LONDON (IT BOLTWISE) – In der Early-Access-Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 tauchen Hinweise auf DLSS 4.5 Ray Reconstruction auf. Laut den entdeckten Beta-Client-Daten soll die neue Version mit einem Preset F arbeiten und einen spürbar höheren Rechenaufwand mitbringen. Data Miner verknüpfen die Änderungen mit einem komplexeren KI-Ansatz für die Strahlungsberechnung. Parallel testen die Entwickler ein Shader-Preloading-Verfahren, das Stottern und lange Ladezeiten reduzieren soll.

Die Early-Access-Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 liefert nicht nur Spielinhalte, sondern auch technisch verwertbare Hinweise aus der Render-Pipeline. In den Dateien des Beta-Clients sind Referenzen auf eine neue Iteration von NVIDIAs Upscaling-Technologie aufgetaucht: DLSS 4.5 Ray Reconstruction in der Version 310.7.128. Der Kern der Meldung liegt dabei weniger im Marketing-Wortlaut, sondern in der Abstimmung zwischen Modellgröße, Preset-Konfiguration und dem erwartbaren Laufzeitprofil im Spielbetrieb. Wenn sich die Indizien aus den Programmdateien bestätigen, steht damit eine Ray-Reconstruction-Variante bereit, die bei gleicher Ausgabequalität mehr Rechenressourcen einplant.
Die gefundene Referenz auf ein Preset F ist ein Hinweis darauf, dass NVIDIA nicht einfach „mehr Rechenleistung“ als pauschale Devise ausspielt, sondern ein konkretes Konfigurationspaket für die Ausführung mitliefert. Im Vergleich zu früheren Implementierungen soll das Modell über 20 % mehr Parameter verfügen. Genau diese Art von Modellaufblähung erklärt auch, warum in den Hinweisen von 35 % gestiegenem Rechenaufwand die Rede ist: Ray Reconstruction greift in der Regel dort in den Frame ein, wo Licht- und Strahlungsinformation rekonstruiert oder verfeinert wird, und ein größeres Netz kann mehr feinkörnige Korrelationen zwischen Geometrie, Bewegung und Beleuchtung herstellen. Praktisch bedeutet das für Spieler mit RTX-Grafikkarten vor allem, dass die CPU- und vor allem die GPU-Auslastung künftig anders verteilt sein dürfte als bei älteren DLSS-4.x-Setups.
Zusätzlich stützt die Quelle die zeitliche Einordnung über einen Leak des GeForce-Treibers in Version 615.xx. In Branchenforen wurde dazu ein Datum vom 13. August 2026 genannt; in den Hinweisen wird daraus abgeleitet, dass DLSS 4.5 Ray Reconstruction für alle RTX-Grafikkarten der Serien 20 bis 50 ausgerollt werden soll. Das ist relevant, weil DLSS-Features häufig an bestimmte Tensor- und/oder Ray-Tracing-Fähigkeiten gekoppelt sind und sich Funktionsumfang je nach Hardwaregeneration unterscheidet. Für die Nutzerseite ist außerdem entscheidend, dass die Informationen auch einen Weg nennen, DLSS 4.5 Ray Reconstruction bereits in bestehenden Titeln per Profile Inspector zu aktivieren. Erste Tests sollen demnach in Anwendungen wie Alan Wake 2, Cyberpunk 2077, Crimson Desert und Hogwarts Legacy erfolgreich gelaufen sein, was auf eine relativ breite Kompatibilität der Modell-Integrationsschicht hindeutet.
Während sich die Aufmerksamkeit auf DLSS richtet, zeigt die Beta von Modern Warfare 4 auch, wie das Zusammenspiel aus KI-Upscaling und klassischer Performance-Optimierung gedacht ist. Infinity Ward und Beenox nutzen die Testphase außerdem für die Einführung eines neuen Shader-Preloading-Verfahrens. Dabei werden Shader vor dem eigentlichen Spielstart oder nach relevanten Updates im Hintergrund kompiliert, statt sie im Verlauf „on demand“ nachzuladen. Das adressiert ein Problem, das viele PC-Spieler aus der Praxis kennen: Stottern (Stuttering) durch Shader-Kompilationsspitzen sowie der daraus resultierende Bedarf, nach Updates neu zu starten. Dass Nutzer die Funktion bei Bedarf deaktivieren oder abbrechen können, ist dabei ein klares Signal, dass die Entwickler die Preload-Strategie als optionalen Eingriff in den Spiel-Workflow verstehen.
Am zeitlichen Horizont wird die technische Entdeckung zusätzlich mit konkreten Rollout-Planungen verknüpft: Branchenexperten erwarten eine offizielle Vorstellung im Rahmen der Gamescom, passend zum für den 27. August geplanten Release von Resonance: A Plague Tale Legacy. Für den offiziellen Start wird in den geleakten Treiberinformationen außerdem genannt, dass DLSS 4.5 Ray Reconstruction in 27 Spielen unterstützt werden soll. Neben Modern Warfare 4 werden Game-Ready-Support-Notizen auch für Titel wie Resonance: A Plague Tale Legacy und Hell Let Loose: Vietnam genannt. Entscheidend ist jedoch, dass solche Listen aus Treiber- oder Profilmetadaten abgeleitet werden können und nicht automatisch garantieren, dass jede einzelne Szene im Spiel exakt gleich von der Ray-Reconstruction-Phase profitiert; trotzdem zeigt die Breite, dass NVIDIA den Feature-Footprint nicht als Nischenfunktion behandelt.
Für die praktische Teilnahme an der PC-Beta wurden zudem Mindestanforderungen definiert, darunter eine GTX 970 oder GTX 1060 bzw. RX 470 mit mindestens 3 GB VRAM sowie 12 GB Arbeitsspeicher. Für einen reibungslosen Betrieb nennt die Quelle als Empfehlung unter anderem eine RTX 3060 Ti oder RX 6700 XT mit 8 GB VRAM. Grundvoraussetzung ist außerdem TPM 2.0, Secure Boot sowie Unterstützung von DirectX 12. Inhaltlich umfasst die Beta unter anderem die erste Kampagnenmission „Entrenched“, sechs Mehrspieler-Karten sowie 19 verschiedene Waffen. Für Unternehmen und Teams, die Performance- und Rendering-Setups bewerten, lässt sich daraus ein klarer Schluss ziehen: Die nächste Stufe von Upscaling- und Ray-Reconstruction-Features kommt nicht „allein“, sondern in Kombination mit Maßnahmen gegen Laufzeit-Unebenheiten wie Shader-Stottern. Genau diese Kopplung wird in Zukunft wohl den Unterschied machen, ob KI-Features nur Benchmarks verbessern oder im Alltag stabil funktionieren.
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