LONDON (IT BOLTWISE) – Die Zunahme von Infektionen durch das fleischfressende Bakterium Vibrio vulnificus stellt eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar, insbesondere durch den Verzehr von rohen Austern. Der Klimawandel trägt zur Ausbreitung dieser Bakterien bei, was zu einem Anstieg der Fälle führt.

Die jüngsten Todesfälle durch das fleischfressende Bakterium Vibrio vulnificus haben die Aufmerksamkeit auf eine wachsende Gesundheitsbedrohung gelenkt, die durch den Verzehr von rohen Austern und anderen Meeresfrüchten aus warmen Gewässern entsteht. Diese Bakterienart gedeiht in warmen Küstengewässern und ist besonders in den Monaten von Mai bis Oktober verbreitet. Der Klimawandel hat jedoch dazu geführt, dass sich die Risikoperioden verlängern und die Bakterien in neuen Regionen auftauchen.
In Louisiana wurden in diesem Jahr 22 Fälle von Vibrio vulnificus gemeldet, von denen vier tödlich endeten. Dies stellt einen alarmierenden Anstieg im Vergleich zu den durchschnittlich sieben Fällen und einem Todesfall pro Jahr in den letzten zehn Jahren dar. Die meisten Infektionen resultieren aus dem Kontakt von offenen Wunden mit Meerwasser, aber auch der Verzehr von rohen Austern stellt ein erhebliches Risiko dar, da diese Muscheln durch das Filtern von Meerwasser Bakterien aufnehmen können.
Die Symptome einer Infektion mit Vibrio vulnificus können von Magen-Darm-Erkrankungen über Wundinfektionen bis hin zu Blutvergiftungen reichen. Etwa jeder fünfte Infizierte stirbt, oft innerhalb weniger Tage nach Auftreten der Symptome. In einigen Fällen sind Amputationen oder längere Krankenhausaufenthalte erforderlich. Ein Betroffener berichtete, dass er nach einem Kratzer am Bein, den er sich beim Krabbenfischen zugezogen hatte, innerhalb eines Tages Fieber, Erbrechen und sich ausbreitende schwarze Flecken entwickelte.
Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel die Verbreitung von Vibrio vulnificus weiter begünstigen könnte. Eine Studie aus dem Jahr 2023 prognostiziert, dass sich die Fälle entlang der US-Ostküste bis 2041-2060 verdoppeln könnten. Bereits jetzt sind die Bakterien in Regionen wie New York und Connecticut aufgetreten, wo sie zuvor kaum vorhanden waren. Diese Entwicklung korreliert mit einem Anstieg der für Vibrio vulnificus günstigen Bedingungen um 27 % entlang der nordöstlichen Küste.

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