LONDON (IT BOLTWISE) – Börsennotierte Bitcoin-Miner melden KI- und HPC-Kontrakte im Umfang von mehr als 70 Mrd. US-Dollar. Damit verschiebt sich der Blick von einem reinen Bitcoin-Proxy hin zu einer Art digitaler Energie-Infrastruktur-Allocation. Die Logik dahinter: Rechenzentren brauchen zuverlässig lieferbare Leistung, Netze werden bei Engpässen zur Drosselung bezahlt und Bitcoin finanziert die verbleibende Kapazität. ETF-Anleger sehen dieser Woche vor allem daran, dass WGMI seine Anlagestrategie erweitert.

Der Sektor der börsennotierten Bitcoin-Miner wird gerade weniger als „Krypto-Wette“ und mehr als Infrastrukturmarkt lesbar. Laut einer aggregierten Summe angekündigter KI- und High-Performance-Computing-(HPC)-Kontrakte über den gelisteten Mining-Sektor liegt das Volumen inzwischen bei mehr als 70 Mrd. US-Dollar. Für Berater verändert das die zentrale Modellannahme: Aus einem eindimensionalen Bitcoin-Exposure wird eine Kombination aus Strom- und Standortzugang, aus dem sich eine zweite Erlösquelle neben Block Rewards ableitet.
Der Umbau wirkt deshalb so konsequent, weil die klassische Mining-Ökonomie gleichzeitig härter und planbarer unter Druck gerät. Die April-2024-Halbierung senkte die Block-Belohnung von 6,25 auf 3,125 BTC. Trotzdem machten neu emittierte Bitcoins laut den genannten Miner-Erlöszahlen 2025 noch immer fast 99% der etwa 17,0 Mrd. US-Dollar aus; Transaktionsgebühren bleiben der kleinere Rest. Gleichzeitig steigt die Wettbewerbsintensität auf der Rechenleistungsebene: Die Netzwerk-Hashrate liegt nahe bei 1 Zettahash pro Sekunde, also einer 1 mit 21 Nullen – und selbst wenn jede Person auf der Erde nur eine Rechenoperation pro Sekunde ausführen würde, bräuchte die Menschheit laut der Rechnung grob 4.000 Jahre, um diese Sekunde nachzuvollziehen.
Genau dort setzt der strategische Pivot an: Mining ist ökonomisch ein Geschäft mit „Energie-Arbitrage“ – nicht primär mit Chips. In der Kostenlogik sind drei Variablen entscheidend: der Bitcoin-Kurs, die Block-Belohnung und der Strompreis. Wenn sich die Erlöse pro Einheit Rechenleistung alle vier Jahre programmatisch reduzieren (durch die Halbierung), während die Kosten steigen, bleibt als belastbarster Hebel die Fähigkeit, sehr günstige, oft bereits verfügbare Kapazitäten zu sichern. Der strukturelle Engpass liegt dabei laut der IEA-Projektion nicht in der Halbleiterverfügbarkeit, sondern in energiereicher „landseitiger“ Infrastruktur: gesicherte Netzanschlüsse, Hochspannungsanbindungen, Kühlung und vor allem Stromabnahmevereinbarungen, die sich über Jahre planen und bauen lassen.
Die Marktmechanik dahinter wird in den genannten Vertragsbeispielen greifbar. Core Scientific hat demnach 12-jährige Hosting-Vereinbarungen mit CoreWeave unterzeichnet, mit einem Gesamtvertragswert von 10,2 Mrd. US-Dollar. IREN habe zusätzlich einen fünfjährigen KI-Cloud-Vertrag im Volumen von 9,7 Mrd. US-Dollar gesichert, der NVIDIA-GB300-Deployments auf dem Campus in Childress, Texas, abdeckt. TeraWulf meldet über 12 Mrd. US-Dollar an langfristigen HPC-Hosting-Verträgen, und die HPC-Leasing-Einnahmen hätten im ersten Quartal 2026 erstmals das Mining-Einkommen überholt. Auch Hut 8 wird genannt, mit einem 15-jährigen Lease für den Beacon-Point-Campus in Texas, ausgewiesen mit 9,8 Mrd. US-Dollar.
Was sich in dieser Gemengelage als „gemeinsamer Nenner“ abzeichnet, ist Energie als universeller Rohstoff zwischen mehreren Nachfragewelten. KI-Datenzentren zahlen für planbare, dauerhaft verfügbare Leistung; Netze zahlen Miner für das Drosseln in angespannten Situationen; Bitcoin wiederum finanziert die restliche Kapazität. Wer über günstigen, skalierbaren Strom verfügt, kann diese drei Zahlungsströme – je nach Lastprofil und Netzsituation – parallel aussteuern. Damit wird die Erzählung weniger „KI frisst Mining“, sondern eher „KI monetarisiert bereits vorhandene Energie-Portfolios“, die über Infrastrukturverträge langfristig abgesichert werden.
Besonders sichtbar wird diese Verschiebung im ETF-Kontext, weil WGMI die Investmentlogik offiziell anpasst. Der CoinShares Bitcoin Mining ETF (WGMI) investiert nun mindestens 80% des Nettovermögens in Wertpapiere von Bitcoin-Mining- und Digital-Power-Unternehmen. Zuvor war die Ausrichtung stärker auf reine Mining-Titel fokussiert. Der zulässige Anlageuniversum-Umfang wurde entsprechend erweitert: Betreiber hyperskaliger Rechenzentren für KI, Anbieter von Rechenzentrums- und KI-Komponenten einschließlich Semiconductors, Unternehmen in Stromerzeugung und Energieinfrastruktur, die für den Betrieb von Datenzentren zentral sind, sowie Firmen im Bereich High-Performance- und Quantum-Computing, sofern sie KI-Workloads unterstützen. Gleichzeitig bleibt WGMI flexibel, bis zu 20% in Gesellschaften mit breiterem Bitcoin- oder Digital-Infrastructure-Exposure zu investieren.
Für Anleger verschiebt sich damit auch das Risikoprofil. Konvergenz beseitigt kein Risiko, sie ändert dessen Form: Mining-Aktien bleiben operativ am Bitcoin-Preis „gehebelt“ und können in Drawdowns stärker nachgeben als der Bitcoin-Kurs selbst. KI-Hosting bringt zusätzlich Konzentrationsrisiken bei einer vergleichsweise kleinen Zahl von Vertragspartnern, ebenso wie Ausführungsrisiken über mehrjährige Bau- und Inbetriebnahmezeiträume. Auch die Finanzierungskomponente wächst mit der Ambition von Projekten, während die Nachfrage nach KI-Infrastruktur strukturell zwar gut begründet ist, aber nicht geradlinig verläuft. Für Kunden, die Mining-Titel bislang als reinen Bitcoin-Proxy gekauft haben, ist die neue Betrachtung klar: Der Sektor bietet jetzt auch Exposure auf die Liefer- und Kapazitätsdynamik von Bitcoin, auf den Aufbau von KI-Compute und auf eine Neubewertung von Energie als Engpassressource – genau an der Schnittstelle liegen weniger Branchen, und weniger davon sind schon mit passenden Vermögenswerten gestartet.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin-Miner setzen auf KI-Compute: WGMI erweitert Fokus deutlich" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin-Miner setzen auf KI-Compute: WGMI erweitert Fokus deutlich" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin-Miner setzen auf KI-Compute: WGMI erweitert Fokus deutlich« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!