LONDON (IT BOLTWISE) – Die Entscheidung von Belkin, den Support für zahlreiche Wemo-Geräte einzustellen, wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen und Risiken der IoT-Branche.

Die jüngste Ankündigung von Belkin, den Support für die meisten seiner Wemo-Produkte einzustellen, hat bei vielen Nutzern für Unmut gesorgt. Ab dem 31. Januar 2026 werden 27 Wemo-Geräte, die seit 2015 verkauft wurden, nicht mehr durch die Wemo-App unterstützt. Dies betrifft insbesondere Funktionen, die auf Cloud-Dienste angewiesen sind, wie die Integration mit Sprachassistenten und die Fernsteuerung.
Für betroffene Nutzer bedeutet dies, dass die Geräte ohne die App nicht mehr wie gewohnt funktionieren werden. Besonders kritisch ist dies für Funktionen wie die Steuerung über Amazon Alexa oder die Nutzung von Sicherheitsmodi, die das Zuhause bei Abwesenheit bewohnt erscheinen lassen sollen. Die Sicherheitsrisiken durch fehlende Updates sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Ein Lichtblick bleibt für Nutzer, die ihre Geräte mit Apple HomeKit konfiguriert haben. Diese können auch nach dem Support-Ende weiterhin genutzt werden, da HomeKit keine Abhängigkeit von der Wemo-Cloud hat. Allerdings sind nur sieben der betroffenen Geräte HomeKit-kompatibel.
Belkin begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit, sich auf andere Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Das Unternehmen bietet weiterhin eine Vielzahl von Konsumgütern an, darunter Ladegeräte und Adapter. Die Entscheidung, den Support für Wemo einzustellen, war für Branchenkenner nicht überraschend, da Belkin bereits 2023 angekündigt hatte, sich aus dem Smart-Home-Bereich zurückzuziehen.
Die Problematik, dass IoT-Geräte durch das Ende des Supports zu Elektroschrott werden, ist nicht neu. Laut einer Schätzung der US Public Interest Research Group wurden seit 2014 mindestens 130 Millionen Pfund Elektroschrott durch abgelaufene Software und eingestellte Cloud-Dienste erzeugt. Dies zeigt, wie bequem es für Unternehmen geworden ist, Produkte zu verkaufen und später deren Funktionalität einzuschränken.
Ein Grund für diese Entwicklung könnte die mangelnde Sensibilisierung der Verbraucher sein. Eine Umfrage von Consumer Reports ergab, dass 43 Prozent der Befragten beim Kauf eines vernetzten Geräts nicht wussten, dass der Support irgendwann enden könnte. Aktivisten fordern daher gesetzliche Regelungen, die Hersteller verpflichten, die Dauer des Supports offenzulegen.
Die Herausforderungen für IoT-Unternehmen sind vielfältig. Sie müssen neue Produkte entwickeln, bestehende sicher und konkurrenzfähig halten und gleichzeitig profitabel bleiben. Doch die Verantwortung, die Geräte funktionsfähig zu halten, darf nicht allein auf den Verbrauchern lasten. Wenn Unternehmen ihre Produkte nicht unterstützen können, könnte dies langfristig zu einem Vertrauensverlust führen.

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