LONDON (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Entwicklungen auf dem britischen Lebensmittelmarkt werfen neue Fragen zur Inflationsdynamik auf. Während die allgemeine Inflation stabil bleibt, steigen die Lebensmittelpreise unerwartet stark an.
Die britischen Lebensmittelpreise haben im Mai einen bemerkenswerten Anstieg erlebt, der die Erwartungen der Analysten übertraf. Laut den neuesten Daten des Office for National Statistics (ONS) stieg die Lebensmittelpreisinflation von 3,4 % im April auf 4,4 % im Mai. Diese Entwicklung stellt die Bank of England vor neue Herausforderungen, da die allgemeine Inflationsrate bei 3,4 % verharrte und damit die Prognosen der Wirtschaftsexperten nicht erfüllte.
Ein wesentlicher Faktor für den Preisanstieg sind die erhöhten Lohnkosten, die aus der Haushaltsplanung der britischen Regierung resultieren. Die im Oktober von Kanzlerin Rachel Reeves eingeführten Änderungen führten zu einer Erhöhung der National Insurance-Beiträge und der Mindestlöhne. Diese Maßnahmen setzten Unternehmen unter Druck, die gestiegenen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, was sich nun in den Lebensmittelpreisen widerspiegelt.
Ökonomen wie Ruth Gregory von Capital Economics betonen, dass die Bank of England vor einer schwierigen Entscheidung steht. Trotz der steigenden Lebensmittelpreise wird erwartet, dass die Zinsen auf dem bevorstehenden Treffen bei 4,25 % bleiben. Doch die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, könnten die Zinsentscheidungen weiter verkomplizieren.
Andrew Wishart von Berenberg weist darauf hin, dass die Einzelhändler in der Lage sind, die gestiegenen Personalkosten an die Kunden weiterzugeben, was die Inflation der Lebensmittelpreise weiter anheizt. Der Konflikt zwischen Israel und Iran und die damit verbundenen Ölpreiserhöhungen könnten die Inflationsentwicklung zusätzlich beeinflussen.
Währenddessen zeigt sich der britische Aktienmarkt relativ stabil. Der FTSE 100 Index blieb unverändert, während der FTSE 250 leicht um 0,2 % fiel. Händler prognostizieren zwei mögliche Zinssenkungen bis Ende des Jahres, doch die geopolitischen Unsicherheiten könnten die Planungen der Bank of England erschweren.
Interessanterweise sanken die Kerninflationszahlen, die volatile Nahrungsmittel- und Energiekosten ausschließen, von 3,8 % auf 3,5 %. Dies deutet darauf hin, dass die Inflation in anderen Bereichen unter Kontrolle bleibt. Dennoch bleibt die Zinsentscheidung der Bank of England mit Spannung erwartet, da sich die Finanzanalysten auf eine Phase erhöhter Vorsicht einstellen.
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