NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben das Wochenende mit Verlusten eingeläutet. Die Erzeugerpreise in den USA stiegen stärker als erwartet, was der Notenbank Fed Argumente gegen weitere Zinssenkungen liefert. Zudem verunsichern geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Anleger.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte sind mit Verlusten ins Wochenende gegangen, was vor allem auf die unerwartet stark gestiegenen heimischen Erzeugerpreise zurückzuführen ist. Diese Entwicklung bietet der Notenbank Fed Argumente, von weiteren Zinssenkungen abzusehen, was die Märkte zusätzlich belastet. Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran tragen ebenfalls zur Zurückhaltung der Anleger bei.
Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 1,05 Prozent bei 48.977,92 Punkten, was einen Wochenverlust von rund 1,3 Prozent bedeutet. Trotz dieser Verluste bleibt die Monatsbilanz mit einem Plus von 0,2 Prozent positiv. Der S&P 500 verlor am Freitag 0,43 Prozent und schloss bei 6.878,88 Punkten. Auch der technologielastige NASDAQ 100 verzeichnete einen Rückgang um 0,30 Prozent auf 24.960,04 Punkte, nachdem er bereits am Donnerstag unter den enttäuschenden Geschäftszahlen von NVIDIA gelitten hatte.
Besonders die Finanzwerte standen unter Druck. Die Aktien von American Express, Goldman Sachs und JPMorgan verzeichneten Kursrückgänge zwischen 1,9 und 7,9 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Werten im Dow Jones. Vor dem Wochenende stand zudem das Ende des Bieterkampfs um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien des Medienkonzerns verloren 2,2 Prozent, nachdem Netflix seine Offerte nicht erhöhte, was den Weg für Paramount frei machte.
Die Aktien von Netflix und Paramount reagierten positiv auf diese Entwicklung und verzeichneten Kursgewinne von knapp 14 beziehungsweise knapp 21 Prozent. Experten begrüßten den Ausstieg von Netflix, da dies dem Unternehmen ermöglicht, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren. Analysten trauen Netflix auch ohne den Zukauf von Warner Brothers bis 2030 jährliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen von mindestens zehn beziehungsweise 20 Prozent zu.
Ein weiteres Highlight war der Kursanstieg der Dell-Aktien um knapp 22 Prozent, der auf die positiven Umsatz- und Gewinnprognosen des Unternehmens zurückzuführen ist. Dell übertraf die Erwartungen insbesondere im Bereich der KI-Server und kündigte zudem eine Aufstockung seines Aktienrückkaufprogramms um zehn Milliarden US-Dollar an. Im Gegensatz dazu brachen die Aktien von Duolingo um 14 Prozent ein, nachdem das Unternehmen einen unerwartet trüben Jahresausblick vorgelegt hatte.
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