LONDON (IT BOLTWISE) – Nach KI-Photoshop und anderen Vibecodern zielt Brandon Thomas nun auf das Microsoft-Office-Ökosystem: WordCraft, GridCraft und DeckCraft sollen Word, Excel und PowerPoint nachbauen. Die Artcraft-Apps erscheinen als Alpha-Software, während die lokale Ausführung für die drei Kernprogramme im Vordergrund steht. Gleichzeitig wirft die 1:1-Nachbildung der Oberfläche und Funktionen Fragen zu Urheberrechten und möglicher gerichtlicher Klärung auf. Ob das Modell ohne Abo-Falle funktioniert, bleibt in der Praxis abzuwarten.

Brandon Thomas setzt seine Serie von KI-gestützten Nachbauten fort und wechselt dabei vom „Creative-Suite“-Umfeld in Richtung Produktivität: In seinem App-Paket Artcraft sollen nun mit WordCraft, GridCraft und DeckCraft drei Office-Vertreter erscheinen, die an Word, Excel und PowerPoint angelehnt sind. Damit steht weniger ein weiteres Tool für Bildbearbeitung im Fokus, sondern die Frage, wie weit KI-Entwicklung in Bereiche vordringen kann, in denen Anwender seit Jahren feste Workflows erwarten – vom Dateiformat bis zur Bedienlogik im UI. Schon diese Zielsetzung macht das Projekt interessant, denn Office-Anwendungen sind nicht nur „Programme“, sondern der De-facto-Standard für Dokumente, Tabellen und Präsentationen im Unternehmen.
Technisch betrachtet folgt Artcraft einem Ansatz, bei dem die sichtbaren Funktionen und Interaktionen möglichst nah an den Vorbildern ausfallen sollen. Thomas stellt dabei klar, dass die Apps nicht als Blackbox laufen: Der Code der kostenlos verfügbaren Artcraft-Tools liegt offen, Interessierte können die Umsetzung einsehen. Genau diese Transparenz verändert die Bewertung aber auch: Wer den Code betrachtet, sieht sowohl, wo die KI-Generierung sauber angekommen ist, als auch, wo es in der Alpha-Phase noch holpert – etwa bei kaputten Features oder potenziellen Sicherheitslücken, die bei frühen Reifegraden typischerweise häufiger auftreten.
Im Kern wirkt das Vorhaben wie ein Versuch, das etablierte Software-„Ökosystem“ zu verschieben. Thomas positioniert Artcraft explizit als Gegenmodell zum Abo-orientierten Vertrieb: Zwar gibt es bei Microsoft Office weiterhin Varianten, die sich einmalig kaufen lassen, der strategische Schwerpunkt liegt laut dem Projektkontext aber klar auf dem monatlich bezahlten Microsoft-365-Service. Parallel dazu verweist Thomas auf Adobe als historischen Bezugspunkt: 2012 sei Photoshop CS6 die letzte Ausgabe mit dauerhafter Lizenz gewesen, neue Versionen laufen seitdem im Creative-Cloud-Modell. Die Message dahinter ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell – KI soll die „Ersetzungsfähigkeit“ von klassischer Softwareentwicklung erhöhen und damit Lizenzmodelle unter Druck setzen.
Gerade hier entsteht allerdings der juristische Reibungspunkt. Laut dem Projektumfeld wurden Photoshop, Word und Co. nahezu 1:1 nachgebaut; sollte sich das in der Prüfung im Detail bestätigen, könnten Urheber- und Nutzungsfragen aufkommen. Zumal es nicht nur um generische Inspiration geht, sondern um konkrete Imitation von UI und Funktionalität. In dem Kontext bleibt die Reaktion der Rechteinhaber entscheidend – nach den Angaben im Umfeld des Projekts ist zwar denkbar, dass gerichtliche Klärungen angestoßen werden könnten, eine Entscheidung steht jedoch noch aus und ist damit keineswegs automatisch.
Während Microsoft und Adobe die Produktkategorien für sich dominieren, zeigt die Diskussion um Thomass frühere Vibecoder-Artefakte auch, wie uneinheitlich das Feedback ausfällt. Nicht jede Alternative zu kommerziellen Lösungen wird in diesem Lager geschätzt; statt Komfort-Argumenten stehen hier teils sehr harte Qualitätsurteile. In diesem Zusammenhang berief sich Thomas auf den Open-Source-Ansatz, lehnte aber konkrete Alternativen ab: Zu LibreOffice etwa zitierte er in der Vergangenheit, ein Absturz habe bei einem Dokument „komplett“ dafür gesorgt, dass eine Arbeit verschwunden sei. Auch Gimp wird in seiner Bewertung als „scheiße“ dargestellt, mit der Begründung, es gäbe „keinen Grund“, kaputte Software zu „retten“ – eine Haltung, die zwar polarisieren kann, aber in der Debatte erklärt, warum er seine Energie lieber in neue Nachbau-Experimente statt in bestehende Open-Source-Tools investiert.
Für die praktische Nutzung bedeutet das: WordCraft, GridCraft und DeckCraft sind offiziell Alpha und damit nicht als unmittelbarer Ersatz im Produktionsbetrieb gedacht. Hinzu kommt ein wichtiger Unterschied zu den drei klassischen Office-Kacheln: Während die lokalen Programme für Word, Tabellen und Präsentationen laufen sollen, gelten für die Microsoft-365-typischen Ergänzungen wie Outlook, Teams oder OneNote andere Voraussetzungen – sie werden im Artcraft-Paket nicht in derselben Form adressiert. Damit bleibt das Projekt zunächst auf eine klar abgegrenzte Kernaufgabe konzentriert: Dokumente erstellen, ausarbeiten und präsentieren, ohne sofort den kompletten Produktivitäts-Stack nachziehen zu müssen.
Auch der nächste Schritt verrät, worauf Thomas langfristig abzielt: Nach Word/Excel/PowerPoint sucht er mit Claude Code und Rust einen neuen Rivalen im CAD-Umfeld und nennt Autodesk als Ziel, konkret als „CADCraft“-Klon zu AutoCAD. Erste Umsetzungsschritte sind bereits erfolgt; damit wird aber zugleich das Risiko eines zweiten juristischen und organisatorischen Konflikts sichtbar – diesmal nicht nur mit dem großen Hersteller, sondern möglicherweise auch mit der Community rund um Software, die ebenfalls „CADCraft“ heißt. Für Unternehmen und Entwicklerteams ist das die eigentliche Signalwirkung: KI-Nachbauprojekte sind weniger „Spielerei“ als vielmehr ein beschleunigter Wettbewerb um Schnittstellen, Dateiformate und Nutzererwartungen. Wer solche Ansätze evaluiert, sollte nicht nur auf Funktionsumfang schauen, sondern konsequent auch auf Reifegrad, Update-Tempo und die Frage, wie stabile sowie rechtlich belastbare Kompatibilität erreichbar ist.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Microsoft Office als KI-Klon: WordCraft, GridCraft und DeckCraft" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Microsoft Office als KI-Klon: WordCraft, GridCraft und DeckCraft" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Microsoft Office als KI-Klon: WordCraft, GridCraft und DeckCraft« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!