SYDNEY / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie aus Australien wirft ein beunruhigendes Licht auf die weit verbreitete Nutzung von Schmerzmitteln wie Ibuprofen und Acetaminophen. Diese Medikamente könnten die Antibiotikaresistenz von Bakterien verstärken und somit die Behandlung von Infektionen erschweren. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen zeigen, dass diese Schmerzmittel die Mutationsrate von Bakterien erhöhen und sie resistenter gegen Antibiotika machen können.

Eine aktuelle Studie aus Australien hat die potenziell gefährlichen Wechselwirkungen zwischen gängigen Schmerzmitteln und Antibiotika untersucht. Im Fokus stehen Ibuprofen und Acetaminophen, die weltweit millionenfach zur Linderung von Schmerzen und Fieber eingesetzt werden. Die Forscher fanden heraus, dass diese Medikamente die Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika erhöhen können, was die Behandlung von Infektionen erheblich erschwert.
In den Laborversuchen wurden die Schmerzmittel zusammen mit dem Antibiotikum Ciprofloxacin getestet, das häufig zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt wird. Die Ergebnisse zeigten, dass die Bakterien, insbesondere E.coli, unter dem Einfluss der Schmerzmittel mehr Mutationen entwickelten. Dies führte zu einer erhöhten Resistenz nicht nur gegen Ciprofloxacin, sondern auch gegen andere Antibiotika-Klassen.
Diese Erkenntnisse sind besonders besorgniserregend, da die Antibiotikaresistenz bereits als eine der größten Gesundheitsbedrohungen unserer Zeit gilt. Jährlich sterben weltweit etwa 1,27 Millionen Menschen an den Folgen resistenter Infektionen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, den Einsatz von Schmerzmitteln, insbesondere in Kombination mit Antibiotika, sorgfältig zu überdenken.
Die Forscher betonen, dass die Ergebnisse zwar aus Laborversuchen stammen und nicht direkt auf den Menschen übertragbar sind, dennoch aber als Warnung dienen sollten. Besonders in Pflegeeinrichtungen, wo Bewohner häufig eine Vielzahl von Medikamenten einnehmen, könnte das Risiko für resistente Infektionen steigen. Die Studie fordert dazu auf, die Wechselwirkungen von Medikamenten genauer zu untersuchen und den Einsatz von Schmerzmitteln bewusster zu gestalten.
Die Weltgesundheitsorganisation hat bereits mehrfach vor den Gefahren der Antibiotikaresistenz gewarnt und betont, dass diese die effektive Behandlung von Infektionen weltweit bedroht. Die aktuelle Studie liefert weitere Argumente für eine strengere Kontrolle und Überwachung des Medikamenteneinsatzes, um die Ausbreitung resistenter Bakterien zu verhindern.

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