BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen steht vor einem Paradigmenwechsel. Künstliche Intelligenz bietet enorme Potenziale, wird jedoch oft missverstanden. Ein Umdenken in der Datenverarbeitung könnte die Effizienz erheblich steigern.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein Thema, das sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine zentrale Rolle, wird jedoch häufig sowohl überschätzt als auch unterschätzt. Ein wesentlicher Punkt ist die Qualität der Daten, die für KI-Anwendungen genutzt werden. Der Ausdruck ‘Garbage in, garbage out’ beschreibt treffend, dass KI nur dann sinnvoll arbeiten kann, wenn die zugrunde liegenden Daten strukturiert und qualitativ hochwertig sind.
Ein Beispiel für den praktischen Einsatz digitaler Tools im Gesundheitswesen ist die von Meditech entwickelte Software Automedic. Diese ermöglicht es Ärzten, Gespräche mit Patienten zu transkribieren und die Informationen direkt in die Patientenakte zu übernehmen. Solche Anwendungen zeigen, wie digitale Technologien den Arbeitsalltag von Medizinern erleichtern können, indem sie administrative Aufgaben automatisieren und die Effizienz steigern.
Ein häufig diskutiertes Thema ist die Frage nach den Schnittstellen zwischen verschiedenen digitalen Systemen. Wolfgang von Meißner, ein Hausarzt aus Baiersbrunn, plädiert dafür, den Fokus von Schnittstellen auf sogenannte Nahtstellen zu verlagern. Während Schnittstellen oft nur eine technische Übergabe ermöglichen, stehen Nahtstellen für eine dauerhafte und stabile Verbindung zwischen Prozessen und Datenflüssen. Diese enge Verzahnung könnte die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen erheblich verbessern.
Die Zukunft der Digitalisierung im Gesundheitswesen hängt maßgeblich davon ab, wie gut es gelingt, strukturierte Daten zu generieren und zu nutzen. Die Potenziale von KI sind enorm, doch sie können nur dann voll ausgeschöpft werden, wenn die Datenbasis stimmt. Ein Umdenken in der Art und Weise, wie Daten gesammelt und verarbeitet werden, ist daher unerlässlich. Nur so kann die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu einer echten Verbesserung der Patientenversorgung führen.

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