LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Forschungsteam meldet zwei Planeten im System TOI-791, die zwar etwa so groß wie Jupiter sind, aber nur rund ein Dreißigstel seiner Masse besitzen. Dadurch ergibt sich eine mittlere Dichte von etwa 0,04 Gramm pro Kubikzentimeter – deutlich „fluffiger“ als selbst Zuckerwatte. Für die Entstehungsmodelle solcher Exoplaneten ist das ein Testfall: Entweder täuscht eine ausgedehnte Gas- oder Staubhülle eine größere Struktur vor, oder es steckt ein anderer Mechanismus dahinter. Mit dem James-Webb-Weltraumteleskop soll das Rätsel über die Atmosphärenmessungen eingegrenzt werden.

TOI-791: Zwei „Super-Fluffies“ mit Jupitergröße, aber extrem niedriger Dichte
TOI-791: Zwei „Super-Fluffies“ mit Jupitergröße, aber extrem niedriger Dichte (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Im TOI-791-System, rund 1.100 Lichtjahre von der Erde entfernt, hat ein internationales Team zwei Planeten gefunden, die in der Zusammensetzung ungewöhnlich wirken. Beide sind ungefähr so groß wie Jupiter, bringen aber nur etwa ein Dreißigstel von dessen Masse auf die Waage. Das resultiert in einer mittleren Dichte von etwa 0,04 Gramm pro Kubikzentimeter – also deutlich unter dem bereits auffälligen „Zuckerwatte“-Vergleichswert von 0,05 für typischerweise beschriebenes super-leichtes Material. Schon diese Diskrepanz zwingt die Modelle, genauer hinzusehen, denn ein echter „Schaumplanet“ könnte unter Schwerkraftdruck nicht lange stabil bleiben.

Die Entdeckung basiert auf der Transitmethode, bei der ein Planet beim Vorbeiziehen vor seinem Stern die Helligkeit messbar abschwächt. Genau dieser Effekt wurde in Archivdaten sichtbar: Hobbyforscher sollen die beiden Kandidaten 2019 und 2023 in den Daten des Weltraumteleskops TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) gefunden haben. TESS beobachtet seit 2018 systematisch die Helligkeit von Millionen Sternen, um solche regelmäßig wiederkehrenden Einbrüche zu identifizieren. Entscheidend ist dann die Kombination aus Transitkurven über mehrere Jahre und dynamischen Signaturen: Unregelmäßigkeiten zeigen, dass die Planeten ihre Bahnen gravimetrisch stören und die Wissenschaft daraus auf Masse und damit Dichte rückrechnen kann.

Technisch interessant ist dabei, wie stark diese Dynamik die Auswertung beeinflusst. Wenn zwei „super-fluffige“ Planeten in einem System nahe genug beieinander kreisen, werden ihre Transitzeiten nicht exakt periodisch sein; Dransfield und Kolleginnen beschreiben solche leichten Abweichungen als Informationsquelle für die gegenseitigen Störeffekte. Aus den daraus abgeleiteten Bahndaten lässt sich die Masse schließen, während die Transitdips die Größe signalisieren. Die resultierende Dichte von ~0,04 g/cm³ ist damit nicht nur ein einzelner Messpunkt, sondern eine konsistente Ableitung aus Photometrie und Bahndynamik. Als Vergleich: Die Erde liegt bei etwa 5,5 g/cm³, Jupiter bei rund 1,3 g/cm³ – TOI-791 wirkt dagegen wie eine ausgeprägte Abweichung nach unten.

Für die Interpretation gibt es zwei zentrale Erklärungsrichtungen. Erstens halten die Forschenden es für plausibler, dass eine extrem große, ausgedehnte Hülle aus Gas oder Staub eine „zu große“ Planetenradienmessung erzeugt, obwohl der eigentliche Kern kleiner und damit dichter wäre. Dann könnte ein relativ kompakter Gesteins- und Metallkern von einer gewaltigen Atmosphäre aus Wasserstoff und Helium umgeben sein, deren Übergangsschichten bei Transits einen Teil des Sternlichts absorbieren. Zweitens sind Szenarien mit massiven Staubwolken denkbar, etwa als Folge von Kollisionen und Einschlägen, die den Planeten zeitweise „vergrößern“. Hier liefern Simulationen Hinweise, dass gerade in kühlen, staubarmen Regionen eines jungen Sternsystems ungewöhnliche Atmosphären- und Hüllenaufbauten entstehen könnten.

