MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Apples AirPlay-Protokoll, ein wesentlicher Bestandteil vieler Apple-Geräte, steht im Fokus einer neuen Sicherheitsdebatte. Sicherheitsforscher haben eine Reihe von Schwachstellen entdeckt, die potenziell schwerwiegende Angriffe ermöglichen könnten.

Apples AirPlay-Protokoll, das für die drahtlose Übertragung von Audio- und Videoinhalten zwischen Geräten genutzt wird, weist mehrere Sicherheitslücken auf, die von Angreifern ausgenutzt werden könnten. Diese Schwachstellen, die von der Sicherheitsfirma Oligo Security entdeckt wurden, ermöglichen unter anderem Zero-Click- und One-Click-Remote-Code-Execution-Angriffe (RCE), Man-in-the-Middle-Angriffe (MITM) sowie Denial-of-Service-Angriffe (DoS).

Insgesamt wurden 23 Sicherheitslücken identifiziert, die Apple am 31. März mit Updates für iPhones, iPads, Macs und Apple Vision Pro-Geräte behoben hat. Diese Schwachstellen, die unter dem Namen ‘AirBorne’ bekannt sind, betreffen sowohl Apple-eigene als auch Drittanbieter-Geräte, die das AirPlay SDK nutzen.

Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit, dass Angreifer über dieselben Netzwerke auf Geräte zugreifen können, um diese zu kompromittieren und als Ausgangspunkt für weitere Angriffe auf andere AirPlay-fähige Geräte zu nutzen. Zwei der Schwachstellen (CVE-2025-24252 und CVE-2025-24132) könnten sogar für die Erstellung von wurmartigen Zero-Click-RCE-Exploits verwendet werden.

Eine weitere Schwachstelle (CVE-2025-24206) ermöglicht es Angreifern, die ‘Akzeptieren’-Klickanforderungen bei AirPlay-Anfragen zu umgehen, was in Kombination mit anderen Schwachstellen zu Zero-Click-Angriffen führen könnte. Diese Angriffe könnten zur Verbreitung von Malware führen, die sich auf alle lokalen Netzwerke ausbreitet, mit denen das infizierte Gerät verbunden ist.

Die Auswirkungen solcher Angriffe könnten weitreichend sein, da AirPlay ein grundlegender Bestandteil vieler Apple-Geräte ist. Oligo Security warnt davor, dass diese Schwachstellen zu Angriffen führen könnten, die von Spionage über Ransomware bis hin zu Lieferkettenangriffen reichen.

Um das Risiko zu minimieren, wird Unternehmen dringend empfohlen, alle Apple-Geräte und AirPlay-fähigen Geräte auf die neueste Softwareversion zu aktualisieren. Darüber hinaus sollten Benutzer die AirPlay-Empfängerfunktion deaktivieren, wenn sie nicht benötigt wird, und den Zugriff auf AirPlay auf vertrauenswürdige Geräte beschränken.

Apple hat weltweit über 2,35 Milliarden aktive Geräte im Einsatz, darunter iPhones, iPads und Macs. Hinzu kommen Millionen von Drittanbieter-Audiogeräten wie Lautsprecher und Fernseher mit AirPlay-Unterstützung. Diese Zahlen verdeutlichen das potenzielle Ausmaß der Bedrohung, die von den AirBorne-Schwachstellen ausgeht.

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Sicherheitslücken in Apples AirPlay: Risiken und Maßnahmen
Sicherheitslücken in Apples AirPlay: Risiken und Maßnahmen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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