WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Untersuchung zeigt, dass US-Banken zwischen 2020 und 2024 über 312 Milliarden US-Dollar für chinesische Geldwäschenetzwerke bewegt haben. Trotz dieser alarmierenden Zahlen bleibt die Kritik an Kryptowährungen als Mittel zur Geldwäsche bestehen, obwohl deren Anteil im Vergleich gering ist.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht wird aufgedeckt, dass US-Banken zwischen 2020 und 2024 über 312 Milliarden US-Dollar für chinesische Geldwäschenetzwerke bewegt haben. Diese Netzwerke arbeiten eng mit mexikanischen Drogenkartellen zusammen, die ihre Drogeneinnahmen in US-Dollar waschen müssen, während chinesische Banden US-Dollar benötigen, um die Währungskontrollgesetze Chinas zu umgehen. Diese symbiotische Beziehung ermöglicht es beiden Parteien, von den Schwächen des globalen Finanzsystems zu profitieren.
Der Bericht der US Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) analysierte über 137.000 Berichte des Bank Secrecy Act aus den Jahren 2020 bis 2024. Dabei wurde festgestellt, dass jährlich durchschnittlich über 62 Milliarden US-Dollar durch das US-Bankensystem von chinesischen Geldwäschern geschleust wurden. Neben der Geldwäsche von Drogengeldern sind chinesische Banden auch in Menschenhandel, Gesundheitsbetrug und Immobiliengeldwäsche verwickelt, wobei allein im Immobiliensektor verdächtige Transaktionen im Wert von 53,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet wurden.
Trotz dieser alarmierenden Zahlen wird Kryptowährung oft als Hauptschuldiger für Geldwäsche und illegale Aktivitäten dargestellt. Politiker wie die Senatorin Elizabeth Warren haben wiederholt strengere Regulierungen für Kryptowährungen gefordert, obwohl die tatsächlichen Zahlen zeigen, dass der Großteil der Geldwäsche nicht mit Kryptowährungen in Verbindung steht. Laut der United Nations Office on Drugs and Crime wird weltweit jährlich mehr als 2 Billionen US-Dollar gewaschen, während die illegalen Kryptovolumina in den letzten fünf Jahren nur etwa 189 Milliarden US-Dollar ausmachten.
Experten betonen, dass illegale Aktivitäten nur einen kleinen Bruchteil des gesamten Kryptovolumens ausmachen. Angela Ang von TRM Labs schätzt, dass weniger als 1 % des gesamten Kryptovolumens illegal sind. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass das traditionelle Bankensystem nach wie vor der Hauptkanal für Geldwäsche ist, während Kryptowährungen oft zu Unrecht als Hauptschuldiger dargestellt werden. Die FinCEN-Ergebnisse passen in ein breiteres Muster, bei dem unterirdische Bankennetzwerke als Schattenfinanzsystem für organisierte Kriminalität weltweit fungieren.

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