DRESDEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Infineon startet mit der Smart Power Fab ein neues Milliardenwerk für Chip- und insbesondere Power-Management-Technologien am Standort Dresden. Die Fabrik soll den Ausbau der europäischen Wertschöpfung rund um Elektrifizierung, Energieanwendungen und KI-Rechenzentren stützen. Das Projekt läuft mit rund fünf Milliarden Euro Investitionen, ergänzt durch 920 Millionen Euro Förderung im Rahmen des European Chips Act. Zusätzlich plant das Unternehmen, die Hochlaufphase durch den KI-getriebenen Nachfrageimpuls zu beschleunigen.

Infineon setzt ein deutliches Signal für die europäische Mikrochip-Landschaft: Am Standort Dresden geht mit der Smart Power Fab eine neue Fertigungsstätte an den Start, die nach Unternehmensangaben rund fünf Milliarden Euro kostet. Der Zeitpunkt passt in eine Phase, in der weltweit mehr Chips nachgefragt werden – unter anderem, weil KI-Anwendungen immer mehr Rechenleistung benötigen und damit auch mehr Peripherie für effiziente Energieverteilung. Gleichzeitig steht Europa politisch unter Druck, die Abhängigkeit von Asien und den USA zu reduzieren. Dass das Werk zudem drei Monate früher fertiggestellt wird, wirkt wie ein Turbo für den Ausbau der Kapazitäten.
Technisch steht bei der Smart Power Fab vor allem der Reinraum im Zentrum, also der Bereich, in dem Partikel- und Prozesskontrolle über Qualität und Ausbeute entscheiden. Laut Infineon umfasst der Gebäudekomplex sechs Ebenen; nach dem Spatenstich im Mai 2023 wurden 50.000 Kubikmeter Beton sowie etwa 25.000 Tonnen Stahl verbaut. Eine 5.000 Tonnen schwere Stahlkonstruktion überspannt den Reinraum und bildet die Grundlage für die Installation der Chipfertigungsanlagen. Für die Auslegung dieser Infrastruktur ist die Balance aus Sauberkeit, mechanischer Stabilität und Wartungsfähigkeit entscheidend, denn schon kleine Abweichungen können die Prozessfenster bei empfindlichen Fertigungsschritten verändern.
Was dort gefertigt wird, ordnet sich in die Strategie von Infineon für Smart-Power- und Stromsteuerungsanwendungen ein. Der Dresdner Standort produziert seit Jahrzehnten Halbleitertechnik für Aufgaben, bei denen Stromflüsse geschaltet, geregelt oder umgewandelt werden müssen. Das reicht von modernen Autos bis zu Rechenzentren und wird vor allem dort relevant, wo Energieeffizienz wirtschaftlich und ökologisch zählt. Interessant ist dabei der Zielbezug auf KI-Rechenzentren: Chips für diese Umgebungen sollen helfen, den vielfach kritisierten Stromverbrauch der Prozessorfarmen zu reduzieren. Damit adressiert Infineon nicht nur „mehr KI“, sondern auch die Energiepfade, die KI in der Praxis mitkosten.
Finanziert wird das Projekt über eigene Investitionen und Fördermittel aus der Industriepolitik. Infineon investiert rund fünf Milliarden Euro, zusätzlich unterstützt im Rahmen des European Chips Act eine Förderung von 920 Millionen Euro. Die EU-Kommission gab hierfür im Februar 2025 grünes Licht, beteiligt sind außerdem Bundesregierung und Freistaat Sachsen. Der Chips Act soll die europäische Chipproduktion konkret hochfahren und Lieferketten robuster machen, gerade weil Engpässe in der Vergangenheit häufig durch geopolitische Schocks, Logistikprobleme oder Kapazitätskonzentrationen entstanden sind. Infineon positioniert die Smart Power Fab entsprechend als Baustein für Wertschöpfungsketten – von Energiewirtschaft über Maschinenbau bis hin zur Automobilindustrie – und verknüpft das Vorhaben mit dem Begriff der digitalen Souveränität.
