LONDON (IT BOLTWISE) – Für die PC-Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 verlangt der Entwickler TPM 2.0 und Secure Boot. Nutzer müssen dazu ins BIOS, Trusted Platform Module aktivieren und zusätzlich den UEFI-Modus sicherstellen. Ob Windows die Einstellungen korrekt übernommen hat, lässt sich anschließend mit Bordmitteln wie tpm.msc prüfen. Gleichzeitig sorgen Berichte über nötige BIOS-Updates für zusätzliche Verunsicherung bei einigen AMD-Konfigurationen.

Modern Warfare 4: TPM 2.0 und Secure Boot als Pflicht für die PC-Beta
Modern Warfare 4: TPM 2.0 und Secure Boot als Pflicht für die PC-Beta (Foto: IT BOLTWISE)
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Mit der laufenden PC-Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 rückt ein Thema in den Vordergrund, das viele Spieler sonst eher am Rand wahrnehmen: Systemsicherheit auf Plattform-Ebene. Der Entwickler Infinity Ward verlangt für PC-Beta und den Launch am 23. Oktober 2026 TPM 2.0 und Secure Boot. Damit verlagert sich ein Teil der „Setup-Arbeit“ vom eigentlichen Spiel auf das BIOS und den Boot-Stack des Rechners. Genau dort beginnen für zahlreiche Nutzer die typischen Hürden: Ohne die passenden Firmware- und Plattform-Einstellungen lässt sich das Spiel vermutlich nicht wie erwartet starten, und der Fehler erscheint dann nicht als „Game-Bug“, sondern als Kompatibilitätsproblem zwischen Hardware, Firmware und Betriebssystem.

Technisch müssen Nutzer TPM 2.0 und Secure Boot in der Firmware aktivieren. Praktisch heißt das: Über Tasten wie Delete, F2 oder Esc gelangt man ins BIOS, schaltet anschließend das Trusted Platform Module ein und wählt je nach Plattform den passenden Eintrag. Auf Intel-Systemen erscheint TPM 2.0 häufig als PTT, bei AMD wird es oft als fTPM geführt. Erst danach wird Secure Boot im Kontext des UEFI-Bootmodus relevant. Außerdem kommt oft eine zweite Bedingung hinzu: Bei älteren Installationen ist unter Umständen eine Umstellung der Festplatte von MBR auf GPT erforderlich, weil UEFI ohne passende Partitionierungsstruktur schlicht nicht sauber arbeitet. Ob das Ganze wirklich korrekt übernommen wurde, lässt sich anschließend unter Windows mit den Bordmitteln tpm.msc und msinfo32 verifizieren.

Für zusätzliche Reibung sorgt, dass in manchen Setups offenbar BIOS-Updates erforderlich sind, bevor die geforderten TPM-Varianten korrekt akzeptiert werden. In Berichten wird beschrieben, dass bestimmte AMD-TPM-Versionen vom System nicht angenommen werden, solange das BIOS nicht auf eine neuere 2025er-Version aktualisiert ist. Aus Nutzersicht ist das vor allem deshalb ärgerlich, weil ein BIOS-Update nicht nur „noch ein Patch“ ist, sondern Eingriff in einen sensiblen Bereich mit klaren Risiken bei falschem Flashen oder abgebrochenen Vorgängen. Parallel dazu wird die Kombination aus TPM/Secure Boot und weiteren Schutzmechanismen kritisch eingeordnet, wobei auch ein kernel-nahes Vorgehen als Grund für die Sorge genannt wird. Unabhängig davon, wie man diese Maßnahmen bewertet: Für Admins und IT-affine Spieler ist die zentrale Botschaft, dass man die Plattform-Voraussetzungen nicht erst nach dem ersten Fehlschlag im Launcher prüfen sollte, sondern frühzeitig.

Ein weiterer Aspekt ist der zeitliche Druck durch die Beta-Phasen. Laut den genannten Zeitfenstern läuft der Early-Access noch bis zum 25. August; eine Open Beta ist vom 28. August bis zum 1. September geplant. Für Weekend Two ab dem 28. August wird die Beta zudem breiter zugänglich gemacht, teils auch mit Einbindung von Warzone. Genau in dieser Phase werden Änderungen an der Plattform- und Spielumgebung besonders sichtbar, weil viele Systeme gleichzeitig „auf die gleiche Wand“ laufen: TPM-Einträge fehlen, UEFI ist deaktiviert, Secure Boot ist nicht freigegeben oder die Partitionierung passt nicht. Gleichzeitig zeigt die Beta aber auch, dass Infinity Ward parallel an der spielerischen Seite arbeitet: Mit dem Update am 22. August kamen eine neue 6v6-Karte namens Cachette in einem französischen Bahnhof-Setting, außerdem der Cash-Grab-Modus Inflation mit High-Value-Targets sowie ein Map-Voting-System.

Auch die Balance-Feinarbeit macht deutlich, dass es sich bei den Systemanforderungen nicht um ein „Nebenprodukt“ handelt. Die Lautstärke von Schrittgeräuschen wurde reduziert, zudem wurden die Time-to-Kill-Werte bei den Waffen ISO Nightshade und Oris 8.6 angepasst. Bei Frangible Rounds werden laut den Änderungen sowohl Reichweite als auch Wirkung verändert: Sie wirken nun 26,8 Prozent kürzer und 21,4 Prozent schwächer. Dazu kommen diverse Bugfixes, wodurch sich die Beta inhaltlich weiterentwickelt, während die technische Eintrittshürde auf bestimmten PCs zusätzlich bestehen bleibt. Dass die Kombination aus Setup-Komplexität und Sicherheitsanforderungen rund drei Wochen nach Beta-Start dafür sorgt, dass sich viele PC-Spieler zunächst mit BIOS-Einstellungen statt mit dem Matchmaking beschäftigen müssen, ist daher nicht überraschend, sondern eher die logische Folge eines strengeren „Gatekeepers“ auf Plattformebene.

Auf der Troubleshooting-Seite empfehlen viele Support-Schritte einen sauberen, strukturierten Ansatz: Installationsdateien prüfen, relevante Basisdaten und Zusatzkomponenten gegen den erwarteten Stand verifizieren, Serverstatus sowie Updates im Blick behalten und bei anhaltenden Problemen typische Netzwerk- oder Cache-Themen systematisch abarbeiten. Dazu gehören auch das Leeren von Caches und in hartnäckigen Fällen eine Neuinstallation. In anderen Berichten wird außerdem genannt, dass die Beta seit ihrem Start am 21. August mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, darunter Login-Fehler, Matchmaking-Störungen und Kritik am Schritt-Audio. Für IT-nahe Nutzer und Entscheider in Unternehmen, die Gaming-Umgebungen oder größere Flotten betreuen, ergibt sich daraus eine klare Lehre: Je früher man Firmware- und Sicherheitsparameter verifiziert, desto weniger Zeit geht im „Symptom-Driven Debugging“ verloren, wenn eigentlich die Bootkette und nicht der Client das Problem ist.


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