MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Drei neue KI-News aus den vergangenen Tagen in einer schnellen Übersicht als KI News Espresso. Präsident des OLG Karlsruhe will Künstliche Intelligenz in der Justiz, das Meer ist voller als gedacht und KI soll die nächsten 250 Jahre Forschung auf 25 Jahre komprimieren. CRITCH® AI TECH MORNING NEWS auf Spotify!


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  • Präsident des OLG Karlsruhe will Künstliche Intelligenz in der JustizOLG-Präsident Müller sieht in KI große Chancen für die Justiz. Jörg Müller, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe, hebt das Potenzial Künstlicher Intelligenz (KI) für die Justiz hervor. Er sieht darin eine Antwort auf den Fachkräftemangel und die wachsende Komplexität juristischer Fälle. Müller betont, dass trotz des Einsatzes von KI die Entscheidungsfindung in der Hand der Richter bleibt, aber KI die juristische Arbeit effektiv unterstützen kann. Er plädiert für eine Entlastung der Richter von Routineaufgaben durch digitale Verfahren und automatisierte Prozesse, um sich auf die Kernaspekte der Rechtsprechung konzentrieren zu können.
    Insbesondere im Zivilprozess ergeben sich durch digitale Verfahrensräume und KI-gestützte Lösungen Möglichkeiten, die Arbeitsabläufe zu optimieren. Müller verweist auf internationale Beispiele, wie das belgische Insolvenzverfahren oder Online-Streitbeilegungssoftware, die bereits erfolgreich eingesetzt werden. KI könnte auch in der Antragstellung und Aktenaufbereitung helfen und durch Chatbots mit Video-Unterstützung die Kommunikation mit den Gerichten vereinfachen, was letztendlich das Vertrauen in den Rechtsstaat stärken könnte.
    Der Einsatz von KI in der Justiz birgt laut Müller jedoch auch Grenzen, insbesondere wenn es um die persönliche Einschätzung von Zeugenaussagen geht, bei denen nonverbale Signale eine Rolle spielen. Müller unterstreicht die Bedeutung persönlicher Verhandlungen, sieht in der Technologie aber eine Chance, Richtern mehr Zeit für wesentliche Aufgaben zu geben und den Zugang zur Justiz zu vereinfachen.
    Auf dem Meer ist es viel voller als gedachtSatelliten und KI enthüllen wahres Ausmaß der Fischerei auf den Weltmeeren. Eine neue Studie, die Satellitendaten und Künstliche Intelligenz nutzt, hat das wahre Ausmaß der Fischereiaktivitäten auf den Weltmeeren offenbart, mit überraschenden Ergebnissen: 75 Prozent der weltweiten Fischereiflotte entgehen der Erfassung durch öffentliche Ortungssysteme. Die Untersuchung, die im Fachjournal „Nature“ veröffentlicht wurde, deckt auf, dass die maritime Aktivität, auch in Meeresschutzgebieten, weitaus intensiver ist als bisher angenommen. Dies legt nahe, dass die Überfischung und die Ausbeutung maritimer Ressourcen noch gravierender sein könnten, als bisherige Schätzungen zeigen.
    Die Studie, die Daten der Copernicus-Sentinel-Missionen von 2017 bis 2021 analysierte, identifizierte Fischerboote und andere Schiffe, die ihre Position nicht offiziell melden. Diese „dunklen Flotten“ agieren oft unentdeckt, was die Regulierung und den Schutz der Ozeane erschwert. Besonders betroffen sind Regionen in Südasien, Südostasien und Afrika, wo deutlich mehr Fischereiaktivität herrscht als offiziell bekannt. Auch in Schutzgebieten, wie dem Gebiet um das Great Barrier Reef, ist eine hohe Konzentration von Fischerbooten zu verzeichnen, was die Notwendigkeit effektiverer Überwachungs- und Schutzmaßnahmen unterstreicht.
