NEWCASTLE UPON TYNE / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein neues UKRI-Projekt mit dem Titel „Quantum Emotions“ will erklären, wie starke Emotionen Erinnerungen zeitlich verzerren und ihre Genauigkeit verändern. Forschende nutzen dafür mathematische Werkzeuge aus der Quantenphysik, obwohl es sich nicht um einen biologischen „Quantencomputer“-Ansatz handelt. Die Ergebnisse sollen unter anderem helfen, Risiko und Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen besser zu bewerten. Gleichzeitig baut das Konsortium eine nationale Forschungs-Community für Quantum Cognition auf.

Starke Emotionen hinterlassen nicht nur einen Eindruck, sondern verändern offenbar auch die „Ordnung“ dessen, was das Gehirn später abrufen kann. Genau an dieser Stelle setzt das Projekt „Quantum Emotions“ an: Forschende an der Newcastle University untersuchen, warum emotional geprägte Episoden teils gestochen scharf bleiben, während andere Erinnerungen zeitlich verrutschen oder sogar ihre chronologische Reihenfolge verlieren. Für die Praxis ist das mehr als eine spannende Leitfrage der kognitiven Neurowissenschaft, denn gerade unter Stress wird Gedächtnis zu einem zentralen Unsicherheitsfaktor – etwa in der forensischen Psychologie und bei klinischen Diagnosen.
Methodisch überrascht das Vorhaben zunächst durch die verwendete Mathematik. Anstatt nur klassische psychologische Modelle einzusetzen, die Ereignisse typischerweise als kommutativ „behandeln“, greifen die Forschenden zu nicht-kommutativen Formalismen aus der Quantenwelt. In der Quantenphysik führt die Reihenfolge von Operationen zu unterschiedlichen Resultaten; genau dieses Prinzip soll als mathematischer Spiegel dienen, um zu beschreiben, wie sich die Abfolge emotionaler Ereignisse auf das spätere Gedächtnis auswirkt. Damit wird der Fokus weniger auf „Quantenpartikel im Gehirn“ gelegt als auf eine passende Modellierungsgeometrie für komplexe, nicht-lineare Verläufe.
Der zentrale technische Gedanke lautet: Zeitliche Ordnung ist für Gedächtnisstrukturen und biografische Narrative essenziell. Wenn Emotionen die Speicherung oder Abrufprozesse verschieben, verändert sich nicht nur die Genauigkeit einzelner Details, sondern auch die zeitliche Zuordnung über Ereignisse hinweg. Das Projekt will deshalb sowohl Verhaltensmuster als auch zugrunde liegende neuronale Mechanismen betrachten, die bei emotionaler Belastung oder Euphorie aktiv werden. Im Kern geht es darum, zu simulieren, wie Erinnerungssequenzen „neu gefaltet“ werden, und diese Vorhersagen dann gegen beobachtbare Muster zu validieren. In der Forschung gilt das als Vergleichstest gegenüber etablierten kognitiven Basismodellen.
Markt- und Forschungsseitig ist der Ansatz in eine wachsende Landschaft eingebettet, die häufig unter dem Begriff „Quantum Cognition“ diskutiert wird. Während viele Arbeiten dort eher theoretisch bleiben, investieren einzelne Gruppen zunehmend in datengetriebene Modellierung und in experimentelle Designs, die Modellannahmen direkt prüfen. Solche Arbeiten stehen dabei nicht im luftleeren Raum: Klassische Alternativen aus der Kognitionspsychologie versuchen Gedächtnisverzerrungen meist über Heuristiken, Aufmerksamkeitsverschiebungen oder Rekonstruktionsprozesse zu erklären. Als Wettbewerbsszenario kann man grob zwei Richtungen sehen: stärker statistische Modelle auf Basis großer Messdatensätze versus formalistische Ansätze, die nicht-kommutative Struktur als Erklärung nutzen. In Interviews betonen Branchenbeobachter, dass gerade die Vorhersagbarkeit im Einzelfall entscheidend sein wird.
