BAUMHOLDER / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Bundeswehr rechnet mit steigenden Reservisten-Zahlen und will 200.000 Reservisten stellen. Dafür sollen auch „Ungediente“ gewonnen und ausgebildet werden, die bisher nicht in der aktiven Laufbahn gedient haben. Laut Angaben von Florian Kracht wurden seit 2018 rund 1.300 Menschen in dieser Form geschult. Aktuell gibt es demnach etwa 6.000 Interessierte, während die Ausbildungsplätze 2025 verdoppelt wurden.

Die Bundeswehr will die Reserve stärker auffüllen – und setzt dabei nicht allein auf Menschen, die bereits aktiv gedient haben. Im Ringen um zusätzliche Kapazitäten nennt die Bundeswehr eine politische Vorgabe, die in der Praxis als Zielmarke wirkt: 200.000 Reservisten sollen bereitgestellt werden. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Zahl der Reservisten weiter steigen muss, während gleichzeitig der Personalbedarf in den Streitkräften dauerhaft gedeckt werden soll. Bei einer Truppenübung in Baumholder in Rheinland-Pfalz erklärte der Leiter des Kompetenzzentrums Reservistenangelegenheiten, Florian Kracht, dass „die Ausbildung Ungedienter“ ein Baustein auf dem Weg zu dieser Zielgröße ist.
Entscheidend ist dabei, was die Bundeswehr unter „Ungedienten“ versteht. Es handelt sich demnach nicht um ehemalige Soldaten, die nach dem Ausscheiden in die Reserve wechseln, sondern um interessierte Bürgerinnen und Bürger, die für die aktive Laufbahn nicht mehr zur Verfügung stehen, aber weiterhin Interesse haben, einen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung zu leisten. Diese Logik verschiebt die Rekrutierung: Der Weg in den Reservistenstatus führt über eine Qualifizierung, die außerhalb des Wehrdienstes stattfindet, statt über eine frühere Verwendung im aktiven Dienst. Die Bundeswehr ordnet das ausdrücklich als Ausbildung ein, die es seit 2018 gibt.
Seit dem Start dieser Ausbildungsform sind laut Bundeswehrangaben rund 1.300 Männer und Frauen in die entsprechenden Lehrgänge gegangen. Der operative Fokus dahinter ist weniger eine abstrakte „Kameradschafts-Idee“, sondern eine definierte Qualifikation, die am Ende in einen neuen Status mündet: Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, wird – so Kracht – als Heimatschützer-Streitkräfte qualifiziert. Damit sind die Teilnehmenden anschließend Reservisten und nicht mehr „Ungediente“. Damit wird auch klar, warum die Bundeswehr die Ausbildung als systematischen Prozess darstellt: Aus Interesse soll eine belastbare Einsatzfähigkeit werden, die in den internen Verbandsstrukturen auch tatsächlich planbar ist.
Wie läuft dieser Weg in der Praxis? Die Ausbildung umfasst den Angaben zufolge 300 Stunden. Wichtig ist außerdem die zeitliche Staffelung der Kapazitäten: Für 2025 wurden die Ausbildungsplätze verdoppelt. Das ist vor allem deshalb relevant, weil sich die Rekrutierungszahlen nicht nur theoretisch planen lassen. Kracht sprach zudem von einer aktuell hohen Nachfrage: Im Moment lägen die Verantwortlichen bei etwa 6.000 Interessierten, die initiativ auf die Bundeswehr zukommen und ihren Beitrag leisten wollen. Solche Größenordnungen machen deutlich, dass es nicht allein um das „Ob“, sondern um das „Wie schnell“ geht – also darum, wie zügig aus Interessenten ausgebildete Reservisten werden.
Die Motivation der Teilnehmenden beschreibt die Bundeswehr dabei als heterogen. Kracht ordnete sie im Kern nach unterschiedlichen persönlichen Beweggründen ein: Manche wollen für die Verteidigung des Landes einstehen, andere den Schutz der eigenen Heimat und der Angehörigen betonen. Daneben gibt es auch ganz praktische Gründe, die mit dem eigenen Werteverständnis oder dem Wunsch nach einem gesellschaftlichen Beitrag zusammenhängen. Die Bundeswehr nutzt diese Vielfalt nicht als bloße Wohlfühlformel, sondern als Rekrutierungsargument: Wer sich angesprochen fühlt, kann einen strukturierten Einstieg finden und über die Qualifizierung in einen definierten Aufgabenbereich hineinwachsen. Das reduziert die Reibung zwischen Mobilisierung und tatsächlicher Einsatzplanung.
Auch das Einsatzprofil wird in Baumholder konkretisiert. Wenn die neu qualifizierten Reservisten im Heimatschutz eingesetzt werden, geschieht das typischerweise im Inland – etwa in den Heimatschutzverbänden der Streitkräfte. Kracht nannte dafür Beispiele, die eher mit Schutz- und Sicherungsaufgaben verknüpft sind: die Sicherung von Liegenschaften, die Unterstützung bei der Sicherung von Flugplätzen der Luftwaffe oder von Hafenanlagen bei der Marine. Je nach Lage können außerdem einfache Bewachungsaufgaben übernommen werden, unter anderem bei Liegenschaften und Munitionsdepots. Für Entscheider ist dabei besonders relevant, dass solche Aufgaben in der operativen Planung oft eine besondere Rolle spielen: Sie können andere Einheiten entlasten und sorgen für eine stabile Absicherung von kritischen Punkten, die ohnehin im Fokus stehen.
Aus technologisch-organisatorischer Sicht lässt sich daran ablesen, wie sehr Personalplanung heute auch ein Prozessdesign ist. Wenn die Bundeswehr „Ungediente“ systematisch zu Reservisten ausbilden will, braucht sie verlässliche Strukturen für Lehrplanung, Kompetenzfeststellung und die spätere Zuordnung in Verbände. Genau hier entstehen in der Praxis Schnittstellen: zwischen Ausbildungsplanung, Einsatzkonzepten und der Frage, wie sich die Verfügbarkeit von Reservisten in regelmäßigen Trainings- und Einsatzzyklen abbilden lässt. Gleichzeitig zeigt die Verdopplung der Ausbildungsplätze 2025, dass die Bundeswehr Kapazitäten nicht nur politisch fordert, sondern organisatorisch nachzieht. In der Wirkung kann das dafür sorgen, dass die Reserve schneller „nachwächst“, statt allein auf später eintretende Effekte zu hoffen.
Für die öffentliche Debatte ist außerdem die Formulierung der Bundeswehr wichtig: Die Ausbildung außerhalb des Wehrdienstes markiert einen anderen Einstieg als die klassische Laufbahn. Das kann vor allem bei Menschen funktionieren, die nicht mehr für eine aktive Verwendung zur Verfügung stehen, aber dennoch aktiv bleiben wollen. Wenn sich die Zahl der Interessierten weiterhin in der Größenordnung von mehreren tausend bewegt, wird die Kernfrage bald weniger die Motivation sein, sondern die nachhaltige Skalierung der Lehrgänge – also ob die Ausbildungsstrukturen 2025 und darüber hinaus mitwachsen. Dann entscheidet sich, ob die Zielmarke von 200.000 Reservisten in der gewünschten Zeit erreicht werden kann, und ob die neu qualifizierten Heimatschützer-Streitkräfte künftig planbar jene Sicherungs- und Unterstützungsaufgaben übernehmen, die Kracht beispielhaft genannt hat.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bundeswehr will mehr Reservisten: Ausbildung für Ungediente startet weiter" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bundeswehr will mehr Reservisten: Ausbildung für Ungediente startet weiter" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bundeswehr will mehr Reservisten: Ausbildung für Ungediente startet weiter« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!