LONDON (IT BOLTWISE) – Bitcoin steht vor einer bedeutenden Veränderung, wenn die letzte Münze um das Jahr 2140 geschürft wird. Die Miner werden dann keine neuen Bitcoins mehr als Belohnung erhalten, sondern sich auf Transaktionsgebühren verlassen müssen, um ihre Kosten zu decken und das Netzwerk zu sichern.

Bitcoin, die führende Kryptowährung, ist bekannt für ihre feste Obergrenze von 21 Millionen Münzen. Diese Knappheit ist ein wesentlicher Faktor, warum Bitcoin oft mit Gold verglichen wird und als Wertspeicher gilt. Doch was passiert, wenn diese Obergrenze erreicht ist? Derzeit sind bereits über 19,91 Millionen Bitcoins geschürft, was etwa 94,8 % der Gesamtmenge entspricht. Mit den aktuellen Blockbelohnungen werden alle zehn Minuten etwa 3,125 neue Bitcoins erzeugt.
Wenn die letzte Bitcoin um das Jahr 2140 geschürft wird, werden Miner keine neuen Bitcoins mehr als Belohnung erhalten. Stattdessen müssen sie sich vollständig auf Transaktionsgebühren verlassen, um ihre Betriebskosten zu decken und das Netzwerk zu sichern. Diese Veränderung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Mining-Ökonomie und die Transaktionskosten haben. Einige Analysten schätzen, dass bis zu 20 % der derzeit im Umlauf befindlichen Bitcoins verloren oder unzugänglich sind, was die tatsächliche verfügbare Menge weiter reduziert.
Die Bitcoin-Protokoll wurde so konzipiert, dass im Durchschnitt alle zehn Minuten ein Block geschürft wird. Wenn Miner leistungsfähigere Geräte verwenden oder mehr Miner dem Netzwerk beitreten, erhöht sich die Hash-Rate von Bitcoin, und das Protokoll passt sich automatisch an, um das Mining schwieriger zu machen. Umgekehrt wird das Mining einfacher, wenn Miner das Netzwerk verlassen. Diese Anpassungsfähigkeit stellt sicher, dass die Blöcke unabhängig von der Gesamt-Hash-Rate in einem konstanten Tempo geschürft werden.
Nach dem Mining-Ende von Bitcoin wird es entscheidend sein, dass die Transaktionsgebühren ausreichend hoch sind, um Miner zu motivieren, das Netzwerk weiterhin zu sichern. Dies könnte zu höheren Transaktionskosten für Benutzer führen. Alternativ könnten Skalierungslösungen wie das Lightning Network helfen, die Gebühren in einem akzeptablen Rahmen zu halten. Sollte dies nicht ausreichen, könnten einige Miner ihre Aktivitäten einstellen, was Bedenken hinsichtlich der Netzwerksicherheit aufwerfen könnte. Dennoch hat Bitcoin in der Vergangenheit gezeigt, dass es sich anpassen kann, und es ist wahrscheinlich, dass neue Lösungen entstehen werden, um die Anreize für Miner und die Kosten für Benutzer in Einklang zu bringen.

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