Laut Projektleitung zielt „Quantum Emotions“ zudem auf mehr als nur die reine Theorie: Das Konsortium nutzt den UKRI-Fokus auf Infrastruktur, um eine wissenschaftliche Pipeline aufzubauen. Der mit 1,2 Millionen Pfund geförderte Grant soll Workshops und Events finanzieren, die neue Forschende in der Schnittstelle aus Psychologie, kognitiver Neurowissenschaft, Quantenformalismus und Memory Science qualifizieren. Dr. Jonte Hance hebt dabei hervor, dass Quantenideen vor allem dann nützlich sind, wenn die Reihenfolge von Ereignissen den Ausgang verändert – ein Mechanismus, der sich in emotionalen Gedächtnisphänomenen widerspiegelt. Gleichzeitig wird eine nationale Vernetzung angestrebt, um Folgeanträge und größere Programme schneller koordinieren zu können.
Für die potenzielle Wirkung im Markt ist die medizinische und forensische Anschlussfähigkeit entscheidend. Wenn es gelingt, mathematische Wege zu identifizieren, über die emotionale Sequenzen falsch einsortiert werden, könnten daraus neue Werkzeuge für die Forschung zum kognitiven Altern oder für die psychiatrische Diagnostik entstehen. Gerade in Stress- und Traumakontexten ist die zeitliche Integrität von Erinnerungen häufig besonders relevant. Im Bereich der Strafrechtspflege geht es um eine andere, sehr konkrete Frage: Wie zuverlässig ist eine Aussage, wenn Details „richtig“ wirken, aber die Chronologie durcheinandergerät? Hier liegt der Nutzen weniger in einer „Wahrheitsmaschine“, sondern in einer quantitativen Bewertung von Unsicherheit – und damit in besseren Rahmenbedingungen für Begutachtung und Cross-Examination.
Auch regulatorisch und datenschutzseitig berührt das Vorhaben typische Themen moderner Forschungs- und KI-Projekte. Schon wenn Modelle nur mit Verhaltens- und neurokognitiven Daten arbeiten, müssen Einwilligungen, Zweckbindung und Datenminimierung sauber umgesetzt werden. In der forensischen Anwendung potenziert sich diese Verantwortung, weil Ergebnisse in Verfahren einfließen können. Gleichzeitig erfordert der Einsatz mathematischer Modelle eine klare Dokumentation: Welche Annahmen werden getroffen, wie werden Risiken kommuniziert und wie werden Modelle gegen Bias oder Überanpassung abgesichert? Experten in der angewandten Psychologie betonen, dass Reproduzierbarkeit und Transparenz bei Modellannahmen besonders wichtig sind, wenn es um die Bewertung menschlicher Erinnerung geht.
Mit Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte ist der wahrscheinlichste Weg eine schrittweise Operationalisierung: Zunächst werden Hypothesen über zeitliche Verzerrungen über experimentelle Paradigmen und Messprotokolle überprüft, bevor daraus robuste Modellvarianten entstehen. In der Zukunft könnte das Projekt auch stärker mit datengetriebenen Verfahren kombiniert werden, etwa durch hybride Architekturen, die nicht-kommutative Struktur mit trainierten Statistikmodellen koppeln. Konkurrenz entsteht dabei nicht nur durch andere Forschungsteams, sondern auch durch die praktische Frage, wie schnell sich solche Modelle in Labor- und klinische Workflows integrieren lassen. Wenn das gelingt, könnten sich neue Chancen für Entwickler ergeben, die Tools zur Unsicherheitsbewertung im kognitiven Kontext bauen – inklusive APIs für Forschungseinrichtungen und standardisierte Validierungsprotokolle.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "„Quantum Emotions“: Mit Quantenmathematik Gedächtnisfehler durch Emotionen modellieren" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "„Quantum Emotions“: Mit Quantenmathematik Gedächtnisfehler durch Emotionen modellieren" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »„Quantum Emotions“: Mit Quantenmathematik Gedächtnisfehler durch Emotionen modellieren« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!