Im Markt- und Methodenvergleich zeigt sich, warum das Timing jetzt besonders relevant ist. TESS ist stark darin, Kandidaten zu identifizieren, aber die Atmosphärenchemie solcher Planeten erfordert präzise Spektroskopie. Genau hier steht das James-Webb-Weltraumteleskop im Fokus: Mit seinem hohen Auflösungsvermögen soll das Team Details in den Atmosphären nachweisen, die zwischen einem „Gas-/Staub-Hüllen“-Bild und einem alternativen Mechanismus unterscheiden. Wettbewerbsseitig arbeiten auch andere Missionen wie Kepler (historisch für Transitstatistiken) und jüngere europäische Vorhaben wie CHEOPS und Ariel darauf hin, Radius- und Atmosphärenparameter besser einzugrenzen. Experten erwarten deshalb weniger Überraschungen im Datensatz als vielmehr eine schnellere Verifikation, ob „super-fluffig“ in solchen Fällen tatsächlich eine optische Konsequenz der Außenhülle ist.

Für die nächste Entwicklungsstufe ist zudem die Datennutzung entscheidend: Wenn Webb-Spektren über mehrere Transite hinweg gemittelt werden, gewinnen Signale mit hoher Systemstabilität und reproduzierbarer Kalibration an Gewicht. Das bedeutet auch organisatorisch, dass Teams ihre Auswerte-Workflows auditierbar halten müssen: Saubere Versionierung von Datenprodukten, nachvollziehbare Modellannahmen und transparente Unsicherheitsabschätzungen gehören in der Praxis zur „Governance“ von Forschungsdaten. Datenschutz im klassischen Sinne ist bei Astronomie zwar anders gelagert als bei personenbezogenen Daten, aber die regulatorische Denkweise bleibt: Wer Messwerte veröffentlicht oder mit Dritten teilt, muss Zugriffs- und Nutzungsbedingungen klar definieren, um wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit sicherzustellen. Genau dieser Punkt wird bei solchen Kandidaten künftig die Qualität der Folgeuntersuchungen bestimmen.

Aus heutiger Sicht ist TOI-791 ein Testfall für die Planetenentstehung jenseits einfacher Standardkurven. Wenn die Messwerte tatsächlich eine große, nur scheinbar „fluffige“ Außenhülle zeigen, verschiebt sich die Interpretation von Radius und Dichte hin zu Atmosphärenphysik, Hüllenalterung und Staubbildungsdynamik. Sollte sich dagegen ein anderer Mechanismus durchsetzen, müssen Randbedingungen in den Population-Synthese-Modellen angepasst werden. Für Entwicklerinnen und Entwickler in der Astronomie ist das eine Einladung, Auswertepipelines stärker auf Unsicherheitspropagation und Modellvergleich auszurichten, weil „Dichte“ hier am Ende aus mehreren Ebenen abgeleitet wird. Die nächsten Beobachtungsfenster mit Webb werden damit nicht nur ein Rätsel lösen, sondern auch die Messlatte für künftige Exoplaneten-Kataloge höher legen.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - TOI-791: Zwei „Super-Fluffies“ mit Jupitergröße, aber extrem niedriger Dichte - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "TOI-791: Zwei „Super-Fluffies“ mit Jupitergröße, aber extrem niedriger Dichte".
Stichwörter Astronomie Atmosphäre Dichte Exoplanet Light Curve Planet Stern Telescope Tess Transit Webb Wissenschaft
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "TOI-791: Zwei „Super-Fluffies“ mit Jupitergröße, aber extrem niedriger Dichte" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "TOI-791: Zwei „Super-Fluffies“ mit Jupitergröße, aber extrem niedriger Dichte" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »TOI-791: Zwei „Super-Fluffies“ mit Jupitergröße, aber extrem niedriger Dichte« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    795 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs