JIANGMEN / CHINA / LONDON (IT BOLTWISE) – Das Jiangmen Underground Neutrino Observatory (JUNO) in China hat nach über zehn Jahren Bauzeit seinen Betrieb aufgenommen. Mit dem weltweit größten Acrylglasdetektor und einer hochreinen Szintillationsflüssigkeit soll es helfen, die Mysterien der Neutrinos zu entschlüsseln. Die Technische Universität München spielt eine zentrale Rolle in diesem internationalen Projekt.

Das Jiangmen Underground Neutrino Observatory (JUNO) in China markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Neutrinophysik. Nach über einem Jahrzehnt der Planung und des Baus ist das Observatorium nun bereit, die Geheimnisse der Neutrinos zu erforschen. Diese subatomaren Teilchen stellen Wissenschaftler vor große Herausforderungen, da ihre Eigenschaften auf Physik jenseits des Standardmodells hindeuten.
Der zentrale Detektor von JUNO besteht aus einer gigantischen Acrylglaskugel mit einem Durchmesser von 34,5 Metern, die mit 20.000 Tonnen einer hochreinen organischen Szintillationsflüssigkeit gefüllt ist. Diese Konstruktion ermöglicht es, die schwachen Lichtblitze zu registrieren, die entstehen, wenn Neutrinos mit der Flüssigkeit interagieren. Mit 43.000 Photosensoren ausgestattet, ist JUNO zwanzig Mal größer als bisherige Detektoren dieser Art.
Ein wesentlicher Aspekt der Forschung bei JUNO ist die Untersuchung der Neutrinomassenordnung. Die Forscher hoffen, herauszufinden, ob der dritte Neutrino-Massenzustand schwerer ist als der zweite. Dazu ist JUNO strategisch in gleicher Distanz zu acht Kernreaktoren in Taishan und Yangjiang positioniert, um die Neutrino-Massenordnung mit bisher unerreichter Präzision zu messen.
JUNO ist nicht nur ein technisches Wunderwerk, sondern auch ein internationales Gemeinschaftsprojekt. Mehr als 700 Forscher aus 74 Institutionen in 17 Ländern sind beteiligt, darunter auch mehrere deutsche Universitäten. Das Observatorium ist für eine wissenschaftliche Lebensdauer von bis zu 30 Jahren ausgelegt und bietet die Möglichkeit für zukünftige Upgrades, um nach dem neutrinolosen Doppel-Beta-Zerfall zu suchen.

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