MANHATTAN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Entlassungen am National Bio and Agro-Defense Facility (NBAF) werfen Fragen zur Zukunft der Forschungssicherheit in den USA auf. Mindestens 28 Mitarbeiter wurden im Zuge von Einsparungen der Trump-Administration entlassen, was die Einsatzbereitschaft des Labors erheblich beeinträchtigen könnte.

Die Entlassungen am National Bio and Agro-Defense Facility (NBAF) in Manhattan, Kansas, haben in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Besorgnis ausgelöst. Mindestens 28 Mitarbeiter, darunter auch der Direktor für Sicherheit, Gesundheit und Umweltmanagement, wurden entlassen. Diese Maßnahmen sind Teil umfassender Kürzungen der Trump-Administration, die Tausende von Bundesangestellten betreffen.
Das NBAF, ein Biosicherheitslabor der Stufe 4, ist das einzige seiner Art in den USA, das sich mit gefährlichen Tierkrankheiten befasst, die auch auf Menschen übertragbar sind. Die Entlassungen betreffen vor allem Mitarbeiter, die in den letzten zwei Jahren eingestellt oder kürzlich befördert wurden, was auf eine mögliche Probezeit hindeutet. Unter den Entlassenen befinden sich Sekretäre, Mikrobiologen und Personal für die Wartung von Glaswaren und Wäscherei in den Sicherheitsbereichen.
Die Entlassungen könnten die Einsatzbereitschaft des Labors um ein Jahr zurückwerfen, so ein anonymer Insider. Dies ist besonders besorgniserregend, da das NBAF derzeit die Arbeiten vom Plum Island Animal Disease Center in New York übernimmt. Die Fertigstellung des NBAF erfolgte im Mai 2022, und die Inbetriebnahme wurde im Dezember 2022 abgeschlossen.
Die Trump-Administration, unter der Leitung des neu ernannten Landwirtschaftsministers Brooke Rollins, argumentiert, dass die Entlassungen notwendig seien, um Positionen zu eliminieren, die nicht mehr benötigt werden. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der das Labor noch auf die Registrierung für den Umgang mit den gefährlichsten Krankheitserregern wartet.
Die Entlassungen wurden per E-Mail durchgeführt, was bei den Betroffenen und in der Öffentlichkeit für Empörung sorgte. Kritiker befürchten, dass die Kürzungen die Fähigkeit des Labors, auf potenzielle Krankheitsausbrüche zu reagieren, erheblich beeinträchtigen könnten. Die Kommunikation des NBAF zu diesen Maßnahmen war bisher spärlich, und es wird erwartet, dass weitere Entlassungen folgen könnten.
Die Auswirkungen dieser Entlassungen auf die Forschungssicherheit und die Fähigkeit der USA, auf zoonotische Krankheitsausbrüche zu reagieren, sind noch unklar. Experten warnen jedoch davor, dass die Reduzierung des Personals in einem so kritischen Bereich langfristige Folgen für die öffentliche Gesundheit haben könnte.
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