HANNOVER / LONDON (IT BOLTWISE) – Volkswagen will beim Prüfgespräch mit IG Metall und Betriebsrat offenbar mehrere Haustarifverträge kündigen. Hintergrund sind aus Managementsicht nicht ausreichende Einsparungen aus dem Tarifabschluss von 2024. Gleichzeitig steht laut Verhandlungskreisen auch der Manteltarifvertrag mit Regeln zu Arbeitszeit und Mehrarbeit zur Disposition. Für die Belegschaft bleibt entscheidend, ob die bisherigen Zusagen zur Beschäftigungssicherung bis 2030 stabil bleiben.

Das Prüfgespräch in Hannover ist für Volkswagen (VW) mehr als eine formale Abstimmung: Es soll nach Angaben aus Konzernkreisen die Grundlage dafür schaffen, mehrere Haustarifverträge neu zu verhandeln oder zu beenden, um Arbeitskosten zu senken. Aus Sicht des Managements reichen die Einsparimpulse aus dem Tarifabschluss von 2024 demnach nicht aus. Für die Arbeitnehmerseite ist die Richtung dagegen klarer Gegenstand: Die IG Metall ordnet das Treffen ausdrücklich als Prüfung der Zusagen ein und nicht als unmittelbare Tarifverhandlung ein. Damit prallt der Anspruch „Klarheit“ auf das Ziel „neu kalkulieren“ – und das in einer Phase, in der VW intern weitere Kostenschritte plant.
Technisch und organisatorisch ist dabei wichtig, wie VW die Tariflandschaft in Deutschland aufgebaut hat. Insgesamt existiert ein System aus 13 Einzelverträgen, in dem unterschiedliche Themenblöcke geregelt werden. Welche konkreten Vereinbarungen gekündigt werden sollen, blieb zum Zeitpunkt der Gesprächsankündigung noch offen; wahrscheinlich ist jedoch, dass mehrere Bausteine betroffen sind. Parallel dazu steht offenbar auch der Manteltarifvertrag auf dem Prüfstand, der für den größten Teil der Belegschaft mehr als nur Randregelungen bündelt. Gerade weil er grundlegende Bestimmungen enthält, darunter auch Arbeitszeit und Mehrarbeit, würde eine Verschiebung dort die Verhandlungstiefe erhöhen und nicht nur einzelne Sonderregelungen anfassen.
Bei der Frage, ob längere Arbeitszeiten als Hebel dienen könnten, zeigt sich ein Muster aus der Branche: Wo Mehrarbeit bislang anfällt und VW zusätzliches Personal einstellen müsste, könnte eine Ausweitung regulärer Stunden aus Managementsicht die Kosten pro Arbeitsstunde senken. Aktuell gilt für die Beschäftigten in Deutschland eine 35-Stunden-Woche; die Arbeitszeit war erst 2025 vereinheitlicht worden. Vorher existierten je nach Beschäftigtengruppe und Vertragslage teils niedrigere Wochenarbeitszeiten. Gleichzeitig betonen Verhandlungskreise, dass eine konkrete Forderung nach einer 38- oder 40-Stunden-Woche für das anstehende Treffen in Hannover nicht offiziell auf dem Tisch erwartet wird. Dennoch kann ein späterer Schritt in diese Richtung politisch und tarifstrategisch vorbereitet werden, vor allem wenn die ersten Gesprächsergebnisse eine Neuordnung der Kostenlogik nahelegen.
Für den Kernkonflikt ist außerdem entscheidend, welche Teile des Tarifpakets von 2024 stabil bleiben sollen. Aus Verhandlungskreisen heißt es, der Zukunftstarifvertrag von 2024 mit der vereinbarten Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 solle explizit unangetastet bleiben. Damit würden sich die Diskussionen stärker auf andere Tarifbausteine verlagern – also auf diejenigen Regelungen, die kurzfristig Kostenstrecken beeinflussen, ohne die langfristige Planungsbasis für Arbeitsplätze direkt zu berühren. Brisant wird das durch die zeitliche Staffelung: Ob einzelne Verträge direkt im Zuge des Gesprächs gekündigt werden, bleibt offen und soll sich nach dem Verlauf in Hannover entscheiden. Damit wird das Treffen zum Taktgeber dafür, wann aus einer Prüfung ein konkreter Verhandlungsdruck wird.
Auch die wirtschaftliche Ausgangslage verstärkt das Spannungsfeld. In der Branche wirkt das Thema Arbeitskosten und Produktivität häufig als Querschnitt zwischen Standortpolitik und Tarifstrategie – und VW scheint diese Verbindung gerade aktiv zu operationalisieren. In internen Unterlagen, die dem Vernehmen nach vorliegen, werden Pläne genannt, wonach weltweit bis zu 60.000 weitere Stellen abgebaut werden sollen; zusätzlich zu rund 50.000 Jobs, die durch laufende Programme wegfallen sollen. Parallel dazu sollen jährliche Gemeinkosten – etwa für Verwaltung, zentrale IT und Gebäude – um rund elf Milliarden Euro sinken. Die Folgebelegung in den 2030er-Jahren sei für Standorte wie Emden, Zwickau, Hannover sowie für das Audi-Werk Neckarsulm demnach offen. Der „Arbeitsstrang“ für die Zukunft der Werke würde dann in einem separaten Prozess verhandelt, während Hannover vor allem den zeitlichen Rahmen für die nächste Tarifauseinandersetzung abstecken soll.
Was das für die Verhandlungspartner bedeutet, lässt sich auch an der gewerkschaftlichen Ausgangsposition ablesen. In der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall auch bei VW fünf Prozent mehr Geld; zudem endet die Friedenspflicht am 1. Januar. Schon diese Kombination macht klar, warum eine reine Nullrunde aus Managementsicht offenbar nicht als tragfähig gilt: Für die Gegenseite ist ein konkretes Ergebnis nötig, für das Management ist die gleiche Logik ein Argument, zusätzliche Flexibilität über Tarifbausteine zu suchen, die nicht nur Lohn, sondern auch Arbeitszeit und Mehrarbeitsregeln betreffen. Für Arbeitgeberseite und Belegschaft wird damit im Kern die Frage beantwortet, ob sich Wettbewerbsvorteile eher über Stundenmodelle oder über andere Maßnahmen herstellen lassen – und wie stark tarifvertragliche Zusagen dabei als „Sicherungsanker“ wirken.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Volkswagen und IG Metall: Kündigung von Tarifverträgen steht vor dem Test" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Volkswagen und IG Metall: Kündigung von Tarifverträgen steht vor dem Test" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Volkswagen und IG Metall: Kündigung von Tarifverträgen steht vor dem Test« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!