LONDON (IT BOLTWISE) – Die Annahme, dass die Nachfrage von Privatanlegern nach Bitcoin abnimmt, könnte trügerisch sein. Während die Aktivität kleiner Wallets auf einem Mehrjahrestief liegt, zeigt sich ein anderes Bild, wenn man den Einfluss von Spot-Bitcoin-ETFs betrachtet.

Die Vorstellung, dass Bitcoin aufgrund einer sinkenden Nachfrage von Privatanlegern nicht weiter steigen kann, ist weit verbreitet. Onchain-Daten scheinen diese Annahme zu stützen, da die Aktivität kleiner Wallets auf einem Mehrjahrestief liegt. Doch ist dies wirklich das vollständige Bild? Möglicherweise ist die Nachfrage von Privatanlegern nach wie vor vorhanden, jedoch nicht dort, wo man sie traditionell vermutet. In diesem Zyklus könnte ein großer Teil der Nachfrage über traditionelle Finanzkanäle wie Spot-ETFs, Pensionsfonds und Brokerage-Konten fließen. Wenn ETFs als Teil der Privatanlegernachfrage betrachtet werden, könnte dies das Verständnis des Bitcoin-Marktes verändern. Seit der Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs in den USA im Januar 2024 hat Bitcoin den Weg in die Portfolios von Kunden gefunden, die es möglicherweise nie direkt gehalten hätten, sei es aus Mangel an technischem Vertrauen oder aus Unwillen, die Selbstverwahrung zu übernehmen. Institutionen kaufen ebenfalls ETFs aufgrund ihrer regulatorischen Klarheit und der einfachen Buchhaltung. Zu den größten ETF-Haltern gehören Anlageberater und Hedgefonds, die Bitcoin-Engagements im Namen von sowohl privaten als auch institutionellen Kunden verwalten. Banken, Versicherer und Pensionsfonds treten ebenfalls auf den Plan und bieten ihren Kunden Bitcoin-Engagements an. Gemeinsam besitzen ETF-Anteilseigner nun etwa 135 Milliarden US-Dollar in Bitcoin. Laut einem Analysten von Bloomberg machen Anlageberater fast die Hälfte der 21 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten aus, die durch 13F-Meldungen berichtet werden – ein wachsender Teil des gesamten ETF-Engagements, der nun etwa 20 % aller ETF-Bestände repräsentiert. Hedgefonds folgen mit 6,9 Milliarden US-Dollar an ETF-Anteilen, gefolgt von Brokerhäusern und Holdinggesellschaften. Es ist verlockend, ETF-Flüsse als rein institutionell zu kategorisieren, im Gegensatz zu dem vertrauten Bild eines kleinen Retail-Wallets, das Satoshis stapelt. Aus dieser Perspektive ist die direkte Nachfrage von Privatanlegern nahezu verschwunden. Doch wenn der Endhalter eines BTC-ETF-Anteils ein Privatkunde ist, könnte es an der Zeit sein, die Interpretation der Onchain-Daten zu überdenken. Dies könnte die neue Realität des Bitcoin-Marktes sein: Neue Privatanleger ziehen es vor, ihr Bitcoin in einem Brokerage-Konto zu halten und nicht in einer selbstverwalteten Wallet. Während dies dem ursprünglichen Ethos von Bitcoin widerspricht, spricht dieser Ansatz viele an, die dennoch an die Investmentthese glauben. Der Erfolg von Spot-ETFs ist ein Beweis für das Interesse der Privatanleger, auch wenn es nicht onchain registriert wird. Doch trotz der ETF-Nachfrage bleibt der Bitcoin-Preis unter Druck. In anderen Worten, die aktuellen Zuflüsse – selbst mit ETFs – reichen nicht aus, um die laufenden Abflüsse auszugleichen. Der Markt könnte einen großen Katalysator benötigen, wie etwa Zinssenkungen, um die Nachfrage neu zu entfachen. Ein solcher Auslöser würde in erster Linie den Institutionen und ihren Kunden zugutekommen, die nun eine zunehmend zentrale Rolle im Bitcoin-Ökosystem spielen. Letztendlich wird der Einzelhandel durch die traditionellen Finanzkanäle gehen müssen, so die Überzeugung eines Branchenexperten. Doch das bedeutet nicht, dass die direkte Nachfrage von Privatanlegern verschwinden wird. Während wohlhabendere US-Investoren möglicherweise über große Finanzinstitute investieren, werden Privatanleger in Ländern wie Nigeria oder Argentinien wahrscheinlich weiterhin direkt BTC kaufen und halten.

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Bitcoin-ETFs: Neue Wege für Privatanleger
Bitcoin-ETFs: Neue Wege für Privatanleger (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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