FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen zeigen nach den jüngsten Gewinnen kaum Bewegung. Der Euro-Bund-Future notiert leicht tiefer, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stabil bleibt. Europaweit sind die Inflationsraten in Ländern wie Frankreich und Spanien niedriger als erwartet, was die Märkte jedoch kaum beeinflusst. Am Nachmittag werden wichtige Preisdaten aus Deutschland erwartet, die das Marktgeschehen weiter beeinflussen könnten.

Die jüngsten Entwicklungen auf dem Markt für deutsche Staatsanleihen zeigen eine bemerkenswerte Stabilität, trotz der jüngsten Gewinne. Der Euro-Bund-Future, ein wichtiger Indikator für die Marktbewegungen, notierte am Vormittag leicht niedriger bei 129,64 Punkten. Diese Stabilität spiegelt sich auch in der Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen wider, die bei 2,70 Prozent verharrt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Märkte derzeit auf eine Phase der Konsolidierung zusteuern, nachdem sie zuvor von Gewinnen geprägt waren.
Europaweit zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Kurse von Staatsanleihen in anderen Ländern der Eurozone gaben ebenfalls leicht nach. Interessanterweise haben die jüngst veröffentlichten Konjunkturdaten aus Ländern wie Frankreich und Spanien, die eine niedrigere als erwartete Inflationsrate für August aufwiesen, kaum Auswirkungen auf die Märkte gehabt. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Marktteilnehmer derzeit andere Faktoren stärker gewichten, möglicherweise in Erwartung der anstehenden Preisdaten aus Deutschland.
Am Nachmittag stehen wichtige Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland an. Diese könnten das Marktgeschehen weiter beeinflussen, auch wenn das Überraschungspotenzial als begrenzt angesehen wird. Bereits veröffentlichte Daten zur Teuerung in wichtigen Bundesländern haben den Markt bereits auf mögliche Entwicklungen vorbereitet. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die endgültigen Zahlen aufgenommen werden und ob sie die derzeitige Stabilität der Anleihenmärkte beeinflussen können.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Märkte beeinflussen könnte, ist der sogenannte PCE-Kerndeflator aus den USA. Diese Kennzahl zur Preisentwicklung ist ein wichtiger Indikator für die US-Notenbank Fed bei ihren Zinsentscheidungen. Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba, vermuten, dass dieser Indikator erneut zugelegt haben könnte und die 3-Prozent-Marke erreicht. Sollte dies der Fall sein, könnten die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed auf die Probe gestellt werden. Die Kernrate des PCE-Deflators rechnet die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel heraus, was sie zu einem stabileren Indikator für die langfristige Preisentwicklung macht.

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