Der Markt kontert diese Investitionswelle mit intensiver Konkurrenz, die vor allem in Skalierung, Prozessreife und Auslastung entscheidet. Global drängen führende Foundries und Speicher-/Logik-Anbieter weiter in Richtung Kapazitätserweiterung; als Vergleich wird in der Branche häufig auf TSMC verwiesen, das seine Werke in Asien laufend erweitert, sowie auf Intel, das in Europa mit Foundry-Plänen und Kapazitätsaufbau versucht gegenzusteuern. Auch NVIDIA bleibt als Nachfrage-Treiber indirekt präsent, weil KI-Workloads mehr Leistung brauchen, die sich in der gesamten „Power-Delivery“-Kette abbildet. Experten erwarten deshalb, dass der Wettbewerb nicht allein über reine Chipanzahl geführt wird, sondern über Verfügbarkeit, technische Qualifikation und die Fähigkeit, Fertigungskapazitäten schnell auf neue Märkte umzuschalten.
Infineon verknüpft die Fabrikeröffnung zudem mit konkreten Personal- und Ausbildungszielen. Laut Unternehmen entstehen durch die neue Fertigung bei Infineon selbst rund 1.000 neue Arbeitsplätze. Zum Einordnen: Ende März 2026 beschäftigte der Konzern insgesamt 56.500 Mitarbeitende. Darüber hinaus rechnet Infineon damit, dass die zusätzlichen Stellen „ein Vielfaches an Jobs in der Region“ nach sich ziehen – bei Dienstleistern, Zulieferern und Partnern. Geschäftsführer Thomas Richter hebt das als Signal für junge Menschen hervor: Zukunftsfeste Arbeitsplätze und interessante Ausbildungswege, vom handwerklich-technischen Spektrum bis zu hochspezialisierten Tätigkeiten auf wissenschaftlichem Niveau. In der Praxis ist genau diese regionale Talentpipeline häufig ein Engpassfaktor bei Industrialisierungsprojekten.
Neben Wirtschaftlichkeit spielt die Umwelt- und Genehmigungsdimension eine große Rolle, weil neue Fabriken zwangsläufig Ressourcenverbräuche erhöhen und dadurch gesellschaftlich sensibel bleiben. Infineon versucht bereits im Vorfeld, mögliche Kritikpunkte zu adressieren. Das Unternehmen betont, dass der Bau von Umweltschutz- und Ausgleichsmaßnahmen begleitet wurde, unter anderem mit einem Ersatzhabitat für Eidechsen. Zusätzlich soll der Betrieb auf erneuerbaren Strom setzen und für die Fertigung Industriewasser statt Trinkwasser nutzen. Entscheidend ist außerdem das Recycling: Interne Prozesse sollen das benötigte Wasser mehrfach verwenden. Damit reagiert Infineon auf ein wiederkehrendes Muster aus der Industriegeschichte, bei dem lokale Umweltbelastung oft zum politischen Risiko für Zeitpläne und Budgets wird.
Mit Blick auf die Zukunft dürfte die Smart Power Fab vor allem dann Wirkung entfalten, wenn sie in einen beschleunigten Hochlauf mündet und die Nachfrageentwicklung der nächsten Quartale stabil bleibt. Infineon berichtet, durch den KI-Boom bereits Rückenwind bei der Chipnachfrage erhalten zu haben und die Investitionen für das laufende Geschäftsjahr deutlich aufgestockt zu haben. Ein wesentlicher Teil dieser Aufstockung soll für einen schnelleren Hochlauf der Smart Power Fab eingesetzt werden. Das ist strategisch relevant, weil moderne Chipfertigung nur dann wirtschaftlich skaliert, wenn Auslastung, Prozesskontinuität und Qualitätsmetriken zusammenpassen. Für Unternehmen und Entwickler in der Region bedeutet das: Wer Anwendungen für Energiewende, Elektromobilität, Internet-of-Things oder Rechenzentrumsinfrastruktur plant, bekommt mittelfristig mehr Planungssicherheit – allerdings bleibt das Risiko von weiteren Kapazitätssprüngen und Regulierungs- sowie Lieferkettenabhängigkeiten bestehen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Infineon eröffnet Smart Power Fab in Dresden: Milliarden in neue Chipfertigung" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Infineon eröffnet Smart Power Fab in Dresden: Milliarden in neue Chipfertigung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Infineon eröffnet Smart Power Fab in Dresden: Milliarden in neue Chipfertigung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!