TAIWAN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) steht im Fokus einer US-amerikanischen Exportkontrolluntersuchung, die eine potenzielle Milliardenstrafe nach sich ziehen könnte.

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter, sieht sich mit einer möglichen Strafe von über einer Milliarde US-Dollar konfrontiert. Grund ist eine Untersuchung der US-Exportkontrollbehörden, die sich mit einem von TSMC hergestellten Chip befasst, der in einem KI-Prozessor von Huawei verwendet wurde. Diese Entwicklung ist Teil eines größeren Konflikts zwischen den USA und China, der sich um technologische Vorherrschaft und nationale Sicherheit dreht. TSMC hat sich bisher nicht weiter zu den Vorwürfen geäußert und befindet sich in einer sogenannten ‘stillen Periode’. Der Fall kam erstmals Ende 2024 ans Licht, als Berichte darauf hinwiesen, dass eine erhebliche Menge von TSMCs exportkontrollierten KI-Chip-Dies in Huaweis massenproduziertem KI-Beschleuniger, dem Ascend 910B, verwendet wurden. Berichten zufolge ist der TSMC-Chip in einen Chip von Xiamen Sophgo Technologies integriert, der wiederum Teil des Ascend 901B ist. Diese Chips gelten als die fortschrittlichsten ihrer Art, die in China hergestellt werden. Schätzungen zufolge wurden Hunderttausende dieser Prozessoren mit diesen Komponenten produziert. TSMC betont, dass es sich an alle geltenden Regeln und Vorschriften halte, einschließlich der Exportkontrollen, und seit Mitte September 2020 keine Lieferungen an Huawei mehr durchgeführt habe. Das Unternehmen hat proaktiv mit dem US-Handelsministerium kommuniziert, um die Angelegenheit zu klären. Im Oktober 2024 entdeckte das kanadische Forschungsunternehmen TechInsights bei der Demontage des Huawei 910B-Prozessors einen TSMC-basierten Chip, der einem von Sophgo hergestellten Chip ähnelte. Sophgo, eine Tochtergesellschaft des Bitcoin-Mining-Ausrüsters Bitmain, erklärte, dass die Untersuchung des US-Handelsministeriums keine Verbindung zwischen TSMC und Huawei über Sophgo oder dessen Produkte betreffe. Im November 2024 ordnete das US-Handelsministerium an, dass TSMC die Lieferung fortschrittlicher Chips an chinesische Kunden, einschließlich Sophgo, einstellen solle. Im Januar 2025 wurden über zwanzig chinesische Unternehmen, darunter auch Sophgo, auf die schwarze Liste der USA gesetzt. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Spannungen zwischen den USA und China im Bereich der Hochtechnologie und die Herausforderungen, denen sich Unternehmen wie TSMC gegenübersehen, die in diesem geopolitischen Spannungsfeld operieren.

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