WASHINGTON D.C. / LONDON (IT BOLTWISE) – Dem Hubble-Weltraumteleskop droht ein unkontrollierter Absturz, weil es keinen eigenen Antrieb mehr besitzt. NASA hat deshalb einen offiziellen Aufruf an die kommerzielle Raumfahrtindustrie gestartet, damit Unternehmen Konzepte zur Bahnanhebung oder zur Vorbereitung eines kontrollierten Wiedereintritts einreichen. Laut NASA müssen Rettungsmissionen spätestens 2032 starten, um das Teleskop in einen sicheren Orbit zu bringen oder einen sicheren Abstieg einzuleiten. Die Behörde setzt dabei auch auf das Momentum, das zuvor abgelehnte Privatideen erneut möglich machen könnte.

Dem Hubble-Weltraumteleskop geht im Erdorbit nicht „irgendwann“ die Höhe aus, sondern bereits nach aktuellen NASA-Analysen schiebt sich der Zeitplan gefährlich nach vorne: Weil das 1990 gestartete Observatorium keinen eigenen Antrieb besitzt, bremst die Restatmosphäre das schwere Teleskop stetig ab. Verstärkend kommt hinzu, dass derzeit hohe Sonnenaktivität die oberen Atmosphärenschichten aufheizt und den Drag-Effekt spürbar erhöht. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit eines unkontrollierten Absturzes in einem Zeitfenster zwischen den Jahren 2033 und 2034.
Für die NASA ist das keine reine Missionsromantik, sondern ein präziser Planungs- und Risikokonflikt aus Bahndynamik, Ressourcen und Abstimmungsaufwand. Um einen Totalverlust zu verhindern, hat die US-Raumfahrtbehörde einen Request for Information (RFI) an die kommerzielle Raumfahrtindustrie gerichtet. Bis zum 30. November können Privatunternehmen ihre Konzepte einreichen. Eine Rettungsmission zur Bahnanhebung müsste dabei spätestens 2032 starten, um Hubble auf einen sicheren Orbit zu befördern – oder alternativ, falls eine Anhebung nicht mehr gelingt, einen kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vorzubereiten.
Damit verschiebt sich auch der Blick auf den Markt: Zwar gab es schon lange private Ansätze, die staatliche Raumfahrt unterstützen oder Aufgaben ablösen, doch bei Hubble prallte das bisher an Sicherheitsbewertungen ab. Ein konkreter Vorgeschmack kam 2022, als der Tech-Unternehmer Jared Isaacman anbot, im Rahmen seines privat finanzierten Raumfahrtprogramms „Polaris Dawn“ mit einer „Crew Dragon“-Kapsel von SpaceX zu Hubble zu fliegen, anzudocken und das Teleskop um rund 600 Kilometer anzuheben. Damals sagte die Behörde ab, weil die Risiken eines Außenbordeinsatzes am aktiven Teleskop als zu unberechenbar galten.
Heute klingt die gleiche Idee aus einem ganz anderen institutionellen Mund: Isaacman leitet seit Dezember 2025 als NASA-Administrator die Behörde. Auf der Plattform X kommentierte er die damalige Absage mit den Worten: „Das war damals. Die Mühe ist es immer noch wert – Hubble hat es verdient.“ In einer NASA-Mitteilung betonte Isaacman außerdem, man sei es den Steuerzahlern und der Wissenschaft schuldig, kostengünstige und innovative Wege zur Lebensverlängerung zu prüfen. Gleichzeitig erinnert ein gescheiterter Test im Sommer 2026 beim Swift-Observatorium daran, wie heikel Kopplungs- und Dockingmanöver im All sein können – selbst wenn die grundsätzliche Technologie verfügbar ist. Dass Swift dabei abzustürzen scheint und in der Erdatmosphäre verglüht ist, zeigt jedenfalls, dass „Andocken“ in der Praxis nicht mit „funktioniert schon“ gleichzusetzen ist.
Technisch bleibt Hubble derweil handlungsfähig, wenn auch eingeschränkt. Nachdem mehrere Gyroskope ausgefallen sind, kann das Teleskop nur noch mit einem einzelnen Steuerkreisel betrieben werden. Trotzdem ist das Interesse aus der Wissenschaft ungebrochen: Forscher fordern rund siebenmal mehr Beobachtungszeit an, als überhaupt verfügbar ist. Mehr als 23.000 wissenschaftliche Facharbeiten wurden bereits durch Hubble ermöglicht – ein Wert, der weniger wie eine Jubiläumszahl wirkt und mehr wie ein Indikator dafür, dass viele laufende Forschungsprogramme direkt von Messdaten profitieren, die mit hoher Zuverlässigkeit über Jahre hinweg gewonnen werden.
Der Kern der aktuellen Entscheidung liegt damit weniger in der Frage, ob Hubble „noch kann“, sondern ob eine nachgeschaltete Dienstleistung aus der kommerziellen Raumfahrt die restliche Betriebslaufzeit wirtschaftlich verlängern kann. Moderne Nachfolger wie das James-Webb-Teleskop liefern zwar neue Einblicke in das Universum, aber Hubble adressiert weiterhin offene Themen, etwa die Erforschung der kosmischen Expansionsrate im Umfeld der sogenannten Hubble-Spannung. Ob Hubble eine Zukunft hat, entscheidet sich nun an den eingereichten Angeboten: Welche Lösung die NASA bis zum 30. November erhält, muss die Zeitachse 2032/2033 realistisch einhalten, die Missionsrisiken im Docking- und Rettungsszenario beherrschbar machen und zugleich den Aufwand so kalkulierbar gestalten, dass die Behördenentscheidung nicht in einem „zu teuer für zu wenig Nutzen“ endet. Für Unternehmen wiederum ist der RFI ein Türöffner: Wer hier überzeugende Mission-Designs liefert, könnte sich als wiederkehrender Partner für Service- und Rettungsaufgaben im Orbit positionieren.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Hubble in Gefahr: NASA fordert bis 30. November private Rettungskonzepte" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Hubble in Gefahr: NASA fordert bis 30. November private Rettungskonzepte" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Hubble in Gefahr: NASA fordert bis 30. November private Rettungskonzepte« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!