KIEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Landesregierung Schleswig-Holsteins hat den Wechsel in der Kieler Staatskanzlei von Windows auf Linux für mehr als 200 Beschäftigte weitgehend abgeschlossen. Digitalisierungsminister Dirk Schröder ordnet die Umstellung als Pionierprojekt ein, das die gesamte Landesverwaltung betrifft. Gleichzeitig bleiben rund 20 Arbeitsplätze zunächst noch auf Windows, weil Fachverfahren technische Abhängigkeiten mit sich bringen. Parallel treibt das Land die Ablösung weiterer proprietärer Software entlang einer Open-Source-Strategie voran.

In der Kieler Staatskanzlei ist die Betriebssystem-Umstellung von Microsoft Windows auf Linux inzwischen weit fortgeschritten: Für mehr als 200 Beschäftigte läuft der neue Standard im Arbeitsalltag bereits weitgehend. Die Landesregierung verknüpft den Schritt dabei nicht mit einem einmaligen IT-Refresh, sondern mit einer breiter angelegten Open-Source-Strategie. Digitalisierungsminister Dirk Schröder stellt die Maßnahme zugleich in den Kontext digitaler Souveränität, also der Frage, wer langfristig Kontrolle über zentrale Softwarebausteine und Schnittstellen übernimmt.
Technisch betrachtet ist eine Migration in einer Regierungszentrale selten ein reines „Betriebssystem tauschen“. Denn Arbeitsplätze hängen in der Praxis an vielen Faktoren: Authentifizierung, Gerätekonfiguration, zentralen Verzeichnisdiensten, Security-Policies, Imaging-Prozessen und vor allem an Fachanwendungen. Genau deshalb nennt das Land eine Rückausnahme: Rund 20 Arbeitsplätze sollen wegen technischer Abhängigkeiten von Fachverfahren vorerst weiterhin mit Windows betrieben werden. Diese Struktur ist typisch für Migrationsprogramme, in denen das Zielbild in Wellen erreicht wird, statt alle Abhängigkeiten auf einmal zu lösen.
Der geplante nächste Schritt adressiert die verbleibenden Hürden im Digitalressort. Damit wird auch deutlich, wie solche Portierungen in der Realität organisiert werden: Fachverfahren müssen nicht nur auf einem neuen Betriebssystem lauffähig sein, sondern auch mit bestehenden Workflows, Berechtigungsmodellen und Datenflüssen zusammenpassen. Parallel läuft offenbar die Vorbereitung auf eine schrittweise Ausweitung in der gesamten Landesverwaltung, wo Linux dort eingesetzt werden soll, wo es technisch machbar ist. Diese Formulierung ist weniger Marketing als Engineering-Logik: Sie hält den Spielraum offen, um pro Anwendung den Reifegrad zu bewerten, bevor man die Plattformbreite erhöht.
Damit die Migration nicht an der Akzeptanz scheitert, setzt Schleswig-Holstein zusätzlich auf organisatorische Begleitung. Laut Mitteilung umfasst das Informationsveranstaltungen vor Ort, Lernvideos, Fachpersonal zur direkten Unterstützung an den Arbeitsplätzen sowie interne Linux-Foren. Gerade diese Mischung adressiert zwei klassische Engpässe: Erstens die Unterschiede im täglichen Handling von Systemfunktionen, und zweitens die Hemmschwelle bei auftretenden Sonderfällen. Foren und vor Ort verfügbares Fachpersonal sind dabei ein schnellerer Weg zu einer funktionierenden „Second Line“, als jede Anfrage zunächst an eine zentrale Service-Hotline eskalieren zu lassen.
Auch die Software-Ebene wird im Programm sichtbar: Bereits vollzogen sind demnach der Wechsel zu Libreoffice, die Migration der E-Mail-Infrastruktur auf Open-Xchange sowie die Umstellung des Videokonferenzsystems auf Opentalk. Aus Architektur-Sicht ist das mehr als ein Office-Wechsel. E-Mail- und Kollaborationsstack bestimmen, wie Identitäten verwaltet, Kalender synchronisiert und Daten in Organisationen bewegt werden. Wenn ein Land diese Bausteine austauscht, entstehen oft neue Anforderungen an Schnittstellen, Mandantenfähigkeit, Monitoring und Backup-Strategien – alles Themen, die sich nicht „nebenbei“ erledigen lassen, sondern in Migrationsplänen mit Ressourcen hinterlegt werden müssen.
Für die weiteren Etappen nennt die Landesregierung dann konkrete Ziele: Die vollständige Einführung der Kollaborationsplattform Nextcloud, der Verzeichnisdienst Univention Nubus sowie eine Telefonielösung namens Oskar. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend von einzelnen Arbeitsplatz-Umstellungen hin zu den Fundamenten für Identität, Kommunikation und teamübergreifendes Arbeiten. Historisch betrachtet folgt der Trend damit einem Muster, das viele Organisationen bereits aus der Cloud- und Open-Source-Adaption kennen: Erst werden Endgeräte und Standard-Apps modernisiert, anschließend werden die „dauerhaften“ Dienste konsolidiert, weil dort die Hebel für Wartbarkeit, Auditierbarkeit und Kostenstruktur am größten sind.
Für den Markt und andere Verwaltungen ist das Vorgehen vor allem wegen seiner Roll-out-Logik interessant. Linux wird nicht als isoliertes Betriebssystem-Projekt verkauft, sondern als Baustein einer Kette, in der auch Office, E-Mail, Videokonferenz und künftig Kollaboration, Verzeichnisdienst und Telefonie zusammen gedacht werden. Die verbleibenden Windows-Ausnahmen für Fachverfahren zeigen zudem realistische Grenzen: Wo proprietäre oder stark gekoppelte Prozesse dominieren, entscheidet die Anwendungslandschaft über das Tempo. Für IT-Verantwortliche lässt sich daraus eine klare Leitlinie ableiten: Wer digitale Souveränität ernst nimmt, muss sowohl Technik als auch Betriebsmodell verändern – und beides mit Schulung, Betriebskonzept und schrittweisen Migrationswellen verbinden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Kieler Staatskanzlei migriert nahezu komplett auf Linux" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Kieler Staatskanzlei migriert nahezu komplett auf Linux" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Kieler Staatskanzlei migriert nahezu komplett auf Linux« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!