigt, dass Angreifer nur noch 72 Minuten benötigen, um von einem Einbruch bis zum Datendiebstahl zu gelangen. Dies ist viermal schneller als noch vor einem Jahr. Diese alarmierende Entwicklung wird durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Schwachstellen in Identitätsmanagementsystemen begünstigt. Unternehmen weltweit stehen vor der Herausforderung, sich gegen diese neuen Bedrohungen zu wappnen.
Der Global Incident Response Report 2026 hebt hervor, dass Angreifer zunehmend KI nutzen, um Schwachstellen in Identitätsnachweisen auszunutzen und gleichzeitig mehrere Angriffsvektoren wie Cloud, Netzwerke und SaaS-Anwendungen ins Visier zu nehmen. Diese Strategie verkürzt das Zeitfenster für Verteidigungsmaßnahmen erheblich. In fast 90 Prozent der untersuchten Angriffe spielten Schwachstellen bei der Identitätsprüfung eine entscheidende Rolle, was die Dringlichkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht.
Besonders im Fokus der Angreifer stehen Webbrowser und Lieferketten. Fast die Hälfte aller Vorfälle involvierte browserbasierte Aktivitäten, wobei Angreifer die alltäglichen Arbeitsabläufe der Mitarbeiter ausnutzten. Drittanbieter-Apps stellen ein weiteres wachsendes Risiko dar, da sie in 23 Prozent der Fälle als Einfallstor genutzt wurden. Diese Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Gefahr durch Schwachstellen in der digitalen Lieferkette.
Die jüngsten Vorfälle, wie der Ransomware-Angriff auf den US-Zahlungsdienstleister BridgePay Network Solutions und der massive Datendiebstahl beim niederländischen Telekom-Anbieter Odido, zeigen die reale Bedrohungslage. Diese Angriffe sind Teil eines Trends, bei dem allein am 16. Februar 2026 39 neue Ransomware-Opfer gemeldet wurden. Die Angreifer setzen dabei auf neue Technologien wie KI-generierte Deepfakes, um ihre Ziele zu erreichen.
Um sich gegen diese Bedrohungen zu schützen, empfehlen Sicherheitsexperten grundlegende Maßnahmen wie robuste Multi-Faktor-Authentifizierung, schnelles Patch-Management und umfassende Netzwerküberwachung. Angesichts der zunehmenden Nutzung von KI durch Angreifer wird auch die Integration KI-gestützter Verteidigungswerkzeuge als unerlässlich angesehen, um anomale Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und zu neutralisieren.
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