LONDON (IT BOLTWISE) – Trotz beeindruckender Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz zeigen aktuelle Studien, dass KI-Agenten noch weit davon entfernt sind, menschliche Freelancer zu ersetzen. Eine neue Benchmark-Analyse zeigt, dass selbst die fortschrittlichsten KI-Modelle nur einen Bruchteil der Aufgaben bewältigen können, die von menschlichen Arbeitskräften erledigt werden.

Die Vorstellung, dass Künstliche Intelligenz (KI) bald in der Lage sein könnte, menschliche Arbeitskräfte in großem Umfang zu ersetzen, wird durch eine neue Studie in Frage gestellt. Diese Untersuchung, durchgeführt von Scale AI und dem Center for AI Safety, zeigt, dass selbst die fortschrittlichsten KI-Agenten nur einen kleinen Teil der Aufgaben bewältigen können, die von menschlichen Freelancern erledigt werden. Die Forscher entwickelten den Remote Labor Index, um die Fähigkeit von KI-Modellen zu messen, wirtschaftlich wertvolle Arbeiten zu automatisieren.
In der Studie wurden führende KI-Agenten mit einer Reihe von simulierten Freelance-Aufgaben konfrontiert. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Selbst die besten Modelle konnten weniger als 3 Prozent der Aufgaben erfolgreich abschließen und verdienten dabei nur 1.810 US-Dollar von möglichen 143.991 US-Dollar. Zu den getesteten Modellen gehörten Manus von einem chinesischen Startup, Grok von xAI, Claude von Anthropic, ChatGPT von OpenAI und Gemini von Google.
Dan Hendrycks, Direktor des Center for AI Safety, betont, dass diese Ergebnisse ein realistischeres Bild der aktuellen KI-Fähigkeiten zeichnen. Während einige Modelle in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht haben, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass diese Entwicklung in gleichem Tempo weitergeht. Die KI-Modelle haben zwar Fortschritte in Bereichen wie Codierung und mathematischer Logik gemacht, kämpfen jedoch weiterhin mit komplexen Aufgaben, die mehrere Schritte erfordern und den Einsatz verschiedener Werkzeuge beinhalten.
Die Analyse bietet einen Kontrapunkt zu einer von OpenAI im September vorgestellten Benchmark namens GDPval, die behauptet, dass KI-Modelle wie GPT-5 menschliche Fähigkeiten in 220 Aufgabenbereichen annähern. OpenAI hat zu dieser Studie keinen Kommentar abgegeben. Trotz der Herausforderungen, die KI-Agenten derzeit noch haben, wird die Diskussion über die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt weitergeführt. Unternehmen wie Amazon haben bereits angekündigt, Arbeitsplätze aufgrund der zunehmenden Automatisierung durch KI abzubauen.
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