WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Inmitten wachsender Spannungen zwischen der US-Regierung und der Federal Reserve hat Kevin Warsh, ein potenzieller Nachfolger von Fed-Chef Jay Powell, scharfe Kritik an der Zentralbank geübt.

Kevin Warsh, ein ehemaliger Gouverneur der Federal Reserve und enger Vertrauter von Ex-Präsident Donald Trump, hat die US-Zentralbank für ihre Rolle bei der jüngsten Inflationskrise verantwortlich gemacht. Er wirft der Fed vor, sich von ihrer eigentlichen Aufgabe entfernt zu haben, die Inflation bei zwei Prozent zu halten, und stattdessen als eine Art allgemeine Regierungsbehörde zu agieren.
Warsh, der als einer der Favoriten für die Nachfolge von Jay Powell gilt, äußerte seine Bedenken bei einer Veranstaltung der Group of 30 in Washington. Er kritisierte die Fed für ihre expansive Geldpolitik seit der Finanzkrise 2008, die zu einer übermäßigen Staatsverschuldung geführt habe. Insbesondere die quantitative Lockerung, bei der die Fed Staatsanleihen aufkaufte, habe es der Regierung erleichtert, mehr Geld auszugeben, ohne sich um die Finanzierungskosten zu sorgen.
Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Präsident Trump öffentlich seinen Unmut über Powell geäußert hat, weil dieser sich weigerte, die Zinsen zu senken. Obwohl Trump später klarstellte, dass er Powell nicht entlassen wolle, sorgten seine Äußerungen für Unruhe an den Finanzmärkten.
Warsh, der bereits während seiner Zeit bei der Fed ein Kritiker der quantitativen Lockerung war, sieht in der aktuellen Geldpolitik systematische Fehler. Er argumentiert, dass die Fed sich zu sehr in Themen wie Klimawandel und soziale Inklusion einmische, was nicht zu ihrem Kernauftrag gehöre.
Die Diskussion um die Unabhängigkeit der Fed wird durch Trumps Äußerungen weiter angeheizt. Warsh betont, dass die Fed zwar unabhängig von politischem Druck agieren sollte, dies jedoch nicht bedeute, dass sie nicht hinterfragt werden dürfe. Bei schlechten monetären Ergebnissen müsse die Zentralbank einer kritischen Prüfung unterzogen werden.
Die Suche nach einem Nachfolger für Powell, dessen Amtszeit im Mai 2026 endet, hat bereits begonnen. Neben Warsh wird auch Kevin Hassett, der Leiter des National Economic Council, als potenzieller Kandidat gehandelt. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, da sie die zukünftige Ausrichtung der US-Geldpolitik maßgeblich beeinflussen könnte.

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