LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Modenas erste mRNA-Grippeimpfung mFLUSIVA zugelassen und damit eine neue Route für saisonale Impfstoffe eröffnet. Die Genehmigung umfasst zunächst Menschen im Alter von 50 bis 64 Jahren, während die FDA für Ältere ab 65 Jahren eine beschleunigte Zulassung erteilt. In der entscheidenden Studie lag die relative Wirksamkeit nach sechs Monaten bei rund 27 Prozent, allerdings mit höheren Nebenwirkungsraten als bei einem herkömmlichen Vergleichsprodukt. Moderna will die Impfung für die Atemwegsvirus-Saison 2026-27 bereit haben.

Die Zulassung von mFLUSIVA ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie eine Grippeimpfung auf Basis von mRNA-Technologie in den klinischen Alltag der USA verschiebt. Die FDA hat das Präparat am Mittwoch genehmigt und schafft damit die Grundlage, um künftig schneller auf neu auftretende Influenza-Varianten reagieren zu können. Während klassische Impfstoffprogramme saisonale Stämme oft über Monate vorbereiten, zielt mRNA im Kern auf eine flexiblere Herstellung ab: Die Technologie liefert dem Immunsystem eine Bauanleitung, sodass es einen viralen Bestandteil produziert und darauf anschließend eine Immunantwort aufbaut.
Für den Markt bedeutet das zunächst eine klare Zielgruppe, weil die Behörde die Zulassung nach Alterskohorten gestaffelt hat. Für Menschen im Alter von 50 bis 64 Jahren gilt die Genehmigung in vollem Umfang; Erwachsene ab 65 Jahren erhalten eine beschleunigte Zulassung, die breitere Anwendung ermöglicht und später in eine vollständige Bewertung übergehen kann, sobald Ergebnisse einer Folgestudie als ausreichend akzeptiert werden. Moderna spricht davon, die Dosis für die Saison 2026-27 der Atemwegsviren bereitzustellen. Damit trifft der Zeitplan auf einen wiederholt hohen Bedarf: Laut Centers for Disease Control and Prevention sterben weltweit mehr als 300.000 Menschen pro Jahr an Grippe, die Saison 2024-25 habe in den USA besonders hart zugeschlagen.
Technisch setzt die mRNA-Idee auf die gleiche Grundlogik wie bei den COVID-Impfstoffen: Das Impfstoffmaterial „unterrichtet“ den Körper, einen Teil des Virus zu produzieren. Diese Proteindarstellung löst dann die Immunreaktion aus, ohne dass das komplette Virus verabreicht wird. Im Unterschied zu vielen traditionellen Impfstoffen, die über lange Prozessketten erstellt werden und teils auf das Wachsen des Virus in befruchteten Eiern angewiesen sind, soll die moderne Plattform den Herstellerpfad verkürzen. In der Argumentation des Unternehmens liegt außerdem ein strategischer Hebel: Statt einen einzelnen Influenza-Stamm für eine ganze Hemisphäre zu priorisieren, könnte ein schnelleres Update den Nationen erlauben, jeweils die „beste Option“ auszuwählen.
Die klinische Bewertung zeigt jedoch zugleich das klassische Spannungsfeld zwischen Wirksamkeit und Nebenwirkungsprofil. Moderna hatte rund 41.000 Teilnehmende im Alter von 50 bis 64 Jahren in eine große Studie eingeschlossen; etwa 21.000 erhielten mFLUSIVA und ungefähr ebenso viele ein Vergleichs- bzw. Kontrollprodukt nach älterer Technologie. Nach sechs Monaten erkrankten 411 der Moderna-Empfänger an Influenza, während es bei der Vergleichsgruppe 557 waren. Daraus ergab sich eine relative Wirksamkeit von etwa 27 Prozent. Gleichzeitig berichteten deutlich mehr Teilnehmende über Nebenwirkungen: Nahezu zwei Drittel meldeten Schmerzen an der Einstichstelle, 45 Prozent beschrieben Müdigkeit und 38 Prozent Kopfschmerzen; diese Werte lagen laut Studienbericht rund doppelt so hoch wie im Vergleich.
Beim Sicherheitsprofil wurden im Zusammenhang mit der mRNA-Therapie außerdem ernste Ereignisse erfasst, die Forschende als im Kontext der Impfung stehend einordneten. Dazu zählten ein Fall von Ohnmacht, ein Fall von niedrigem Blutdruck mit dreitägiger Hospitalisierung sowie ein Fall von Perimyokarditis, also eine Entzündung der Herzhülle und des Herzmuskels. Für die praktische Interpretation ist das wichtig, weil es die Abwägung zwischen dem Nutzen einer schnelleren Anpassbarkeit und der Frage nach dem tolerierbaren Nebenwirkungsniveau in den Vordergrund rückt. Gerade bei der Zielgruppe 50-64 Jahre wird damit die Diskussion nicht allein auf Wirksamkeitswerte reduziert, sondern auf die Frage, wie stark sich das Gesamtergebnis in reale Entscheidungssituationen übersetzen lässt.
Auch der Zulassungsweg selbst liefert eine politische und organisatorische Komponente. Die FDA hatte den Antrag zunächst nicht einmal zur Prüfung angenommen, bevor sie nach öffentlicher Kritik wieder zurückruderte. Aus dem Umfeld der Behörde wird dabei ein besonders ungewöhnlicher Schritt geschildert: Die anfängliche Ablehnung soll aus dem Wirkbereich von Dr. Vinay Prasad gestammt haben, der zu diesem Zeitpunkt die Vaccine Division leitete und später öffentlich als Befürworter von Robert F. Kennedy Jr. auftrat. Parallel wird auf die breiteren politischen Einschnitte im mRNA-Umfeld verwiesen, darunter die Streichung von 22 mRNA-Projekten über die Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA). Nach dem öffentlichen Gegenwind übernahm die Behörde die Prüfung dann doch, wie im Bericht beschrieben, unter anderem mit einem späteren Rückzug der ursprünglichen Zurückweisung.
Für Unternehmen und Entwickler ist die Entscheidung trotzdem vor allem als Technologie-Signal zu lesen. Sie zeigt, dass mRNA nicht nur bei COVID als Plattform funktioniert, sondern auch in einem Feld mit kontinuierlicher, saisonaler Variabilität wie der Influenza. Gleichzeitig macht die Studie sichtbar, dass die neue Herstellungslogik nicht automatisch „nebenwirkungsfrei“ bedeutet, sondern in der klinischen Umsetzung gegen etablierte Vergleichsprodukte antritt. Wenn mFLUSIVA in den kommenden Saisons skaliert, wird sich die Branche daran messen lassen müssen, wie zuverlässig sich Updates gegen neue Stämme umsetzen lassen und wie robust sich die Nutzen-Nebenwirkungs-Bilanz bei verschiedenen Altersgruppen in der Folge bestätigt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "FDA genehmigt Modenas erste mRNA-Grippeimpfung mFLUSIVA für 50+" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "FDA genehmigt Modenas erste mRNA-Grippeimpfung mFLUSIVA für 50+" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »FDA genehmigt Modenas erste mRNA-Grippeimpfung mFLUSIVA für 50+« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!