LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Hacker hat angeblich 6,8 Milliarden einzigartige E-Mail-Adressen erbeutet und veröffentlicht. Die Hälfte davon könnte für Cyberkriminelle von Nutzen sein, was erhebliche Risiken für Phishing und Business Email Compromise (BEC) birgt.

Ein Hacker mit dem Pseudonym Adkka72424 behauptet, 6,8 Milliarden einzigartige E-Mail-Adressen erbeutet und online veröffentlicht zu haben. Diese Behauptung wurde zwar noch nicht vollständig verifiziert, doch erste Analysen von Cybernews deuten darauf hin, dass etwa die Hälfte der Adressen tatsächlich echt und nutzbar sein könnte. Diese massive Datenmenge stellt ein enormes Risiko für Phishing-Angriffe und Business Email Compromise (BEC) dar, da Kriminelle maßgeschneiderte Social-Engineering-Angriffe durchführen könnten.
Der Hacker erklärte in einem Forum, dass er vor zwei Jahren bereits 3,3 Milliarden E-Mail-Adressen gesammelt hatte und nun nach einer Pause erneut aktiv geworden sei. In einem Zeitraum von zwei Monaten habe er die Adressen aus verschiedenen Quellen wie Kombos, ULP-Sammlungen, Logs und Datenbanken extrahiert. Das resultierende Archiv hat eine Größe von 150 GB, wobei Cybernews nach der Bereinigung von unbrauchbaren und doppelten Adressen etwa drei Milliarden als nutzbar einstuft.
Die Veröffentlichung dieser Daten könnte für Cyberkriminelle ein wahrer Schatz sein. Besonders im Bereich des Social Engineerings könnten Angreifer detaillierte Profile ihrer Opfer erstellen, indem sie Informationen wie Arbeitsplatz, Position, Arbeitszeiten und Gehalt kombinieren. Mit diesen Informationen können sie hochwirksame Phishing-E-Mails erstellen, die zu Datenlecks und betrügerischen Überweisungen führen könnten.
In der Cybersecurity-Community wird die Veröffentlichung dieser Daten mit großer Besorgnis betrachtet. Experten warnen davor, dass solche Leaks die Angriffsfläche für Cyberkriminelle erheblich vergrößern und die Notwendigkeit für Unternehmen erhöhen, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Die Nutzung von Multi-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter im Umgang mit Phishing-E-Mails sind nur einige der Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen sollten, um sich zu schützen.
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