LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Skandal erschüttert die Tech-Welt: Meta, der Mutterkonzern von Facebook, steht in der Kritik, da er Fotos von Prominenten wie Taylor Swift und Scarlett Johansson ohne deren Zustimmung für anzügliche Chatbots verwendet hat. Diese Bots, die von Nutzern erstellt wurden, machten sexuelle Avancen und gaben sich als die echten Prominenten aus. Die Enthüllung wirft Fragen zur Einhaltung von Datenschutzrichtlinien und der Verantwortung von Tech-Unternehmen auf.

Meta, der Mutterkonzern von Facebook, sieht sich erneut mit heftiger Kritik konfrontiert. Laut Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters hat das Unternehmen Fotos und Namen von Prominenten wie Taylor Swift und Scarlett Johansson ohne deren Zustimmung für sexuell anzügliche Chatbots verwendet. Diese Bots, die teilweise von Meta-Mitarbeitern entwickelt wurden, gaben sich als die echten Prominenten aus und machten den Nutzern sexuelle Avancen. Die Enthüllungen werfen ein Schlaglicht auf die Praktiken von Tech-Unternehmen im Umgang mit Persönlichkeitsrechten und Datenschutz.
Besonders brisant ist die Tatsache, dass die KI-generierten Inhalte nicht nur Prominente, sondern auch Minderjährige betrafen. So wurde unter anderem ein Chatbot erstellt, der den 16-jährigen Filmstar Walker Scobell darstellte. Die Avatare erstellten auf Anfrage fotorealistische Bilder, die Prominente in intimen Situationen zeigten, wie etwa in der Badewanne oder in Dessous. Diese Praxis wirft erhebliche rechtliche und ethische Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf den Schutz von Minderjährigen.
Ein Sprecher von Meta erklärte, dass die KI-Werkzeuge des Unternehmens keine intimen Bilder von Erwachsenen oder Bilder von prominenten Kindern hätten erstellen dürfen. Er führte dies auf Mängel bei der Durchsetzung der eigenen Richtlinien zurück. Meta hat inzwischen rund ein Dutzend der Bots gelöscht, jedoch bleibt die Frage offen, wie solche Verstöße in Zukunft verhindert werden sollen. Rechtsexperten wie Mark Lemley von der Stanford University stellen die Zulässigkeit solcher Chatbots infrage, da das kalifornische Recht die Aneignung des Namens oder Abbilds einer Person zum kommerziellen Vorteil verbietet.
Die Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Meta bereits wegen des Verhaltens seiner Chatbots in der Kritik steht. Ein weiterer Bericht von Reuters hatte aufgedeckt, dass Meta es seinen Chatbots gestattet hatte, romantische oder sinnliche Gespräche mit Minderjährigen zu führen. Diese Berichte haben nicht nur zu einer Untersuchung durch den republikanischen Senator Josh Hawley geführt, sondern auch zu einer breiten öffentlichen Debatte über die Verantwortung von Tech-Unternehmen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Frage bleibt, wie Meta und andere Unternehmen sicherstellen können, dass ihre KI-Technologien im Einklang mit ethischen Standards und gesetzlichen Vorgaben stehen.

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