DEUTSCHLAND / LONDON (IT BOLTWISE) – GMX und Web.de stellen die Anmeldung für rund 38 Millionen Konten auf passkey-basierte Sicherheit um. Die Passkeys kommen nach dem FIDO2-Standard und bleiben als privater Schlüssel lokal auf dem Gerät. Nutzer können sich künftig per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder Geräte-PIN authentifizieren. Damit sinkt vor allem das Risiko, dass sich Zugangsdaten per Phishing oder gefälschten Login-Seiten abgreifen lassen.

Der Abschied vom klassischen Passwort schreitet spürbar schneller voran, und die neuen Passkey-Rollouts im deutschsprachigen Raum setzen dafür ein klares Signal: GMX und Web.de haben am 23. Juli 2026 die Passkey-Unterstützung für rund 38 Millionen Konten aktiviert. Konkret betrifft das Nutzerkonten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die künftig nicht mehr primär über Kennwortabfragen, sondern über gerätegebundene Authentifizierung arbeiten. Für Sicherheitsteams ist das vor allem deshalb relevant, weil Passkeys im Zusammenspiel mit FIDO2 und WebAuthn weniger Angriffsflächen bieten als herkömmliche Passwort-Workflows.
Technisch bleibt der entscheidende Unterschied im Passkey-Design: Ein privater Schlüssel wird lokal auf dem Gerät gespeichert und verlässt dieses Zielsystem nicht. In der Praxis bedeutet das, dass der Anbieter den geheimen Faktor nicht wie beim Passwort-Ansatz serverseitig „vorhalten“ muss. Die Authentifizierung läuft stattdessen über kryptografische Operationen, bei denen ein gültiger Passkey die Kontrolle über das jeweilige Endgerät beziehungsweise die zugehörige Authentifizierungsmethode nachweist. Das reduziert die Brauchbarkeit von Datenabgriffen und macht es deutlich schwerer, legitime Logins durch das Kopieren eines Formulars zu imitieren.
Damit passt die neue Funktion in die Linie von Sicherheitsempfehlungen, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereits seit 2024 für phishing-resistente Verfahren adressiert. Zwar bleiben Passwörter als Backup-Option erhalten, doch der Alltagsfokus wandert zu Biometrie und Geräte-PIN: Fingerabdruck, Gesichtsscan oder eine lokale PIN ersetzen im Frontend die wiederkehrende Eingabe eines Kennworts. Für Unternehmen und Betreiber digitaler Identitäten ist das ein praktischer Schritt, weil er das Risiko von Kontoübernahmen stärker bei der Quelle adressiert und nicht erst nachgelagert durch Monitoring oder Rate-Limits abgefedert werden muss.
Während GMX und Web.de den Consumer-Markt erweitern, ziehen die großen Plattformanbieter parallel nach und verknüpfen Passkeys immer enger mit Betriebssystem- und Unternehmensumgebungen. Google etwa integriert im Kontext von Windows den „Google Credential Provider for Windows (GCPW)“, wodurch sich FIDO2-Sicherheitsschlüssel und handybasierte Passkeys auch am Windows-Anmeldebildschirm einsetzen lassen. Für IT-Administratoren ist der Vorteil vor allem administrativ: Zwei-Faktor-Authentifizierung kann im Anmeldeprozess erzwungen werden, ohne dass Nutzer selbstständig wiederholt zwischen Sicherheitsmechanismen wechseln müssen. Gleichzeitig baut Google die native Unterstützung für Drittanbieter-Passkeys im Chrome-Browser aus, was die Interoperabilität erhöht und die Nutzerführung konsistenter macht.