    Die Ergebnisse der Studie bieten jedoch auch neue Möglichkeiten zur Bekämpfung der illegalen Fischerei und zur Schätzung von Treibhausgasemissionen auf See. Durch die Identifizierung von Hotspots illegaler Fischerei können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um diese zu bekämpfen. Zudem geben die Daten Aufschluss über den raschen Anstieg von Offshore-Infrastrukturen wie Ölplattformen und Windkraftanlagen, was für die Planung zukünftiger Umwelt- und Klimaschutzstrategien von Bedeutung ist. Die Studie markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem besseren Verständnis und Management der maritimen Aktivitäten und ihrer Auswirkungen auf die Ökosysteme der Ozeane.
    KI soll die nächsten 250 Jahre Forschung auf 25 Jahre komprimierenKI und Supercomputing könnten jahrhundertelange Forschung auf Jahrzehnte verkürzen. Microsofts neueste Innovation, Azure Quantum Elements, verspricht eine Revolution in der Chemie und Materialwissenschaft, indem sie künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing kombiniert, um Forschungsprozesse zu beschleunigen. Ziel des Projekts ist es, 250 Jahre wissenschaftlichen Fortschritts in nur 25 Jahre zu komprimieren. In einer kürzlich durchgeführten Studie, in Zusammenarbeit mit dem Pacific Northwest National Laboratory (PNNL), demonstrierte Azure Quantum Elements bereits sein Potenzial, indem es 20 Jahre Forschung in nur einer Woche verdichtete. Die Technologie identifizierte einen aussichtsreichen Festkörperelektrolyten, der den Lithiumverbrauch in Batterien potenziell um 70 Prozent reduzieren könnte.
    Die Verwendung von KI zur Vorauswahl und eines HPC-Clusters für die Feinarbeit ermöglichte es, aus 32,6 Millionen Kandidaten 18 vielversprechende Varianten für Akkumaterialien zu extrahieren. Diese Entwicklung könnte eine bedeutende Rolle bei der Lösung aktueller Energieprobleme spielen und zeigt, wie digitale Technologien traditionelle Forschungsfelder transformieren können. Die Tatsache, dass die KI eine Lithium-Natrium-Verbindung als vielversprechend identifizierte – eine Kombination, die bisher als unpraktikabel galt –, unterstreicht das Potenzial der Technologie, etablierte wissenschaftliche Annahmen herauszufordern.
    Azure Quantum Elements steht damit an der Schwelle zu einer neuen Ära der Forschung, die das Potenzial hat, die Grenzen der Chemie und Materialwissenschaft neu zu definieren. Während die Technologie bereits beeindruckende Ergebnisse liefert, weist Microsoft auf die zukünftigen Möglichkeiten hin, die sich mit der Entwicklung von Quantencomputern eröffnen, die komplexe Moleküle modellieren könnten, eine Aufgabe, die derzeitige Supercomputer überfordert. Diese Fortschritte in der digitalen Technologie könnten nicht nur die Forschung beschleunigen, sondern auch zu nachhaltigeren und effizienteren Lösungen in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen führen.

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    AI Morning News Podcast #46: Präsident des OLG Karlsruhe will Künstliche Intelligenz in der Justiz, das Meer ist voller als gedacht und KI soll die nächsten 250 Jahre Forschung auf 25 Jahre komprimieren
    Präsident des OLG Karlsruhe will Künstliche Intelligenz in der Justiz, das Meer ist voller als gedacht und KI soll die nächsten 250 Jahre Forschung auf 25 Jahre komprimieren (Foto: KI und Labor, Midjourney / Freepik)

    Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe einer Künstlichen Intelligenz generiert worden sein.


    Der KI-Morning-Podcast wird gesponsert von der Critch GmbH (Immobilien FREITAG®) – Ein Unternehmen der FREITAG® Beteiligungsgesellschaft mbH aus München. Regelmäßige Treffen und Expertenrunden rund um Künstliche Intelligenz und VR/AR in der Immobilienwirtschaft in unserem Münchener Bürokomplex: http://bit.ly/437IVrz. Dem KI-Blogger Michael Freitag auf Twitter, LinkedIn oder Threads folgen.



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