BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die deutsche Wirtschaft steht vor einer potenziell historischen Konjunkturflaute, da der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung ausbleibt und Investitionen zurückgehalten werden. Trotz steigender Einkommen neigen Verbraucher weiterhin zum Sparen, was das Konsumklima zusätzlich belastet.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat kürzlich eine düstere Prognose für die deutsche Wirtschaft abgegeben. Laut DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov bleibt der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung aus, was die Gefahr eines „verlorenen Jahres“ birgt. Diese Einschätzung basiert auf den neuesten Studien der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM, die zeigen, dass das Konsumklima im Mai keine nennenswerte Belebung erfuhr.
Die DIHK sieht die wirtschaftliche Zukunft pessimistischer als andere Prognosen, einschließlich der der Bundesregierung. Sie erwartet einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozent für 2025. Diese Annahmen basieren auf einer umfassenden Umfrage unter mehr als 23.000 Betrieben. Während einige Indikatoren leichte Verbesserungen signalisieren, bleibt die Gesamtstimmung gedämpft. Nur ein Viertel der befragten Unternehmen bewertet ihre derzeitige Lage als positiv.
Zu den Herausforderungen zählen ungünstige Rahmenbedingungen und hohe Energiekosten. Hinzu kommt die unberechenbare Zollpolitik der USA, die viele Betriebe dazu zwingt, ihre Investitionen vorerst zurückzuhalten. Melnikov fordert daher wirksame Maßnahmen wie eine Senkung der Stromsteuer. Ein kreditfinanziertes Sondervermögen könnte, gepaart mit Strukturreformen, die Industrien stärken.
Obwohl die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket angekündigt hat, das unter anderem eine Senkung der Stromsteuer vorsieht, bleibt der Knoten bei den Investitionen ungelöst. Laut den Konsumforschungsinstituten haben die Konjunktur- und Einkommenserwartungen zugenommen, jedoch bleiben die Verbraucher zurückhaltend beim Konsum. Diese Zurückhaltung droht das Konsumklima weiter zu belasten, mahnt NIM-Konsumforscher Rolf Bürkl.
Die Sparquote der privaten Haushalte bleibt trotz steigender Einkommen auf einem Rekordniveau. Dies zeigt, dass die Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft tief sitzt. Die Unternehmen müssen sich auf eine Phase der Anpassung einstellen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Weichen für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung zu stellen.

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