Auch bei Microsoft ist die Richtung seit Jahren erkennbar: Windows Hello brachte bereits Ende September 2023 allgemeine Passkey-Unterstützung in das Systemumfeld, und mit Windows Hello for Business existiert zudem ein Framework für hybride Enterprise-Setups. Ergänzend spielt die zertifikatsbasierte Authentifizierung eine Rolle, etwa über DigiCert seit Dezember 2021, die Windows-Hello-Logins in bestimmten Hybrid-Azure-AD-Konstellationen unterstützen kann. Parallel dazu zeigen Initiativen und Zertifizierungs-Updates, dass der Markt die Standards nicht nur implementiert, sondern auch in Ausbildungs- und Prüfprozesse überführt. Genau diese Verankerung ist für Enterprise-Organisationen entscheidend, weil sie die Lücke zwischen „technisch möglich“ und „betrieblich beherrscht“ verkleinert.
Abseits der Unternehmens-IT wird Passkey-Nutzung zunehmend als staatlich und regulatorisch kompatible Sicherheitsmaßnahme verstanden. Singapur setzt dafür mit Singpass-Passkeys an, um Phishing-Angriffe wirksam abzufangen: Der Passkey ist kryptografisch an die legitime Login-Domain gebunden, sodass bei einer Eingabe auf einer betrügerischen Seite keine erfolgreiche Authentifizierung zustande kommt. Im Messenger-Umfeld hat Telegram ebenfalls ein passkey-basiertes Login-System eingeführt, das die SMS-Verifikation ersetzt; Voraussetzung ist jedoch ein kompatibler Passwort-Manager. Diese Mischung aus Gerätebindung, Domain-Absicherung und standardisierter Benutzerinteraktion erklärt auch, warum Passkeys in vielen Organisationen inzwischen als „Baseline“ für moderne Identitätsabsicherung betrachtet werden.
Die Standardisierung nimmt parallel Tempo auf: Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) erlaubt synchronisierbare Passkeys auf der Sicherheitsstufe AAL2 gemäß SP 800-63B. Damit wird Passkey-Sicherheit nicht nur als „lokales Gerät“-Story erzählt, sondern auch als ausbaubare Sicherheitsarchitektur für verschiedene Lebenszyklen und Gerätewechsel. Gleichzeitig gelten FIDO2 und WebAuthn in der Praxis als zentraler Technikrahmen, den viele Schulungs- und Zertifizierungsprofile mittlerweile stärker berücksichtigen; Lehrpläne und Prüfungen werden aktualisiert, damit nicht nur Implementierungen, sondern auch das Verständnis für Risiken und Betriebsfragen bei Security-Verantwortlichen ankommt. Open-Source-Identitätsinitiativen wie MOSIP adressieren zwar eigenständig nationale Identitätssysteme, aber die Sicherheitscommunity ordnet Passkeys derzeit als besonders wirksamen Schutz gegen raffinierte Deepfake- und Phishing-Angriffe ein.
Für die nächste Phase in der Umsetzung kommt es weniger auf die Existenz der Technologie an, sondern auf ihre betriebliche Qualität: Passkeys müssen in Identitätsarchitekturen sauber integriert, Recovery-Mechanismen verständlich gestaltet und die Interoperabilität über Browser und Geräte hinweg überprüft werden. Der Übergang bleibt dabei bewusst pragmatisch: Passwörter verschwinden als Backup nicht sofort, sondern werden nach und nach durch passkeybasierte Logins ergänzt, bis die Kennwortabhängigkeit im Alltag deutlich sinkt. Genau diese schrittweise Migration reduziert Betriebsschmerzen und erhöht zugleich die Sicherheitswirkung, weil Phishing-Angriffe dort „an der Eintrittstür“ weniger Chancen haben. Wer Passkeys heute plant, sollte deshalb frühzeitig die Endgeräte-Strategie, die Benutzer-Rolle (Privat vs. Enterprise) und die Unterstützung für Recovery-Prozesse gemeinsam betrachten.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "GMX und Web.de aktivieren Passkeys für 38 Millionen Konten" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "GMX und Web.de aktivieren Passkeys für 38 Millionen Konten" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »GMX und Web.de aktivieren Passkeys für 38 Millionen Konten« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!