MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schickt ab 17. August zwei E-Midibusse in die Praxis auf der Linie 135 durch Thalkirchen. In einer ersten Testwoche vom 17. bis 20. August fahren beide Fahrzeuge ganztägig. Danach konzentriert sich ein Modell stärker auf Vormittags-Einsätze, damit sich Leistung und Betrieb unter unterschiedlichen Lastfenstern vergleichen lassen. Ziel ist, Reichweite, Ladeinfrastruktur und die Integration kompakter Elektrobusse belastbar für spätere Beschaffungen einzuordnen.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) setzt ihre Elektrifizierungsstrategie für Busse fort und startet ab 17. August eine neue Versuchsreihe im Liniennetz. Während bei Standard-Solobussen und Gelenkbussen in den vergangenen Jahren bereits mehrere Elektrolösungen erprobt wurden, adressiert die MVG nun gezielt den Zwischenraum: kompakte Midibusse, die mit deutlich geringeren Abmessungen auskommen müssen. Für den Betrieb in einem realen Stadtumfeld bedeutet das vor allem, dass sich technische Annahmen nicht nur im Datenblatt wiederfinden, sondern sich im Umlaufalltag bewähren müssen.
Im Fokus stehen dabei zwei unterschiedliche E-Midibus-Modelle: der Solaris Urbino 9 LE electric sowie der Wrightbus WB9 9M BUS EU. Beide Fahrzeuge fallen in die Kategorie der Midibusse mit einer typischen Länge im Bereich von etwa 8 bis 10 Metern und nehmen damit im ÖPNV eine spezialisierte Rolle ein. Solche Fahrzeuge sind besonders interessant für Linienabschnitte mit engeren Kurvenradien oder für Situationen mit geringerem Fahrgastaufkommen, in denen ein 12-Meter-Solobus nicht zwingend die effizienteste Wahl ist. Die MVG will genau für dieses Segment belastbare Erkenntnisse gewinnen, wie gut sich Elektrotechnik in einem verkürzten Fahrgestell integrieren lässt, ohne dass Abstriche beim Passagierkomfort oder beim Alltagstakt entstehen.
Die Testphase ist zeitlich gestaffelt. Zunächst werden beide Fahrzeuge in einer intensiven Testwoche vom 17. bis zum 20. August ganztägig eingesetzt, um sie möglichst unter vergleichbaren Bedingungen zu beobachten. Nach Abschluss dieser ersten Phase bleibt der Wrightbus weiterhin im Liniennetz, wird dann jedoch primär auf Einsätze in den Vormittagsstunden ausgerichtet. Diese differenzierte Einsatzplanung schafft zwei wichtige Perspektiven: Beobachtung unter Volllast über die gesamte Betriebszeit sowie zusätzlich ein Blick auf spezifische Zeitfenster, in denen sich Energieverbrauch, Ladefenster und betriebliche Puffer anders darstellen können. Für die MVG geht es damit nicht nur um „funktioniert oder funktioniert nicht“, sondern um die Frage, wie planbar der Betrieb über den Tag hinweg ist.
Als Einsatzgebiet dient die Linie 135, die den Stadtteil Thalkirchen durchquert. Dass die MVG ausgerechnet diese Strecke auswählt, liegt nahe, weil der typische Charakter von Midibus-Einsätzen häufig von räumlichen und betrieblichen Randbedingungen geprägt ist. Mit einer Fahrzeuglänge von rund 8 bis 10 Metern lassen sich gerade in Abschnitten mit engeren Trassen oder schwankender Nachfrage eher passende Fahrzeuggrößen bereitstellen. Gleichzeitig wird durch die Festlegung auf eine konkrete Linie ein sauberer Vergleich möglich, denn die Rahmenbedingungen hinsichtlich Streckenprofil, Haltemustern und betrieblichen Abläufen bleiben im Kern stabil. Die Testfahrten sind damit eine Art „Datenlieferant“ für spätere Beschaffungs- und Planungsentscheidungen.
