BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung rechnet nach einer starken ersten Jahreshälfte mit spürbar mehr Wachstum für Deutschland. Für 2026 steigt die Prognose auf 1,2 Prozent, 2027 auf 1,0 Prozent und 2028 auf 0,7 Prozent. Ausschlaggebend sind vor allem kräftigere Exporte und ein deutlich gedämpfter Energiepreisschock. Zugleich warnt das DIW vor einer fragilen Erholung, weil private Investitionen weiterhin zu schwach bleiben.

Der Konjunkturausblick für Deutschland wirkt nach Jahren der Flaute plötzlich weniger festgefahren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in Berlin seine Wachstumsprognosen deutlich angehoben und damit den Ton in Richtung Trendwende gesetzt. Nach den Angaben des Instituts dürfte die Wirtschaft 2026 um 1,2 Prozent zulegen, 2027 um 1,0 Prozent und 2028 um 0,7 Prozent. Damit fällt die Abweichung zur früheren DIW-Schätzung vom Juni auffällig aus: Für das laufende Jahr war damals lediglich ein Mini-Plus von 0,5 Prozent erwartet worden.
Technisch betrachtet wird diese Neubewertung weniger mit einem einzelnen Konjunkturhebel erklärt, sondern mit einer Mischung aus Außenhandel und Energieentlastung. Laut DIW treibt der überraschend starke Außenhandel die kurzfristige Dynamik an; zusätzlich sei der Energiepreisschock wegen des Iran-Kriegs geringer ausgefallen als befürchtet. Gerade das Zusammenspiel ist entscheidend: Exportorientierte Industrien reagieren auf Nachfrageimpulse meist schneller als binnengetriebene Bereiche, während Energiepreise die Kostenbasis der gesamten Wertschöpfungskette verändern. DIW-Präsident Marcel Fratzscher ordnet das entsprechend ein: „Die deutsche Wirtschaft steht vor einer möglichen Trendwende zu stärkerem Wachstum in den kommenden zwei Jahren.“
Auch auf der Nachfrageseite setzt der Optimismus an, aber an Stellen, die für Unternehmen spürbar sind. Das DIW macht vor allem die öffentliche Hand verantwortlich: Rund 70 Prozent des Wirtschaftswachstums in diesem Jahr sollen auf öffentlichen Konsum und öffentliche Investitionen zurückgehen. In der Praxis heißt das: Mehr Budgets für Gesundheit, Pflege und Rente sowie höhere Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung können Nachfrage stabilisieren, selbst wenn private Investoren vorsichtig bleiben. Zugleich liegt in dieser Struktur ein Risikoprofil für die mittlere Frist, denn öffentlich getriebene Impulse ersetzen nicht automatisch produktivitätssteigernde Ausgaben der Unternehmen.
Ein zweites Signal kommt parallel von der Bundesbank, die ebenfalls optimistischer geworden ist. Auf Basis der ersten beiden Quartale sieht die Bundesbank Deutschland „auf dem besten Weg, in diesem Jahr etwa ein Prozent zu erreichen, was deutlich besser ist als unsere Prognose vom Juni“. Der Hinweis ist für die Marktmechanik relevant: Besser laufende Auftragseingänge und solide Exportzahlen wirken über Lohn- und Beschäftigungserwartungen indirekt auf den Binnenkonsum. Gleichzeitig betont auch die Bundesbank, dass das Wachstum „nach wie vor nicht sehr hoch“ sei und die wirtschaftliche Lage insgesamt eher graduell als sprunghaft besser wird.
Die jüngsten Daten liefern dafür die statistische Grundlage. In den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,4 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent zugelegt. Schon im Schlussquartal 2025 war Wachstum nachgewiesen worden, und ein BIP-Wachstum von einem Prozent im laufenden Jahr wäre zwar noch kein „fulminanter Aufschwung“, aber klar mehr als die 0,2 Prozent Plus, die 2025 nach zwei Jahren mit schrumpfender Wirtschaft erzielt wurden. Zusätzlich zeigt der Ifo-Geschäftsklima-Index im August den vierten Monat in Folge nach oben, was typischerweise eher auf verbesserten Erwartungen als auf reine Gegenwartssignale hindeutet.
Für IT- und Industriekonzerne ist dabei weniger die Schlagzeile als die zweite Ebene entscheidend: die Zusammensetzung der Erholung. Das DIW sieht die Konjunktur zwar aufwärtsgerichtet, aber weiterhin fragil, weil private Investitionen nicht ausreichen, um die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu stärken. „Die privaten Investitionen reichen weiterhin nicht aus, um die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu stärken“, sagte DIW-Präsident Fratzscher sinngemäß in seiner Einordnung. Hinzu kommt das makroökonomische Risikobündel: Globale Unsicherheiten bleiben hoch, und eine Eskalation im Nahen Osten oder neue Handelskonflikte könnten die Erholung erneut bremsen.
Auch der Blick auf die nächsten Quartale ist von konkreten Belastungsfaktoren geprägt. Das DIW erwartet im dritten Quartal lediglich eine Stagnation, weil teure Energiepreise und Niedrigwasser die Chemie- und Metallindustrie belasten. Vor allem die hohen Gaspreise gelten als Risiko für den Winter. Darüber hinaus verbindet die Bundesbank die konjunkturelle Diskussion mit politischen Stabilitätsfragen: Der Bundesbank-Präsident warnte mit Blick auf den Aufstieg populistischer Parteien davor, den Euro aufzugeben, und stellte heraus, dass Deutschland durch die Einheitswährung enormen Wohlstand erlangt habe. Auch der Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing stellte bei seiner Warnung vor Abschottung und Nationalismus heraus, dass solche Konzepte zentrale Grundlagen des Erfolgs untergraben könnten und ein Euro-Ausstieg für den deutschen Wohlstand schädlich wäre.
Unterm Strich lässt sich aus beiden Instituts-Signalen ein klares Bild ableiten: Die Wahrscheinlichkeit einer Trendverbesserung steigt, aber die Qualität des Wachstums hängt daran, ob private Investitionen später nachziehen. Für Unternehmen bedeutet das, Planungssicherheit kurzfristig eher durch Nachfrageimpulse aus dem öffentlichen Sektor zu gewinnen, während gleichzeitig Effizienz- und Innovationsprogramme auf der Kostenseite (Energie, Versorgungssicherheit) und auf der Produktivitätsseite (Digitalisierung, Automatisierung, neue Fertigungstechnologien) strategisch weiter vorankommen müssen. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob die erhöhte Exportdynamik in eine breitere Investitions- und Beschäftigungsgeschichte übergeht oder ob die Erholung im Jahresverlauf wieder ins Stocken gerät.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "DIW- und Bundesbank-Blick: Mehr Wachstum für Deutschland ab 2026" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "DIW- und Bundesbank-Blick: Mehr Wachstum für Deutschland ab 2026" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »DIW- und Bundesbank-Blick: Mehr Wachstum für Deutschland ab 2026« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!