FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Bundesbank betont die Bedeutung der Disziplin im Umgang mit Staatsschulden, während sie gleichzeitig die Bonität Deutschlands als stabil einstuft. Trotz wachsender Schuldenquote bleibt Deutschland im internationalen Vergleich in sicheren Gewässern. Doch die langfristigen Folgen steigender Zinslasten könnten den Bundeshaushalt belasten, warnt die Bundesbank.

Die Bundesbank hat in einem aktuellen Beitrag die Notwendigkeit betont, die Disziplin im Umgang mit Staatsschulden zu wahren. Trotz der steigenden Schuldenquote sieht die Bundesbank die Kreditwürdigkeit Deutschlands nicht gefährdet. Michael Theurer, Vorstandsmitglied der Bundesbank, hebt hervor, dass Deutschland weiterhin eine hohe Kreditwürdigkeit genießt und im internationalen Vergleich stabil bleibt.
Dennoch warnt Theurer vor den langfristigen Folgen wachsender Zinslasten, die den Bundeshaushalt belasten könnten. Es sei entscheidend, die derzeit hohen Defizite verlässlich zurückzuführen, um die finanzielle Stabilität zu sichern. Deutschland spiele eine wichtige Ankerrolle in der Eurozone, was die Notwendigkeit einer stabilen Finanzpolitik unterstreicht.
Besondere Sorgen bereitet der Bundesbank die enge Verflechtung von Staaten und Banken im Euroraum. Diese Abhängigkeit habe sich bereits in der Finanz- und Staatsschuldenkrise als Risiko für die Stabilität erwiesen. Zweifel an der Solvenz von Staaten könnten die Bonität von Banken schwächen, während Bankenkrisen staatliche Rettungsmaßnahmen erforderlich machen und die öffentlichen Haushalte belasten könnten.
Ein wesentlicher Grund für diese Abhängigkeit ist die regulatorische Bevorzugung staatlicher Anleihen, die von Banken weder mit Eigenkapital unterlegt noch auf Großkreditgrenzen angerechnet werden müssen. Theurer fordert daher eine stärkere Entflechtung von Staaten und Banken, um die Finanzstabilität im Euroraum dauerhaft zu sichern. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Krisen zu erhöhen.

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