Auch technisch richtet sich der Erkenntnisgewinn auf die Schnittstellen zwischen Fahrzeug und Infrastruktur. Trotz kompakter Bauweise sollen die Testfahrzeuge Platz für 50 bis 60 Fahrgäste bieten und damit die Lücke zwischen kleineren Kleinbussen und den klassischen 12-Meter-Solobussen schließen. Für den Elektrobetrieb bedeutet das: Die Hersteller müssen Batteriekapazitäten und effiziente Antriebssysteme so dimensionieren, dass sie in der reduzierten Fahrzeuggeometrie unterkommen. In der Praxis entscheidet dann nicht allein die nominelle Reichweite, sondern das Zusammenspiel aus Ladeinfrastruktur an den Betriebshöfen, realistischer Energieausnutzung im Tagesumlauf und dem Verhalten der Bordelektronik im Regelbetrieb. Genau diese Faktoren will die MVG laut den Zielsetzungen der Testreihe aus den Rückmeldungen des täglichen Betriebsdienstes ableiten.
In der Einordnung zeigt sich zudem die strategische Linie der MVG: Die Testreihe ist Teil eines größeren Transformationsprozesses hin zu emissionsfreien Antrieben, getrieben von Anforderungen an Klimaschutz und Luftreinhaltung. Während Standard- und Gelenkbusse bereits mit verschiedenen Elektro-Varianten im Einsatz sind, stellt die Elektrifizierung der kleineren Midibus-Segmente offenbar eine eigene Engineering- und Betriebsfrage dar. Im Mittelpunkt stehen besonders die Abstimmung von Reichweite im Umlauf und die passenden Ladebedingungen, weil die Betriebslogik im Alltag häufig keine theoretischen Zeitfenster bietet. Daneben ist der Vergleich zwischen Solaris und Wrightbus auch ein Markt-Indikator: Die MVG sieht zwei unterschiedliche Ansätze im Fahrzeugbau für genau dieses Segment des europäischen Marktes und kann daraus ableiten, welche Systemkomponenten sich im Einsatz besser integrieren lassen.
Für die Betreiberseite sind die nächsten Schritte klar umrissen: Die Ergebnisse der Fahrten auf der Linie 135 sollen als Entscheidungsgrundlage für künftige Beschaffungsprozesse dienen. Dabei geht es nicht ausschließlich um die rein technische Zuverlässigkeit von Batterie und Motor, sondern auch um die „Alltagstauglichkeit“ der gesamten Kette – also vom Energiemanagement über die Ladeprozesse bis hin zu den Rückmeldungen aus dem Betriebsdienst. Für die Branche ist das ebenfalls relevant, weil die Nachfrage nach kompakten, elektrifizierten Fahrzeugen nicht überall mit einem 1:1-Transfer der großen Busarchitekturen beantwortet werden kann. Der MVG-Test macht damit sichtbar, dass Elektrifizierung im ÖPNV künftig weniger ein einzelnes Fahrzeugprojekt ist, sondern vor allem ein Zusammenspiel aus Infrastruktur, Betriebsplanung und sauber gemessenen Kennzahlen.
Wer sich die Erkenntnisse und die Ableitung für künftige Umstellungen genauer erschließen will, bekommt in der Praxis typischerweise vor allem Material zur Reichweiten- und Ladeplanung entlang realer Umläufe an die Hand. Die MVG nutzt den Test dafür bewusst in einem konkreten Linienumfeld und plant so, technische und betriebliche Annahmen gegeneinander zu spiegeln. Damit entsteht eine belastbarere Basis für die Frage, wie sich E-Midibusse Schritt für Schritt in bestehende Flotten integrieren lassen – und welche Rahmenbedingungen dafür an Betriebshöfen, Einsatzplänen und Fahrzeugauswahl erfüllt sein müssen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "MVG startet E-Midibus-Test ab 17. August auf Linie 135" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "MVG startet E-Midibus-Test ab 17. August auf Linie 135" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »MVG startet E-Midibus-Test ab 17. August auf Linie 135« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!